Wie soll es denn nun weitergehen?

      Wie soll es denn nun weitergehen?

      Groko? Groko von der SPD-Basis geschreddert? Minderheitsregierung? Neuwahlen?

      Was denkt ihr?

      Mir wäre eine Minderheitsregierung im Moment am sympathischsten. Bei Neuwahlen hätten wir den ganzen Sondierungskäse wieder von vorne und es wäre noch schwerer, eine Mehrheit hinzukriegen. Das im Moment angedachte Gruselkabinett jagt mir kalte Schauer den Rücken herunter. Die ewige Kanzkerin sowieso.

      Ich bin daneben echt wütend, dass das Politiker-Volk meinen Job deutlich erschwert hat. Wie soll man jungen Erstwählern noch glaubhaft erklären, dass sie nicht verarscht werden und dass wählen sich wirklich lohnt?
      Gruß von Donna
      "Ich freu mich, wenn' s regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch." (Karl Valentin
      Mein Wunsch wäre ebenfalls Minderheitsregierung. Wird aber vermutlich wohl eine Neuauflage des Stillstands werden
      Liebe Grüße
      Pat

      Everything is going to be fine in the end. If it's not fine it's not the end

      Emilia schrieb:

      Allerdings bin ich da eigentlich wenig optimistisch...


      Ich bin bei dir, wenngleich es glaube sehr eng wird.

      Minderheitsregierung wäre zur Zeit das einzige was meiner Meinung nach Sinn machen würde - aber da sollten wir uns mal nichts vormachen. Die CDU/CSU hat das deutlich ausgeschlossen (na ja, so manch ein anderer hat auch einiges ausgeschlossen 8) ) das es dazu kommen wird.

      Was mich am meisten ärgert, ist die Ursprungsaussage: Wir gehen in keine Groko die mal fix, als es dann doch um Macht ging, geschmissen wurde und diese ganze Personalgrütze die da gerade abläuft.

      Andererseits ärgert es mich aber auch maßlos, dass der SPD die Verantwortung "in die Schuhe" geschoben wurde. Jamaika funktioniert nicht also MUSS die SPD ran. Sie hat ja schließlich einen Wählerauftrag! Wählerauftrag bei 20% ?
      Jedes Ende ist auch ein neuer Anfang....

      Minderheitsregierung . Und alle die ich kenne, sehen das auch so . Ich verstehe überhaupt nicht, warum suggeriert wird , das Wahlvolk wolle unbedingt die Groko oder Jamaika
      "Das Wirken der
      Natur zu erkennen, und zu erkennen, in welcher Beziehung das menschliche
      Wirken dazu stehen muss : das ist das Ziel."

      Dschuang Dsi, Das wahre Buch vom südlichen Blütenland



      Eigentlich würde ich sagen, macht es noch einmal und dann ordentlich. Allerdings könnte das katastrophal enden, weil das Wahlvolk so genervt ist, dass selbst besonnene Bürger Protest wählen.
      Minderheitsregierung war auch anfänglich mein Favorit. Inzwischen glaube ich aber, es würde blockiert werden, was das Zeug hält. Denn es geht den Damen und Herren vor allem um Posten und Macht.
      Viele Grüße von Magie

      Leben ist das, was dir passiert, wenn du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.
      Ich habe gestern ein grauenvolles Bild von Frau Nahles sehen müssen, auf dem sie ihr strahlendstes Lachen präsentiert hat. Und ich würde sie dringend mal zur Zahnreinigung schicken wollen.

      Es ist mir echt egal, wie Politikerinnen aussehen, aber die Nahles ist insgesamt echt schmuddelig und ungepflegt und das geht in gar keinem Beruf.
      Gruß von Donna
      "Ich freu mich, wenn' s regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch." (Karl Valentin
      Schmuddelig und pöbelhaft, möchte ich hinzufügen. Ohne den Eifelmenschen zu nahe treten zu wollen. Aber der unmögliche Waldi von Bares für Rares UND Nahles kommen beide aus der Ecke. Gibts da schon einen Zusammenhang, oder ist das nur Zufall ?
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      The best is yet to come!

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      Zufall, Kapitän, natürlich nur Zufall...
      Ähnliches Problem auf der anderen Seite des Rheines - durch Jahrhunderte hinweg gepflegte Verwandtschaften. Als ich zuletzt (eher spaßeshalber) von Inzest sprach, wurde ich fast gesteinigt. Natürlich sind in einem Dorf, in dem 90% der Bewohner den identischen Familiennamen tragen, keinerlei engen Verwandtschaften bekannt :pfeif

      Wählerwille? Irgendwie habe ich den Eindruck, dass dieser Politiker nicht direkt interessiert. :meinung : Minderheitsregierung. Vielleicht käme mal Leben in die Bräsigkeit und Machtbesessenheit.
      :rose Carpe diem! :rose
      Oder:
      Das Leben ist zu kurz für schlechten Wein!

