Bei Geld hört die Freundschaft auf...

      Bei Geld hört die Freundschaft auf...

      Eine Fußball Dauerkarte würde ich bei Verhinderung einem Bekannten... 18
      1.  
        Kostenlos zur Verfügung stellen (18) 100%
      2.  
        Für den Preis eines Spiels zur Verfügung stellen (0) 0%
      Huhu,

      nehmen wir an, ihr hättet eine Fußball Dauerkarte für die Bundesliga und könntet ausnahmsweise an einem Spiel nicht teilnehmen. Würdet ihr die Karte dann an jemanden aus dem Bekanntenkreis kostenlos weitergeben oder würdet ihr für das Spiel die tatsächlichen Kosten (Kosten Dauerkarte/Anzahl Spiele) verlangen?

      :wavy

      Hanni
      Don't speak unless you can improve the silence.
      Kostenlos.

      Wir haben auch schon 2x Theaterkarten verschenken wollen, 1x hatten wir die Karten gewonnen und haben sie verschenkt, 1x hatten wir selbst keine Lust mehr, hinzugehen. Alle anderen allerdings auch nicht.
      Liebe Grüße,
      Schelmine

      Eigentlich bin ich sehr hübsch; das sieht man nur nicht so.
      :zopf
      Ich wurde vor ein paar Monaten glücklich beschenkt für eine kostenlose Konzertkarte. Ich durfte quasi mitgehen weil jemand krank wurde. Ich wollte die Karte bezahlen, durfte nicht, dann hab ich die Getränke bezahlt. Also ich würde sie auch verschenken wenn es gute Freunde sind.
      Keep calm and keep on trucking
      abgesehen davon, dass ich gar niemals nicht eine Fußballkarte mein Eigen nennen würde, würde ich sie selbstverständlich verschenken.
      Liebe Grüße
      Pat

      Everything is going to be fine in the end. If it's not fine it's not the end
      Danke für eure Antworten, ich sehe das auch so. Situation war, dass mein Mann gefragt wurde, ob er mit der Dauerkarte eines Bekannten zusammen mit einem anderen Bekannten zum Spiel heute gehen möchte. Mein Mann hat erst zugesagt (vor einer Woche) und dann am Freitagmorgen abgesagt, weil er kurzfristig seiner Mutter helfen muss, die krankheitsbedingt Unterstützung braucht.ihm war nicht klar, dass der Bekannte Geld für die Karte wollte und hat das erst festgestellt, als der Bekannte plötzlich 40€ verlangte, weil er die Karte nicht mehr anderweitig loswird.
      Ich finde das ehrlich gesagt ziemlich übertrieben, aber Menschen scheinen da unterschiedlich zu ticken.
      ich bin aber froh, dass ihr das auch eher freundschaftlich seht.
      Don't speak unless you can improve the silence.
      So ein Verhalten kann ich nicht nachvollziehen. Um es mal wohlwollend zu formulieren....
      Sich selbst besiegen ist gar nicht so schwer, sofern man nur richtig Partei nimmt zwischen den beiden Seelen in seiner Brust!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Erie“ ()

      Oh, es gibt so Leute.
      Ich kannte mal eine Gruppe von 4 Mädels, die immer am Wochenende zusammen weggegangen sind.
      Ländliche Gegend, das heißt, man muss fahren. Das haben die abwechselnd gemacht, jedes WE eine andere. Und da kamen dann so Aussagen wie: letztes Wochenende sind wir nach Kaff A gefahren, das waren 18 km, dieses Wochenende, an dem ich fahre, fahren wir nach Kaff B und das sind aber 22 km, da müsst ihr mir aber noch ein Getränk ausgeben, weil das ja weiter ist.

      Diese Erbsenzählerei ist einfach nicht meine Welt. Aber wenn ich so drüber nachdenke, Miss Ihr-müsst-mir-ein-Getränk-ausgeben hatte immer mehr Geld als ich :wnix
      Liebe Grüße
      Pat

      Everything is going to be fine in the end. If it's not fine it's not the end
      Ich sehe es ein bisschen differenzierter, vielleicht. Deine Ausgangsfrage, Hanni, die würde ich ganz eindeutig so beantworten, wie alle hier: Karte verschenken!

