Kajak, Kanu, SUP und überhaupt: auf dem Wasser

      Kajak, Kanu, SUP und überhaupt: auf dem Wasser

      Das wäre ja eigentlich ein Thread, den horstigner eröffenen müsste, der dazu ja so unendlich viel mehr zu sagen könnte als ich.
      Wie im Wander-Thread berichtet, haben wir uns ein Kajak (Faltboot) gekauft, um noch eine Outdoor- und Hobbyalternative zum Bergwandern zu entwickeln (wo unter sportlichen Gesichtspunkten dann auch der Oberkörper ein bisschen zum Einsatz kommt).

      Nach etwas Lieferzeit haben wir das Boot nun endlich bekommen, bzw. schon vor ein paar Wochen, haben aber erst jetzt Zeit gefunden, es endlich zu Wasser zu lassen. (EIGENTLICH waren wir schon letzte Woche so weit, haben das Boot schön aufgebaut, um am Ende festzustellen, dass zwei Teilen fehlen :S :wacko: :cursing: , die uns dann der Händler ab wenigstens ruckzuck besorgt hat. Das war natürlich ziemlich ärgerlich.)

      Aber gestern hat es dann nun geklappt. Der Aufbau des Bootes war doch in Teilen ziemlich kniffelig. Da die Haut ja sehr straff um das Gestänge sitzen muss (was sie auch tut) braucht man für manche Aufbauarbeiten ziemlich viel Kraft, da alles auf den Millimeter passt. Hier bekommen wir dann hoffentlich noch ein bisschen Routine und lernen den einen oder anderen Kniff, wie es vielleicht etwas leichter geht. Grundsätzlich ist da System schon ziemlich gut gemacht, wir haben aber für den Aufbau so ungefähr eine Stunde gebraucht, für den Abbau wesentlich weniger, vielleicht 20 Minuten. Das Faltboot befindet sich in einer Art Rucksack, der allerdings schon sehr groß und schwer ist, so dass ich nicht so sicher bin, ob wir das auch mit dem Zug oder Flugzeug transportieren können, was ich eigentlich gehofft hatte. Wahrscheinlich schon, könnte aber auch lästig werden. Mit dem Auto kein Thema.

      Das Paddeln selbst war wunderschön! Wir waren auf einem ruhigen Alpensee. (Ok, ruhig ist relativ, weil da eine beliebte Motorradstrecke entlang läuft und ganz ehrlich .... warum müssen einige davon so unglaublich laut sein, das ist echt frech!). Im Gegensatz zum Wandern ist das Paddeln noch mal eine Nummer entschleunigter (kaum zu glauben, aber wahr), weil bei Bergwandern immer wieder neue Perspektiven entstehen, die Aussicht beim Paddeln sich jedoch deutlich weniger verändert. Jedenfalls auf einem See, auf dem Fluss tut sich in Sachen Perspektivwechsel mehr, das müssen wir noch ausprobieren. Da wir mit dem Faltboot jetzt auch nicht gerade ins Wildwasser gehen werden (was wir ja ohnehin aufgrund fehlender Erfahrung nicht machen würden), ist das also jetzt nicht unbedingt eine Sache für Adrenalinjunkies. Jedenfalls nicht so, wie wir das betreiben werden. Aber es wird sicher auch nicht immer so sein wie gestern, mit spiegelglattem Wasser. Wir waren trotzdem ziemlich kaputt am Ende, obwohl wir nicht großartig Strecke gemacht haben. Aber es war einfach auch sehr heiß gestern.

      Ich freue mich aber sehr auf weitere Touren. Wir werden sicher erstmal noch ein paarmal auf die hiesigen Seen gehen und ein bisschen üben. Gerne auch vielleicht mal Zweitagestouren mit Gepäck (Zelt und so), um zu schauen, ob wir das alles bequem unterkriegen. Müsste gehen, wenn man sich gut organisiert. Und dann reizen mich auch eni paar Flusstouren, die Isar und die Donau am Donaudurchbruch wären mal was.

      Also insgesamt thumbs up :xyxthumbs . Beim Aufbau noch ein bisschen Routine und bei allen Handgriffen noch etwas mehr Erfahrung, dann wird das richtig schön :) .

      Und jetzt mal schauen, ob ich ein Foto einbinden kann :S :wacko:

      rauchfrei seit 17.01.2008 / Umwege erhöhen die Ortskenntnis

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      Schöööön!

      Danke für Bericht und Bild, Lag, Das klingt auch sehr schön.