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      EvaW schrieb:



      Wählerwille? Irgendwie habe ich den Eindruck, dass dieser Politiker nicht direkt interessiert. :meinung : Minderheitsregierung. Vielleicht käme mal Leben in die Bräsigkeit und Machtbesessenheit.


      Was ist denn Wählerwille? Jeder Wähler hat doch seinen eigenen Willen und der weht auch noch wie eine Fahne im Wind!

      Keine Ahnung, derzeit frustrierend. Es gibt keine zufriedenstellende Kombination für mich. Es wird Zeit, das die soziale Komponente wieder in den Focus rückt. Da die SPD sich aber lieber selbst zerlegt und fast alle Parteien sich nur um die Besorgtbürger kümmern, d.h. immer mehr nach rechts driften, rückt das in weite Ferne :(
      Minderheitsregierung? Da passiert ausser Zoff im Bundestag nichts sinnvolles!

      Mir fehlen Politiker mit Charisma und positiver Ausstrahlung.
      Neid sieht nur das Blumenbeet, nie den Spaten.

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      Lamia schrieb:

      EvaW schrieb:



      Da passiert ausser Zoff im Bundestag nichts sinnvolles!

      Mir fehlen Politiker mit Charisma und positiver Ausstrahlung.


      Das kannst du nicht wissen. Vielleicht würde es doch endlich mal dazu kommen, dass sich viele mit einem Thema auseinander setzen müssten und man sich dann auf einen Konsenz verständigt, der für die Bürger tragbar ist.

      Positive Ausstrahlung? Was hilft uns das?
      Jedes Ende ist auch ein neuer Anfang....

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      @Bäumchen, das kann ich natürlich nicht wissen. Wenn ich mir aber die Selbstbezogenheit der derzeitigen Politiker aller Parteien plus die Konstellation AfD mitenmang dabei anschaue, kann ich mir so gar keine konstruktive Arbeit in einer Minderheitsregierung vorstellen.

      Eine positive Ausstrahlung allein bringt natürlich nichts, aber solch charismatische Personen könnten der Politikverdrossenheit Mal etwas entgegenwirken, da sie in der Lage sind, Menschen zu begeistern und mit zu reissen.

      Ich denke an den Satz von Frau Merkel "wir schaffen das". Dieser Satz hätte von einer anderen Person gesagt, dazu geführt, das die Ärmel hochgekrempelt werden. Aber was soll's, solche Personen sehe ich derzeit noch nicht mal in der 2. Reihe.
      Neid sieht nur das Blumenbeet, nie den Spaten.

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      Lamia schrieb:

      Wenn ich mir aber die Selbstbezogenheit der derzeitigen Politiker aller Parteien plus die Konstellation AfD mitenmang dabei anschaue, kann ich mir so gar keine konstruktive Arbeit in einer Minderheitsregierung vorstellen


      Aber immer noch besser als Neuwahlen. Da bin ich mir sehr sicher. Die AFD mutiert gerade zur zweitstärksten Kraft in der Regierung. DAS will ich auf gar keinen Fall! Und ich verstehe auch die sogenannten Protestwähler nicht. Kennen die eigentlich unsere Geschichte nicht oder denken die ernsthaft "wird schon nichts passieren"?

      Ich bin SPD Mitglied, kann also mitentscheiden. Ich bin hin und her gerissen, denn das was da - insbesondere bei den Personalien - derzeit abgeht kann ich auf keinen Fall gut heißen. Das ist Kindergarten, große Gruppe ohne Aufpasser. Einerseits kann ich mich mit dem Ergebnis der Koalisationsverhandlungen nicht richtig anfreunden, andererseits kann ich aber auch nicht riskieren, dass es tatsächlich zu Neuwahlen kommt. Nicht weil die SPD da sang- und klanglos im Nirwana verschwindet (das haben sie sich zur Zeit wirklich verdient) sondern siehe oben: die AFD wird mir zu stark. Welche Kröte ich schlucke weiß ich tatsächlich noch nicht. Und ich überlege schon länger, mich aus der SPD zu verabschieden. Aber meine Politik ist Kommunal und nicht Land/Bund. Ich würde unseren OV damit praktisch auflösen und wir könnten nichts mehr für die Bürger unseres Dorfes tun (das funktioniert hier nämlich noch sehr gut).
      Jedes Ende ist auch ein neuer Anfang....

