Allgemeine Lage

      Allgemeine Lage

      Ich bin im Moment stark eingespannt weil ich den ganzen Quatsch, der hier im Moment abgeht, einfach nicht mehr ertrage.

      Ich weiß nicht so genau, wie viel man außerhalb Bayerns davon mitbekommt, aber hier brodelt es.

      Wir haben lauter kleine populistische Trumps hier, von denen einer lauter schreit als der andere. Nur wie das mit dem twittern geht haben sie noch nicht verstanden. Glücklicherweise.

      Wir bekommen jetzt Abschiebelager. Sie haben einen anderen Namen, aber darum geht es nicht. Ich weiß, es wird immer mal wieder modern, Menschen in Lager zu sperren, aber ich halte nichts davon, egal wie diese Lager genannt werden. Ich halte nicht einmal was davon, Tiere in Massenlagern zu halten, von Kindern ganz zu schweigen.

      Außerdem fehlen hier dringend IT-Fachleute für die Bekämpfung von Internet-Kriminalität. Tatsächlich bekommen werden wir berittene Polizei. Meine Frage, ob die dann wohl zu Pferd ins Internet reiten sollen um dort Hacker und Betrüger zu jagen, womöglich mit dem Lasso, blieb bisher unbeantwortet.

      Was in Deutschland fehlt, sind ungefähr 80.000 Pflegekräfte und worüber debattieren wir? Die Flüchtlingsfrage von 2015 und die Parteienfinanzierung.

      Jahrelang hat die bayerische Staatsregierung sämtliche Integrationsbemühungen nicht nur nicht unterstützt sondern teilweise sogar massiv sabotiert und jetzt ist ja alles total schlimm weil keine Integration stattfindet. Komisch.

      Meine Fresse, ich hoffe, die kriegen die Klatsche des Jahrtausends im Oktober bei der Landtagswahl. Echt jetzt!

      Ansonsten werden sie es wohl noch dem guten Freund der CSU, Orban, nachmachen. Ungarn hat jetzt ein Gesetz verabschiedet, dass es unter Strafe stellt, Flüchtlingen zu helfen.
      Dazu kann ich jetzt weiter nichts sagen, sonst müsste ich mich selbst verwarnen und womöglich des Forums verweisen.
      Liebe Grüße
      Pat

      Everything is going to be fine in the end. If it's not fine it's not the end

      Pat schrieb:

      Was in Deutschland fehlt, sind ungefähr 80.000 Pflegekräfte und worüber debattieren wir? Die Flüchtlingsfrage von 2015 und die Parteienfinanzierung.


      ich bin nicht politisch aktiv, bekomme also die Entwicklungen im Grunde nur "ganz normal" durch die Presse mit, aber Du sprichst mir in großen Teilen aus der Seele. Besonders auch mit dem Punkt, den ich zitiert habe, dieses Herumreiten auf der Flüchlingsfrage, die überhaupt nicht ansaztweise das drängenste politische Thema ist, das wir haben. Aber man hat den Eindruck, die CSU hat sich auf dieses eine Thema spezialisiert und reitet den populistischen Gaul, so lange er trägt. Erstaunlich nur, dass bei der Bundestagswahl von den westlichen Bundesländern Bayern dasjenige war, wo die AfD am meisten Stimmen erzielt hatte, und das OBWOHL es hier ja auch die CSU gibt. Ich hoffe auch, die CSU bekommt eine Klatsche, aber hoffentlich nicht zu Gunsten der AfD.

      Man muss wirklich aufpassen, dass die aktuellen politischen Tendezen nicht auch hierzulande zu einer Einschränkung der Grundrechte führen, das neue bayerische Polizeiaufgabengesetz macht da ja schon einen Anfang.
      rauchfrei seit 17.01.2008 / Umwege erhöhen die Ortskenntnis
      Ich denke, es wäre mal an der Zeit für eine Trennung der Schwesterparteien.
      mir stinkt es schon lange, dass diese Kasper aus Bayern, die nur dort gewählt werden können, auf Bundesebene so derart aufmischten können.