      Alle haben hier soviel zu berichten nur bei mir ist nix los.
      Nagut, wird auch wieder anders....
      Liebe Grüße
      Pat

      Everything is going to be fine in the end. If it's not fine it's not the end
      Ich versuche noch ein Foto ...
      So sieht der Kahn aus. Finde jetzt nicht, dass man da gleich sieht, dass es ein FALTBOOT ist. Demnächst mach ich dann mal ein Foto vom verpackten Zustand.


      @Pat. Ich habe schon den Eindruck, dass bei Dir auch viel los ist ... Du machst eben andere Sachen, bis ja auch gesellschaftlich aktiv. Aber klar, für Urlaub und Erholung braucht man auch Zeit, ich hoffe Du kannst Dir da bald mal den einen oder anderen Freiraum verschaffen.
      rauchfrei seit 17.01.2008 / Umwege erhöhen die Ortskenntnis
      ja, viel los schon, da hast Du Recht
      aber nichts, was zu so schönen Postings führt wie das hier von Dir oder das nebenan von Schelminen :]
      Liebe Grüße
      Pat

      Everything is going to be fine in the end. If it's not fine it's not the end
      Das sieht sehr cool aus und ich wünsche euch damit viele Späße!
      Unsere Freunde hatten im Urlaub ein SUP dabei (zum Aufblasen), das wurde im Flugzeug als Bulk Gepäck transportiert, aber ich denke, euer Teil ist vermutlich noch ein Stück größer.
      Don't speak unless you can improve the silence.

      Hanni schrieb:

      Unsere Freunde hatten im Urlaub ein SUP dabei (zum Aufblasen), das wurde im Flugzeug als Bulk Gepäck transportiert, aber ich denke, euer Teil ist vermutlich noch ein Stück größer.


      Ja, vermutlich. Die Packmaße sind 120x40x30, für so ein großes Boot also echt ok, aber sicher größer und schwerer als ein SUP. Es wiegt unter 25 Kilo. Die meisten Fluglinien bieten ja die Beförderung von Sportgepäck an, z.B. Fahrräder bis 25 Kilo, das ist also eigentlich auch nicht kleiner oder leichter. Ich würde, sofern mal eine Flugreise mit dem Ding geplant ist, einfach vorher bei der Airline anrufen und das klären.

      Waaaaahnsinn, wie viele SUPs gestern unterwegs waren, einer hatte sogar seinen Hund mit auf dem SUP stehen, total niedlich. Wenn ich nur mal eben so einen Tag aufs Wasser wollte, würde ich mir auch so ein SUP zulegen, ist eine unkomplizierte und schöne Sache. Geht natürlich nur auf relativ ruhigen Gewässern, denke ich, außer vielleicht bei irgendwelchen Vollprofis.

      FellowEarthling schrieb:

      macht Lust aufs Ausprobieren!


      Wir haben es vorher auch ausprobiert, auf der globeboot (globetrotter). Wird auch in Köln angeboten. Dieses Jahr isses allerdings schon rum, aber vielleicht für nächstes Jahr interessant? SUPS kann man da auch ausprobieren. Ist auch ganz nett völlig ohne Kaufabsichten, einfach mal um zu schauen, ob einem das Spaß machen würde oder nicht.
      rauchfrei seit 17.01.2008 / Umwege erhöhen die Ortskenntnis

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „lagarto“ ()

      Ja, hier in München auch. Ist aber winzig, da bist Du ja mit einem Paddelschlag durch. Bei der globeboot kann man die Boote in einem "echten Gewässer" ausprobieren, die Münchner Filiale macht die Veranstaltung am Chiemsee. Die Kölner am Heider Bergsee in Brühl, habe ich gerade nachgeschaut. Aber für einen ersten Eindruck ist das Indoor-Bassin sicher nicht schlecht.
      rauchfrei seit 17.01.2008 / Umwege erhöhen die Ortskenntnis
      Freut mich, Lag, dass Du nun Faltbootbesitzer bist. Glaub mir, einmal angefangen kommst Du davon nicht mehr los, wenn die ersten Touren gut ausgewählt sind. Ein schönes Bötchen hast Du da. Ein Tipp für die Streckenwahl: Der Trick (und Reiz) liegt darin, die Strecken zu finden, wo man ohne Boot nicht hin kommt. Die Abschnitte, wo keine Straße und kein Weg am Ufer lang führen. Dann taucht man ab in die Welt, in der man allein ist mit sich und der Natur, wo man sich allein auf die Geräusche der Natur und des Wassers konzentriert, und man erwacht erst in der Realität, wenn man wieder in Straßen- oder Wegnähe kommt, wo sich all die Nicht-Paddler tummeln. Es gibt zu jeder Gegend gute Lektüre mit Streckenempfehlungen.