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      Bäumchen schrieb:

      Die AFD mutiert gerade zur zweitstärksten Kraft in der Regierung. DAS will ich auf gar keinen Fall! Und ich verstehe auch die sogenannten Protestwähler nicht. Kennen die eigentlich unsere Geschichte nicht oder denken die ernsthaft "wird schon nichts passieren"?


      Ich verstehe die Protestwähler..............

      Ich verstehe unsere Politikerr immer weniger. Die AfD lacht sich doch gerade eins ins Fäustchen, weil dieses ganze hin und her seit der Wahl im September!!! , Jamaika ja/nein, GroKo ja/nein........spielt ihr wieder die Wähler zu, falls es Neuwahlen gibt.
      Weil zu diesem ganzen HIn-und Her haben die meisten Wähler vermutlich keine Lust. Und das haben, meiner Meinung nach die "großen" Politiker nicht verstanden. Denen, die da gerade verhandeln, geht es um Macht, um Posten, ums Kanzleramt ..............aber nicht um was Gutes für die Wähler/innen zu erreichen.
      Und ich weiß nicht, wie viele Denkzettel sowohl die CDU (auch die sind heftig abgestürzt) als auch SPD noch brauchen, um das mal zu verstehen. Die SPD konnte ich mit ihrem "nein" zur erneuten GroKo, nach der Wahl, sehr gut verstehen, auch auf dem Hintergrund, dass ansonsten, so wie es jetzt scheint, die AfD, oppositionsführende Partei wird.

      :meinung

      Eine wirkliche Lösung weiß ich leider auch nicht


      Lieben Gruß
      Rita
      "Was ist IST und was geht GEHT" :]

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      Ich bin für die Groko. Begeistert bin ich auch nicht, aber trotz allem repräsentatiert sie den Wählerwillen doch nicht so schlecht. Aber das ist gar nicht der Punkt. Es ist nun sehr lange verhandelt worden und man ist zu einem Ergebnis gekommen. Ein Verhandlungsergebnis kann kaum irgendjemand zu 100% zurfriedenstellen, das liegt in der Natur der Sache. Dass die SPD sich gerade mit Personaldebatten selbst zerlegt ist nicht förderlich, hat aber nur am Rande etwas mit den Inhalten der Koalitionsverhandlungen zu tun. Für mich ist es wesentlich, dass Deutschland ein halbes Jahr nach der Wahl nun endlich eine Regierung bekommt, die aus demokratischen Parteien beteht. Dass die neue Regierung nicht für Aufbruch und Veränderung oder wenigstens doch für Schwung, notwendige Themen anzugehen und modern zu gestalten (Digitalisierung, Wohnungsbau ...) ist sehr ärgerlich, aber mindestens in dieser Legislaturperiode nicht mehr zu ändern. Wenn Deutschland noch länger ohne richtige Regierung dasteht, wird nur noch weniger gehandelt als sowieso schon und auch international verliert Deutschland sein Standing als Bündnispartner und Stabilitätsfaktor, z.B. in der EU.

      Ich wäre ziemlich sauer, wenn die SPD-Basis nun als Fratz gegen die Groko stimmt. Wähler, die nur Spaß daran haben, irgendetwas zu verhindern, haben wir an anderer Stelle schon genug. Die Denkzettelmentalität passt mir nicht. Darüberhinaus wären die SPD-Mitglieder ganz schön blöd, denn Neuwahlen sind ja bei einer Entscheidung gegen die Groko immerin eine nicht ganz unwahrscheinliche Möglichkeit und dann wäre die SPD zur Zeit wirklich abgemeldet. Die Entscheidung ist doch gerade: Mitregieren oder Bedeutungslosigkeit. Da ist die Entscheidung doch eigentlich einfach, oder nicht?

      Eine Minderheitsregierung wäre nur noch lähmender als eine Groko. Und Neuwahlen wären wohl gerade keine gute Idee, denn die würden den Falschen Auftrieb geben.

      Von dieser Legislaturperiode erwarte ich nicht mehr viel. Ich kann mich weder mit Frau Nahles, noch mit Frau Kramp-Karrenbauer und schon gar nicht mit Herrn Seehofer anfreunden. Aber in diesen Zeiten ist schon ja ein bisschen was gewonnen, wenn man ohne schlimme Rechtsausleger und Populisten durch die Zeit kommt. USA, Polen, Ungarn, Österreich, Brexit-UK .... sind warnende Beispiele. Die AfD haben wir schon im Parlament, wenn wir eine demokratisch tickende Groko dagegen stellen ist mehr gewonnen als verloren.