      Ansonsten sehe ich das wie ihr. Es wurde schon vor der Bundestagswahl in Umfragen deutlich, dass die Flüchtlingsfrage für die Mehrheit der Deutschen nicht das zentrale Thema ist, sondern Themen wie Bildungsgerechtigkeit oder bezahlbarer Wohntaum als viel wichtiger eingeschätzt wurden. Aber anscheinend hört Mamas dem Volk nicht zu, sondern denkt sich in vorauseilendem Gehorsam Dinge aus, die den Populisten Stimmen wegnehmen sollen. Wird nicht klappen, schätze ich.

      wie würdet ihr denn die Flüchtlingsfrage lösen?
      Gruß von Donna
      Youth is wasted on the Young.
      Das Problem mit der AfD ist relativ einfach erklärt. Gerade die Tatsache, dass die CSU, die ja christlich und sozial ist, zumindest dem Namen nach, die Denkart, Sprechweise und generelle Richtung kopiert hat, hat dazu beigetragen. Damit hat sie den AfD-Sprech salonfähig gemacht. Psychologie Kapitel 1: je öfter man etwas hört, umso mehr gewöhnt man sich daran und findet es irgendwann nicht mehr so schlimm. Und da die CSU eben mit Merkel regiert und die AfD noch zusätzlich die Forderung "Merkel muss weg" propagiert, war der Weg geebnet.

      Frau Merkel hat das "aussitzen" von ihrem politischen Ziehvater Kohl gelernt und das konnte ich damals schon nicht leiden. Ja, manche Probleme lassen sich tatsächlich aussitzen und lösen sich mit der Zeit von selbst. Fehlende Pflegekräfte und Kitaplätze, miese Rentenaussichten, Klimawandel (ich hatte letzte Woche Gelegenheit mit einem renommierten Klimaforscher zu sprechen, das muss ich bei Gelegenheit auch mal zusammenfassen) und ein gerechtes Steuersystem gehören alle nicht dazu. Und es macht mich einfach wütend wie hier Jahre und Jahrzehnte verplempert werden, die sich irgendwann kaum noch aufholen lassen, aber selbst wenn, die dann eben auch aufgeholt werden müssen. Das kostet das Geld und die Zeit aller und das hätte man sich echt sparen können. Mir ist immer noch ein Rätsel wieso die wiedergewählt wurde.
      Liebe Grüße
      Pat

      Everything is going to be fine in the end. If it's not fine it's not the end
      Donna, das ist eine kleine Frage, die wohl nicht so leicht zu beantworten ist.
      Auf jeden Fall nicht durch Lagerhaltung und Ausgrenzung.
      Ich denke, hier ist - und zwar weltweit - ein Zusammenwirken erforderlich.
      Wir brauchen mehr Geld und Personal, die sich um die Menschen kümmern, die hier sind. Das mal zuerst.
      (In Sachsen und anderswo gibt es übrigens auch noch Menschengruppen, deren Integration 1990 versäumt wurde, da müsste sich auch mal jemand kümmern :evil: ). Gleichzeitig müssen auch andere drängende Probleme wie der Mangel an bezahlbarem Wohnraum angegangen werden. Eines der Dinge, die ich oben nicht explizit mit aufgezählt habe. Denn die Probleme, die viele - nicht alle! - mit den Flüchtlingen haben, haben vorrangig gar nix mit den Flüchtlingen selbst zu tun, sondern eben mit der Tatsache, dass da jetzt noch mehr Menschen um die wenigen vorhandenen bezahlbaren Wohnungen konkurrieren. Um die Kitaplätze. Und eventuell um Arbeitsplätze. Um öffentliche Gelder. Hier braucht es mehr, dann wäre schon viel geschehen.
      Global gesehen wäre ich für eine europäische Zusammenarbeit bei der Aufnahme und Verteilung von Flüchtlingen. Italien und Griechenland werden da sehr allein gelassen und die haben im Moment echt auch so schon genug Probleme. Es müssen auch gar nicht alle europäischen Länder mitmachen, eine Allianz aus freiwilligen Staaten könnte schon einiges stemmen. Außerdem braucht es Einwanderungsgesetze, damit nicht jede Woche Menschen im Mittelmeer ertrinken. Ich bin da früher echt gerne geschwommen, im Mittelmeer, jetzt könnte ich da nicht mal mehr meinen kleinen Zeh reintauchen.
      Und dann hilft eben nur: Fluchtursachen bekämpfen. Wie man Kriege beendet, darüber debattiere und grüble ich schon seit der Friedensbewegung in den 1980ern. Im Moment ist mir hier selber nicht so friedlich zumute wenn ich sehe, wie ein paar alte, sture, rückwärtsgewandte und machtbesessene Männer mein schönes Bayern kaputt machen wollen. Der Rest, hauptsächlich die Flüchtlinge aus Afrika, hat viel mit Klima, Umwelt, dem Verlangen nach billigem Essen zu tun. Darüber kann ich mal 2 oder 3 Stunden referieren, wenn Du magst, aber heute nicht mehr
      Liebe Grüße
      Pat