      Jetzt das Problem: Dein Mann; Hanni, hat die Karte angenommen und dann wieder abgesagt. Das kann natürlich vorkommen, ist aber auch nicht so wahnsinnig toll. Ich habe neulich, weil meine bessere Hälfte verhindert war, eine Konzertkarte verschenkt. Die Beschenkte hat die Karte genommen und mich dann, auch da gab es natürlich ein Argument, doch darauf sitzen lassen. Und natürlich habe ich auch das so hingenommen, aber ein bisschen Ärger war schon da, auch wenn ich dadurch keinen Nachteil hatte, außer dass ich eben auch so schnell niemand anderen gefunden habe und alleine zum Konzert gehen musste. Natürlich soll man, wenn man etwas verschenkt, damit keine Erwartungshaltung an den Beschenkten verknüpfen, ein Geschenk soll einfach von Herzen kommen und der Beschenkte kann damit machen was er will. Andererseits kommt bei einer Absage natürlich schon der Gedanke auf: leichtfertig angenommen, weil kostet ja nichts. Und dann halt doch keinen richtigen Bock gehabt und wieder abgesagt, kostet ja auch nichts. Ich finde, Dein Mann, Hanni, muss sich schon die Frage stellen, ob es denn keine andere Möglichkeit gegeben hätte, die Karte doch einzulösen. Ok, das Argument, dass man seinen hilfsbedürftigen Eltern kurfristig beispringen muss, ist kaum zu schlagen. Ich kann mir schon irgendwie entfernt auch vorstellen, dass dem Schenker, der nun doch Geld zu verlangen, der Gedanke, Geld zu nehmen, erst gekommen ist, als Dein Mann abgesagt hat, einfach aus Ärger über die kurzfristige Absage. Auch wenn ich das persönlich doof finde.

      Übrigens denke ich das manchmal bei Forumstreffen, die in der Vergangenheit hier organisiert wurden. Am Anfang immer breite Zustimmung, weil Zusagen kann man ja mal. Dann macht sich jemand die Mühe, reserviert Zimmer, ruft an, macht und tut und dann trudelt regelmäßig eine Absage nach der anderen herein.

      Ihr wisst, was ich meine: für mich ist Hannis Beispiel nicht nur ein Geldthema, sondern es geht auf der anderen Seite auch um Zuverlässigkeit. Jetzt will ich nicht sagen, dass Hannis Mann unzuverlässig ist, aber er muss vielleicht dem Kartenanbieter schon sehr deutlich die Dringlichkeit seiner Absage erklären. Und man muss sich die Zusage für so eine Sache schon sehr gut überlegen und es absolut ernst meinen und nicht nur so aus einer Laune heraus.
      rauchfrei seit 17.01.2008 / Umwege erhöhen die Ortskenntnis

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „lagarto“ ()

      Ich würde die Karte ebenfalls kostenlos abgeben. Ich selbst kann sie ja nicht gebrauchen, dann soll doch ein anderer Freude damit haben.





      Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen. Wenn sie verschwunden sind wirst du weiter existieren, doch aufgehört haben zu leben. (Mark Twain)
      Ja, deshalb habe ich hier auch gefragt und ich kann dein Argument absolut nachvollziehen.

      Bei Konzertkarten sehe ich es tatsächlich auch so wie du, Lag. Denn Konzertkarten sind etwas, das man im speziellen gekauft hat und das ist eine einmalige Gelegenheit. Da ist es m. E. eine etwas andere Situation.

      Bei einem Abo (sei es Theater, Fußball oder sonstwas) sehe ich es etwas anders. Denn da geht es darum, dass man etwas übrig hat, was sonst verfallen würde, was bei einem Abo von vorneherein klar ist, dass man vermutlich nur 80% der Termine wahrnehmen kann. Man hat es aber trotzdem abgeschlossen.

      In dem Fall hätte mein Mann die 40€ durchaus sogar bezahlt, wenn er denn mitgegangen wäre. Er ist aber einfach davon ausgegangen, dass es bei einem Abo nicht so dramatisch ist, wenn er absagt, da kein Geld verloren geht. Das Argument des Bekannten war, dass er die Karte sonst an einen Arbeitskollegen verkauft hätte und ihm jetzt 40€ "fehlen". Er war definitiv von vorneherein darauf aus, die Karte zu verkaufen.
      Mein Mann hat die Absage schon mit "familiärer Notfall" und Erklärung begründet - der Mann seiner Mutter hat Parkinson und braucht durchgehend Betreuung, die Mutter konnte es krankheitsbedingt nicht leisten.