      Ich werfe übrigens der SPD das schiefgegangene Schulzjahr nicht vor. Man hat versucht, mit Schulz ein Zeichen gegen die übermächtige Merkel-CDU zu setzen. Einen besseren als Schulz hatte man nicht. Leider sind dann viele Fehler gemacht worden, vor allem auch die Zurückhaltung im Bundeswahlkampf auf Grund von Wahlen in den Ländern. Nicht jede Karte, auf die man setzt, entpuppt sich als Volltreffer. Mir persönlich war er lieber als Nahles. Ich glaube, die Ära Nahles wird auch nicht so lang dauern. Vemutlich liege ich damit falsch, oder? Nahles ist ein ganz schön erfahrenes Politikzirkuspferd, die wird schon wissen, wie man oben schwimmt.
      rauchfrei seit 17.01.2008 / Bewegen Sie den Mauszeiger durch den Nebel und schmutzigen Luft

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      Bäumchen schrieb:

      Lamia schrieb:

      Wenn ich mir aber die Selbstbezogenheit der derzeitigen Politiker aller Parteien plus die Konstellation AfD mitenmang dabei anschaue, kann ich mir so gar keine konstruktive Arbeit in einer Minderheitsregierung vorstellen


      Aber immer noch besser als Neuwahlen. Da bin ich mir sehr sicher. Die AFD mutiert gerade zur zweitstärksten Kraft in der Regierung. DAS will ich auf gar keinen Fall! Und ich verstehe auch die sogenannten Protestwähler nicht. Kennen die eigentlich unsere Geschichte nicht oder denken die ernsthaft "wird schon nichts passieren"?

      Ich bin SPD Mitglied, kann also mitentscheiden. Ich bin hin und her gerissen, denn das was da - insbesondere bei den Personalien - derzeit abgeht kann ich auf keinen Fall gut heißen. Das ist Kindergarten, große Gruppe ohne Aufpasser. Einerseits kann ich mich mit dem Ergebnis der Koalisationsverhandlungen nicht richtig anfreunden, andererseits kann ich aber auch nicht riskieren, dass es tatsächlich zu Neuwahlen kommt. Nicht weil die SPD da sang- und klanglos im Nirwana verschwindet (das haben sie sich zur Zeit wirklich verdient) sondern siehe oben: die AFD wird mir zu stark. Welche Kröte ich schlucke weiß ich tatsächlich noch nicht. Und ich überlege schon länger, mich aus der SPD zu verabschieden. Aber meine Politik ist Kommunal und nicht Land/Bund. Ich würde unseren OV damit praktisch auflösen und wir könnten nichts mehr für die Bürger unseres Dorfes tun (das funktioniert hier nämlich noch sehr gut).


      Auch ich bin SPD-Mitglied und völlig unentschlossen, wie ich mich entscheiden soll. Einerseits stimme ich lag zu, es ist besser für als gegen etwas zu sein. Wir bekämen eine stabile Regierung für die nächsten 3,5 Jahre, vor allem mit demokratischen Parteien. Andererseits glaube ich, dass nach dieser Zeit die SPD noch mehr abschmiert. Denn nach jeder Groko hat sie Federn lassen müssen.

      Mir wäre eine Minderheitsregierung aber gar nicht so unrecht gewesen. Dann hätte sich die Regierungspartei durch vernünftige Debatten für alle Gesetzesvorhaben Mehrheiten suchen müssen. Das würde die Politik endlich mal wieder interessant machen. Wer weiß, was dabei herauskommen könnte - vielleicht ja neue Möglichkeiten, mit denen jetzt noch keiner rechnen würde...
      rauchfrei seit 01.10.09 um 16.40 hoffentlich für immer :)

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      Noch weitere 4 Jahre Stillstand machen mir Angst. Unser Land hat sich eigentlich schon die letzten 4 nicht leisten können. Und GroKo ist gleichbedeutend mit Stillstand. Das hat die Vergangenheit gezeigt. Deutlich. Außerdem wäre dann die afd stärkste Oppositionspartei oder? Das macht mir fast noch mehr Angst. Ich habe kaum Hoffnung dass die SPD sich dagegen entscheidet aber ich fände es besser.
      Liebe Grüße
      Pat

      Everything is going to be fine in the end. If it's not fine it's not the end