      Everything is going to be fine in the end. If it's not fine it's not the end
      Das ist nett, danke, aber ich könnte mitreferieren. Ich bin GGK-Lehrerin, das ist mein täglich Brot.

      Aber wie man die alten Herren und Damen dazu bewegen kann, mal wieder zu hören, was ihre Auftraggeber eigentlich wollen, das weiß ich auch nicht. Ich wäre ja bei der Kanzlerschaft dringend für eine Begrenzung der Amtszeit und insgesamt dafür, dass man das Berufspolitikertum eindämmt. Damit Politiker wieder einen Bezug bekommen zu den Menschen, von denen sie so gerne reden. Siehe Jens Spahn oder auch Wolfgang Schäuble, dem ich von Herzen gönnen würde, dass er irgendwas Schönes finden würde, was er mit seinem Leben noch anstellen möchte.
      Gruß von Donna
      Youth is wasted on the Young.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Donna Quichote“ ()

      Sorry, muss splitten.

      Ich hatte vor zwei Jahren eine echte Begegnung der dritten Art mit einem Grünen im Landtag. Selbiger hat eigentlich nichts geleistet außer einem nicht beendeten Studium und einer anschließenden Politikerkarriere. Der hat noch nie irgendwo gearbeitet. Nachdem die Führung für die Schüler durch war, habe ich mit ihm geredet und ihn gefragt welche Motivation eigentlich grün-rot getrieben hat, das komplette Schulwesen im Ländle kaputt zu reformieren und warum sie nicht wenigstens die Realschulen in Ruhe gelassen haben. Da sagte der zu mir, dass sei halt typisch Lehrer. Immer würden wir nach der Revolution rufen und wenn sie dann bei uns ankäme, dann würden wir heulen. Das hat der sich echt getraut, ich fand das so unterirdisch.

      Der er hat genau Null Bezug zu dem, worüber er mit entscheidet und das ist leider bei vielen so. Siehe Jens Spahn.
      Gruß von Donna
      Youth is wasted on the Young.
      Was die Flüchtlinge betrifft und ein Einwanderungsgesetz, so denke ich tatsächlich, dass hier schnell was passieren muss und dass uns da kein Hoffen auf eine weltweite Lösung weiterbringt, auch wenn die auf lange Sicht wünschenswert wäre. Und ich weiß schon, welche Verantwortung wir alle zum Beispiel für Klimaflüchtlinge tragen müssten. Artikel 16 des Grundgesetzes war im Kontext der damaligen Zeit wichtig, aber niemand konnte ahnen, welche Auswirkungen das eines Tages haben würde.

      Ich bin bin der Meinung, dass wir so, wie wir jetzt an diese Frage herangehen, eine weitere massenhafte Zuwanderung nicht stemmen können. Und dass eine solche Vorgehensweise auch den Geflüchteten nicht weiterhilft, die teilweise jahrelang mit vor Gericht erstrittenen Duldungen ohne sinnvolle Perspektive hier leben. Merkel´sche Aussitz-Politik eben. Ihre Motivation, damals die Grenzen zu öffnen, kann ich nachvollziehen, aber die Art und Weise, wie man dann
      Gruß von Donna
      Youth is wasted on the Young.
      diejenigen, die das Ganze managen müssen, mehr oder weniger sich selbst überlässt, überhaupt nicht.