      Der Punkt ist, dass das Geldproblem nicht aufgetreten wäre, wenn er die Karte vorher "einfach so" abgegeben hätte. Er ist ja die Person, die NICHT mitkommen kann. Ihm ist es also egal, er hat nicht zwei Karten und muss dann alleine gehen, sondern er selbst geht ja gar nicht. Und der Arbeitskollege kennt den anderen Bekannten gar nicht, das wäre auch kein Argument für "einer muss alleine gehen".

      Ich weiß aber auch, dass es viele Leute gibt, die extrem aufs Geld schauen. Ich hatte mal den Fall, dass ich zu einer Geburtstagsfeier (privat! zu Hause!) eingeladen war, um einen Salat gebeten wurde (und auch mitbrachte) und dann noch beim Verabschieden für die Getränke bezahlen sollte. Das fand ich sehr befremdlich ...

      :wavy

      Hanni
      Don't speak unless you can improve the silence.

      Hanni schrieb:

      Ich hatte mal den Fall, dass ich zu einer Geburtstagsfeier (privat! zu Hause!) eingeladen war, um einen Salat gebeten wurde (und auch mitbrachte) und dann noch beim Verabschieden für die Getränke bezahlen sollte. Das fand ich sehr befremdlich ...


      Au weia, Sachen gibt es.

      Ich habe auch mal eine Frage. (...)
      Findet Ihr es legitim, wenn die Freundschaft zu wackeln beginnt, wenn ihr merkt, es baut sich da ein Unlgeichgewicht auf in Sachen "Geben und Nehmen". Sollte Freundschaft da über allem stehen?
      rauchfrei seit 17.01.2008 / Umwege erhöhen die Ortskenntnis

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „lagarto“ ()

      Lag, sowas ist immer schwierig.
      Ich gehe bei mir in solchen Fällen immer nach Gefühl.
      Solange es sich für mich ok anfühlt ist es das
      und wenn es sich nicht (mehr) ok anfühlt, dann muss man mal reden.
      ich denke, eine Freundschaft sollte ein offenes Gespräch aushalten
      Liebe Grüße
      Pat

      Everything is going to be fine in the end. If it's not fine it's not the end
      ​Da haben wir uns zu dritt einen Snack geteilt, den er bezahlt hat. Dabei hat er der sehr liebenswerten Bedienung ein wirklich peinlich mickriges Trinkgeld gegeben und sich noch einen Bewirtungsbeleg für die Steuer ausstellen lassen.
      das finde ich Panne. Ich würde in dem Fall öfter zum Essen einladen oder ne Pizza bestellen. Und Wein mitbringen als Gastgeschenk.
      Ich finde schon, dass man es ansprechen sollte, wenn Methode dahintersteckt, es also öfter vorkommt. Finde das es ein Ausnutzen ist.
      Don't speak unless you can improve the silence.
      Ja, Hanni, das ist grundsätzlich richtig, es kommt aber auch darauf an, wie er tatsächlich finanziell aufgestellt ist.
      Liebe Grüße
      Pat

      Everything is going to be fine in the end. If it's not fine it's not the end

      Hanni schrieb:

      Ich hatte mal den Fall, dass ich zu einer Geburtstagsfeier (privat! zu Hause!) eingeladen war, [...] und dann noch beim Verabschieden für die Getränke bezahlen sollte.


      Ich finde an der Geschichte mit dem Fußballabo und an dieser hier so befremdlich, dass anscheinend vorher nicht deutlich gesagt wurde, was erwartet wurde. Ich würde es zwar anders machen, fänd es aber in Ordnung wenn jemand deutlich sagt: "Hey, magst Du meine Fußballkarte für 40,- Euro haben?". Oder "Komm doch zur Party und bring einen Salat mit. Ach ja, die Getränkekosten teilen wir hinterher, weil ... mehr-oder-weniger-überzeugender-Grund". Wie gesagt: Ich würde das so nicht machen und wahrscheinlich beide Angebote ausschlagen. Aber es wäre wenigstens klar, was von mir erwartet worden wäre.

      Aber hinterher damit kommen? Wie wäre das denn abgelaufen, wenn Hannis Mann zum Fußballspiel gegangen wäre? "Schön, dass wir uns gerade treffen. Ich hätte dann übrigens gerne 40,- Euro von dir, zahlst Du bar oder überweist Du es mir?"

      dideldi,

      Mroann
      > 1 Jahr rauchfrei