      Noch eine Empfehlung zur Sicherheit: Eine Schwimmweste gehört zur Standard-Ausrüstung, selbst auf einem kleinen Alpensee. Du wirst keinen erfahrenen Paddler ohne Schwimmweste sehen, weil jeder schon im persönlichen Umfeld von den unglaublichsten Unfällen gehört hat, bei denen eine Weste geholfen hätte. Und zur Kleidung: "dress for water, not for air" ist ein Satz, der immer beachtet werden sollte. Ein kalter Alpensee kann auch dann 12° haben, wenn draußen 30° sind. Und mit T-Shirt und kurzer Hose ist nach zwei-drei Minuten Schluss mit Lustig. Ich selbst habe schon Leute aus der Ardeche gefischt, die ohne mich nicht mehr das nahe Ufer erreicht hätten, obwohl es draußen kochend heiß war.

      Der Globetrotter in Köln hat leider nicht viele Boote da. Wer etwas weiter fahren möchte, der kann bei Arend Bloem alle Boote direkt auf dem See testen, und er hat hunderte: arendbloem.nl/
      "How could I know, that the days that passed along, was life itself?"
      (Steinar Willassen)
      Lagarto, das klingt toll! Freut mich, dass euer Boot euch Spaß macht (für mich als Laien sieht es jedenfalls toll aus, wie ein Boot eben :thumbsup: ).
      Ich denke auch, dass es ein Hobby wird, bei dem es noch viel zu lernen, beachten und zu probieren gibt (siehe Horstinger)

      Ich bin sehr gespannt auf weitere Berichte.
      Liebe Grüße,
      Schelmine

      Eigentlich bin ich sehr hübsch; das sieht man nur nicht so.
      :zopf

      Horstinger schrieb:

      Eine Schwimmweste gehört zur Standard-Ausrüstung


      Hallo Horstinger,

      vielen Dank für Deine Tipps. Eine Schwimmweste haben wir schon, auch wenn wir die, zugegeben, auf der ersten Tour nicht angezogen haben. Wir haben uns beim Paddeln ziemlich am Rand gehalten und das Wasser hat schon unglaubliche 20 Grad bei stabilem Sommerwetter. Wir haben auch für diese Sportart geeignete Neoprenazüge gekauft, auch die hatten wir aber nicht an. Ich weiß, dass Hypothermie ein ernstzunehmender Faktor ist. Danke also noch mal für Deinen Hinweis, wir werden das noch ernster nehmen. Ich weiß ja vom Bergwandern, wie viele Leute die Gefahren in dern Bergen nicht ernst genug nehmen und bin dann auch immer geschockt, welche Sachen ich da so sehe.

      Ja, die richtig einsamen Ecken, die man ohne Boot nicht erreicht, sind natürlich die reizensten Touren, das kann ich mir gut vorstellen. Diese Eckchen sind in unserer gut erschlossenen Gegend schon rar. Wobei, es gibt schon Ecken, wo man wenigstens motorisiert nicht hinkommt. Ich bin dabei, mich einzulesen, habe jetzt erst mal ein Buch zu den Alpenseen gekauft.

      Besonders freue ich mich aber auch auf Flusstouren, das muss gar nicht soooo einsam sein, das kann ich mir durchaus auch als Tour von Örtchen zu Örtchen vorstellen. Dieses Jahr wird es schwierig mit einer Mehrtagestour, da auch familiären Gründen schon die Urlaube anders verplant sind, aber nächstes Jahr machen wir sicher mal einen richtigen Kajakurlaub.

      @Schelmine. Danke, ich werde weiter berichten :)
      rauchfrei seit 17.01.2008 / Umwege erhöhen die Ortskenntnis
      hätte mich bei Dir auch gewundert, wenn da keine Weste und ein Neopren zur Ausrüstung gehört hätte. Irgendwann ist es in Fleisch und Blut gegangen, diese auch zu tragen, und man fühlt sich ohne Weste komisch auf dem Wasser. Bin gespannt auf Deine weiteren Berichte.

      Um Flüsse zu befahren, empfehle ich Dir einen DKV-Flussführer. Da hast Du direkt die Ein- und Aussatzstellen, die Schleusen, die Wehre und was man sonst alles wissen muss. Die wenigsten Flüsse sind ja leider hindernisfrei zu befahren, da sollte man wissen wo man raus muss.
      "How could I know, that the days that passed along, was life itself?"
      (Steinar Willassen)

      Horstinger schrieb:

      DKV-Flussführer


      Ja, den werde ich mir auf jeden FAll besorgen und vor einer Tour gut studieren. Es gibt ja keine Flüsse hier in Deutschland ohne Wehre, Staustufen oder ähnliches. Ich muss mir da sowieso noch viel anlesen, wie das alles so funktioniert auf einem Fluss, wo ja auch noch anderer Verkehr unterwegs ist, ich werde mich da nicht völlig naiv ins Bötchen setzen.