      Und ich glaube auch, dass es sinnvoll wäre, manchen Menschen klarzumachen, dass es hier kaum eine Perspektive für sie gibt und zu versuchen, sie daran zu hindern, überhaupt in solche Gummiboote zu steigen, die sie übers Meer bringen. Während es schön wäre, wenn man nicht Menschen abschiebt, die bei uns zwei Monate vor dem Schulabschluss stehen, eine Lehrstelle fest haben, super integriert sind, nur weil sie aus einem Balkanstaat kommen.

      Und ich weiß, dass man nicht Staatsangehörigkeit und Flüchtlingsstatus mit Verbrechen zusammenbringen darf, aber es ist halt Fakt, dass drei Mädchen noch leben würden, wenn dieser Staat konsequenter seine Möglichkeiten ausschöpfen würde und Menschen abschieben würde, die soweiso kaum eine Chance haben, hier dauerhaft zu leben. Und solange das nicht passiert, werden die Populisten immer weiter Aufwind haben.
      Gruß von Donna
      Youth is wasted on the Young.
      Donna, mein Angebot für das Referat war auch nicht zwingend nur an Dich gerichtet ;)
      Ich muss mich ein bisschen kurz fassen weil ich heute so einiges am Hals habe:

      Ich war schon immer der Meinung, dass zumindest Minister vom jeweiligen Fach sein müssen, ich habe schon als Kind nicht verstanden, wieso das nicht der Fall ist. Da entscheiden Menschen über Themen, von denen sie keine Ahnung haben. Bestenfalls holen sie sich Informationen bei Berufsverbänden oder irgendwelchen, wie auch immer gearteten Fachleuten, aber die, die es wirklich betrifft, wie in Deinem Fall die Lehrer, werden nicht gefragt.

      Donna Quichote schrieb:

      Und ich glaube auch, dass es sinnvoll wäre, manchen Menschen klarzumachen, dass es hier kaum eine Perspektive für sie gibt und zu versuchen, sie daran zu hindern, überhaupt in solche Gummiboote zu steigen, die sie übers Meer bringen. Während es schön wäre, wenn man nicht Menschen abschiebt, die bei uns zwei Monate vor dem Schulabschluss stehen, eine Lehrstelle fest haben, super integriert sind, nur weil sie aus einem Balkanstaat kommen.


      So sehe ich das auch.

      Donna Quichote schrieb:

      Und ich weiß, dass man nicht Staatsangehörigkeit und Flüchtlingsstatus mit Verbrechen zusammenbringen darf, aber es ist halt Fakt, dass drei Mädchen noch leben würden, wenn dieser Staat konsequenter seine Möglichkeiten ausschöpfen würde und Menschen abschieben würde, die soweiso kaum eine Chance haben, hier dauerhaft zu leben. Und solange das nicht passiert, werden die Populisten immer weiter Aufwind haben.


      Auch das ist richtig. Ich möchte noch hinzufügen, dass es statistisch in Deutschland seit 2000 (länger habe ich die Zahlen nicht parat) immer so um die 400 Morde im Jahr gibt. Jedes Jahr.

      Lösungen habe ich natürlich auch keine, aber doch einige Ideen und ich denke, die sind immer noch besser als einfach rumsitzen.

      Was ich im Moment am schlimmsten finde, ist dass gestandene Politiker offen verfassungswidrige Forderungen stellen. Da dreht sich mir echt der Magen um. Das ist Trumpismus pur. Und damit wäre die Frage wie so etwas in den USA geschehen konnte, auch schon beantwortet. Geht hier offensichtlich auch. Mal sehen, wie die Wahlen ausgehen.
      Liebe Grüße
      Pat

      Everything is going to be fine in the end. If it's not fine it's not the end
      >> Wie man Kriege beendet, darüber debattiere und grüble ich schon seit der Friedensbewegung in den 1980ern. <<

      Ich kann folgende Bücher empfehlen:

      Aufklärung jetzt


      Factfulness

      Man kann sicherlich auch diese Bücher kritisieren, denn auch Daten können bekanntlich lügen, durch ihre gekonnte Auswahl. Aber es sind Bücher gegen die gefühlte Wahrnehmung, die durch die Medien erzeugt wird. Medien berichten ja vor allem über Probleme, anders geht es ja auch nicht (Die tägliche Meldung, dass 100.000 von Flügen ohne Probleme stattfanden, ist jetzt nicht so newsworthy). So bekommen Probleme eine falsche Gewichtung. Und ja, natürlich gibt es sehr viele Probleme, aber - wie Herr Rosling in "Factfulness" so schön sagt: "Dinge können gleichzeitig gut und schlecht sein." Gut, weil sie sich in den letzten 20-50 Jahren enorm verbessert haben. Schlecht, weil sie immer nocht so gut sind, dass man nichts mehr tun müsste.

      Nichtsdestotrotz glaube ich, dass ein Kernaspekt zur Beendigung von Kriegen in der Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen weltweit liegt.
      Also bessere Bildung, Hygiene, medizinische Versorgung, Infrastruktur, ...

      Allem voran Bildung. Davon hängt sehr viel ab.

      Aber es sind sehr viele Faktoren und es natürlcih enorm komplex.

      Bzgl der Minister kann ich mit diesen Berufspolitikern auch nicht viel anfangen. Ich fand damals das Kabinett von Trudeau in Kanada richtig beeindruckend. Ob es heute noch so vielseitig ist, weiß ich nicht, aber damals war die Sportministerin Sportlerin, die Wissenschaftsministerin hatte einen Nobelpreis und die Ministerien, die das Ressort für Behinderte Menschen innehatte, saß im Rollstuhl (hoffe, ich erinnere mich richtig).

      Es gäbe noch so viel zur "Lage der Nation" zu sagen, aber das sind erst einmal meine Gedanken.
      Don't speak unless you can improve the silence.
      Über das Flüchtlingsthema denke ich so : Kriegsflüchtlinge und politisch Verfolgte sind bedingungslos aufzunehmen . Das ist für mich eine moralische Pflicht. Verteilung auf die Länder nach Finanzkraft der Länder . Flüchtlinge die sich über die Jahre integriert haben und selbst versorgen, dürfen bleiben auch wenn es Zeit für Rückführung wäre.
      Für Wirtschaftsflüchtlinge brauchen wir dringend ein Einwanderungsgesetz mit klaren Regeln. Beispiel: Braucht unser Land dringend Pflegekräfte , so können sich diese Menschen hier ausbilden lassen und dann auch bleiben und arbeiten . Übertragbar auf alle Berufe in denen hier Not am Mann ist . Und zu gleichen Löhnen wohlgemerkt. Ich denke hier werden wir an ein "Menschen sieben" nicht vorbei kommen.
      Das gefährliche Flüchten übers Land und Meer verhindern, indem man Einwanderungs/Asylanträge direkt vor Ort klärt . Keine Lager oder so was . In Form von Ämtern/Büros , wäre meine Vorstellung.

      Das Rentenproblem kann man nur lösen, indem man die Beiträge erhöht (das hört nur kein Wähler gerne) , alle in die Rentenkasse einzahlen müssen und es per Gesetz den Politikern verboten wird Geld aus der Rentenkasse für Zweckfremdes auszugeben.