      Was tragt ihr denn für Klamotten im Boot, wenn es mal draußen schon kühl ist, ihr seid ja auch viel in Skandinavien unterwegs? Nichts, was sich mit Wasser vollsaugt, nehme ich an. Also keine normalen Baumwollklamotten und so, das wäre schon klar. Würde denn ein Fleece oder sowas einigermaßen "richtige" Ausrüstung sein. Funktonsklamotten haben wir ja wirklich ausreichend, nur was man da so auf dem Wasser trägt (außer Neopren) weiss ich echt nicht. Bin für Tipps dankbar ^^
      rauchfrei seit 17.01.2008 / Umwege erhöhen die Ortskenntnis
      Wir sind mittlerweile dem Trend gefolgt: wir haben den Neopren an den Nagel gehängt, und gegen eine Trockenhose mit Trockenjacke ersetzt. Es ist ein sehr viel angenehmeres Paddeln, vor allem wenn man das Zeug den ganzen Tag an hat. Das Funktionsprinzip ist einfach: Das Außenmaterial ist wie bei einer sehr guten Regenjacke, und an allen Löchern für die Gliedmaße sind dichte Abschlüsse aus Neopren oder Latex. Das Ganze gibt es dann auch als kompletten Trockenanzug. Drunter tragen wir Merino, oder -wenn es richtig kalt- ist, Kwark. Und das beste daran ist, dass man nicht nass wird , auch wenn man mal ins Wasser muss, zB beim Anlanden an steilen felsigen Küsten oder bei starken Wellen, wenn man mal nicht direkt bis ans Ufer paddeln kann.
      Hier mal ein paar Tipps für wirklich gute Sachen:

      denk-outdoor.de/paddeljacken/

      denk-outdoor.de/search?sSearch=kwark
      "How could I know, that the days that passed along, was life itself?"
      (Steinar Willassen)
      He! 8o
      Willkommen im Club!
      Da habt ihr euch ein sehr schönen neues Hobby ausgesucht. Horstinger hat ja schon ein paar sehr richtige und wichtige Dinge geschrieben. Vielleicht kann ich als Tagesausflugspaddler noch etwas beitragen.
      Mir reicht da meistens für Kurzausflüge im Sommer ohne Wetterüberraschung auf kleineren Seen: eine Jogginghose, plus Crocs, plus T-shirt, plus Kappe, plus Sonnenschutz (Schwimmweste ist ja eh klar)
      Sind die Wetteraussichten durchwachsen oder es geht auf einen großen See: s.o. plus Spritzdecke, plus Windbreaker, plus Ersatzpaddel.
      Habt ihr schon Schwimmwesten?
      Hier darauf achten, dass sie im Rücken nicht auf den Sitz aufstoßen. Die Westen für Kanus und Kajaks sind ziemlich verschieden. Schiebt der Sitz die Weste hin und her, scheuert die Weste, was ziemlich (Achtung Flachwitz) bescheuert ist.
      Es ist so geil ein Gewässer per Kajak zu erkunden. Man kommt in Ecken und sieht auch Tiere, die man so nie zu Gesicht bekommt.
      In diesem Mai habe ich meinen ersten Biber gesehen! (in Schweden)
      Donna, das ist sehr lieb. Ich bin hier aber nur noch selten und du bist sonst ja nirgends. (Leider!)
      Gerne würde ich dich und noch ein paar andere in mein umfangreiches Facebookuniversum (also so aktuell ca. 35 Leute) integrieren.
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      Crocs trage ich selbstverständlich noch nicht mal im Boot. Nur darauf. Das mach Sinn, wenn man mal wo aussteigen muss.

      Ok, manchmal trage ich sie auch am Badestrand. Oder zum Einkaufen - kurz zum Bäcker.
      Aber nur selten. Oder ab und an zum Rasenmähen. Das ist witzig, die kurzen Halme kitzeln so an den Zehen. Aber sonst...
      Letztens war ich beim Zahnarzt, da hatte ich doch glatt vergessen sie auszuziehen! DIE haben geguckt - witzig.
      Im Winter mache ich immer den Bügel nach hinten, wegen der Sicherheit.
      Kennst du eigentlich den Song von Joe Crockser: "You can leave your Crocs on!" ??
      Aber sonst............. Nö!

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