      Thema Pflege : Wir brauchen eine Pflegevollversicherung ! Das Geld aus der Pflegeversicherung reicht einfach nicht aus, so das die meisten Pflegebedürftigen in der Sozialhilfe landen. Da wird man dann im Pflegeheim , nach einem langen Arbeitsleben, mit 112€ Taschengeld abgespeist . Das kann es irgendwie nicht sein. Bedeutet in jedem Fall wieder ein Angriff auf die Lohntüte . Oder wir machen es wie die nordischen Länder und finanzieren voll aus Steuern die Pflege. Wird aber auch nur über eine Steuererhöhung zu finanzieren sein. ................. Mein persönlicher Wunsch : Das jeder Pflegebedürftige die Hälfte seiner Rente behalten kann . Wunsch 2 : Das das Pflegegeld für die häusliche Pflege genauso hoch ausfällt, wie das was an die Heime gezahlt wird + einen Bonus für pflegende Angehörige.
      Es wird auch immer über mehr Pflegekräfte diskutiert. Die brauchen wir in jedem Fall ....... aaaaaber evtl. gar nicht so viele, wenn man die Heime mit modernen Pflegehilfen in Form von Gerätschaften besser ausstattet . Es gibt nämlich durchaus Apparaturen die den "zweiten Mann" ersetzen können. Zum Beispiel beim Heben aus dem Bett usw. Eine Freundin , selbst Pflegekraft, hatte eine Begehung in einem niederländischen Pflegeheim, und war neidisch auf deren Ausstattung bezüglich Pflegehilfsmittel.

      Das was in der Politik gerade läuft , ist Kasperletheater . Keiner traut sich ran, weil es halt Geld kostet. Und wer die Wahrheit sagt, wird evtl nicht gewählt . Also macht man nur klein-klein und Flickschusterei, oder besser gar nichts.
      "Das Wirken der
      Natur zu erkennen, und zu erkennen, in welcher Beziehung das menschliche
      Wirken dazu stehen muss : das ist das Ziel."

      Dschuang Dsi, Das wahre Buch vom südlichen Blütenland



      Ich bin nicht sicher, ob es so eine super Idee ist zu sagen, ihr könnt kommen, wenn ihr euch dann zu Altenpflegern ausbilden lässt.

      Weil, das haben wir schon. Das wird zum Beispiel an meiner Schule so gemacht. Und ich bin nicht sicher, ob es vielen Migranten ohne nennenswerte Deutschkenntnisse klar ist, auf was sie sich da einlassen, um bleiben zu können. Und ob wir damit alten und pflegebedürftigen Menschen einen Gefallen tun. Und ob diese Migranten wirklich für längere Zeit in diesem Beruf arbeiten werden, der für mich mehr als ein Job ist. Ich bezweifele es.
      Gruß von Donna
      Youth is wasted on the Young.
      @'Donna Quichote
      Deswegen sprach ich ja von "sieben" . Wir müssen uns da leider die "Creme de la Creme" raus suchen . Anders wird es wohl nichts werden. Ich habe das kürzlich in einer Doku gesehen. Dort wurden junge Menschen aus Nigeria , für die Gastronomie ausgebildet . Zimmer wurden vom Hotelbesitzer gestellt . Das hat gut funktioniert . Bei der Pflege muss man halt schauen ob Pflegehelfer oder Pflegefachkraft . Grundkenntnisse in der Sprache müssen halt sein. Aber das geht deutschen Auswanderern doch auch nicht anders, oder ? Klar müssen die mit Herzblut dabei sein. Genauso wie ein deutscher Azubi . Kannst Du auch nur vor den Kopf gucken und während der Ausbildung feststellen. Aber warum nicht mal als Modellversuch starten und gucken wie es läuft ?
      Allen können wir leider nicht gerecht werden. Dafür müsste sich die Welt komplett ändern. Daran glaube ich leider nicht.
      "Das Wirken der
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      Dschuang Dsi, Das wahre Buch vom südlichen Blütenland



      Nun, der Fall ist ziemlich klar: Deutschland gewinnt, Tunesien verliert.

      Fluchtursachenbekämpfung wäre es, wenn Deutschland vor Ort ausbilden würde, damit die jungen Leute nicht weiter im Mittelmeer ersaufen anstatt gut ausgebildete Kräfte abzuziehen.
      Liebe Grüße
      Pat

      Everything is going to be fine in the end. If it's not fine it's not the end
      Ja Hanni , ich kenne die Schattenseite. Aber wenn die Chancen oder das Leben so toll für diese Menschen wären, in Ihrem Heimatland, würden sie auch nicht weg gehen. Und die Menschen mit schlechter oder keiner Ausbildung, werden immer die Verlierer sein . Aber das ist in Deutschland nicht anders. Da kommt man dann mit Mindestlohn auch nur so gerade über die Runden. Um das zu ändern, müsste man jeden Beruf/Arbeit gleichwertig behandeln und bezahlen. Ob wir da mal hin kommen , bezweifle ich aber auch.

      Pat , nur Deutschland soll die ganze dritte Welt ausbilden ? Also , wir sind ja ein reiches Land und können bestimmt noch so einiges tun. Aber das würde uns auch überfordern. Es ist ja auch nicht so , das Deutschland nicht jedes Jahr viel Geld in die Entwicklungshilfe steckt. Leider versickert davon zu viel in Korruption. Und das ist wohl auch das wirkliche Problem dieser Länder : korrupte Politiker . Da muss man ansetzen , und auch gewisse Strukturen ändern, die Entwicklung stören. Was ist zum Beispiel mit Verhütung in diesen Ländern ? Findet aus Glaubensgründen meist nicht statt , nur mal so als Beispiel .

      Das sich auch was ändern kann, sieht man aktuell an Saudiarabien . Seit Januar dürfen Frauen dorrt auch öffentlich Fußball gucken und seit Mai Autofahren . Hört sich für uns irre an. Ist für die aber ein riesen Schritt. Ein Anstoß in die richtige Richtung. Aber auch unser Land hat für gewisse positive Entwicklungen seine Zeit gebraucht. Und es hat auch in unserer Geschichte viele Opfer zum Ziel gegeben (Gewerkschaftskämpfe usw.)

      Fazit : Wir können andere Länder unterstützen , Ihnen aber nicht alles abnehmen. Wie kann man dafür sorgen , das Hilfsgelder nicht in falschen Händen versickern? Wie bekommt man korrupte Politik dort weg ? Auch Religion ist oft noch ein hemmender Faktor . Und die Menschen müssen dort wieder Herr über Ihre "Felder" werden. Die Agrarausbeutung gehört verboten .

      Und unser eigenes Land zu überfordern , hilft dann niemanden mehr. Auch haben die Menschen hier ein Recht darauf , einen gewissen Wohlstand zu schützen, finde ich.

      Ich hatte mir auch dieses "einige Europa" ganz anders vorgestellt , muss ich sagen. Das man eben auch solche Probleme mal gemeinsam lösen könnte. Man sieht, es funktioniert leider noch nicht. Auch hier braucht Europa noch Zeit zur Entwicklung . Dabei denke ich nicht nur an Entwicklungshilfe , sondern die Lohngefälle innerhalb Europa . Das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt .
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      Dschuang Dsi, Das wahre Buch vom südlichen Blütenland



      Luke Warm schrieb:

      Pat , nur Deutschland soll die ganze dritte Welt ausbilden ?


      Wo bitte habe ich das denn gesagt??!! :nixweiss
      Irgendwann haben wir mal über Fluchtursachenbekämpfung gesprochen und alles was ich oben gesagt habe ist, es würde der Fluchtursachenbekämpfung dienen, wenn wir statt dem Land die ausgebildeten Menschen abzuziehen eben die unausgebildeten nehmen und diese unterstützen würden. Da kommen jetzt wieviele? 20? oder auch 100? Und das soll jetzt die ganze dritte Welt sein?
      Genau das hasse ich im Moment so, was Du da gerade machst, passiert im Moment überall: da wird einfach eine Behauptung aufgestellt, ohne jeden Hintergrund und ohne jeden Wahrheitsgehalt und dann versucht eine Pseudo-Diskussion zu entfachen

      Also lass bitte die Kirche im Dorf, ja? Ich habe niemals behauptet Deutschland solle die gesamte dritte Welt ausbilden und werde das auch niemals tun. Das wäre nämlich nicht zu machen.

      So. In Bayern sind im Moment 15000 Lehrstellen unbesetzt. Nur in Bayern. Die Zahlen für die gesamte BRD habe ich gerade nicht parat und keine Zeit zu suchen. Das Handwerk und die Pflege suchen händerringend. Und da könnten wir nicht ein paar Leute ausbilden? Ich wiederhole nochmals: ein paar, nicht die gesamte dritte Welt.
      Liebe Grüße
      Pat

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