Wie soll es denn nun weitergehen?

      Und im besten Fall läuft das dann wie hier. Hier gab es auch eine Menge Unmut, weil an fünf Standorten Flüchtlingsinterküngte gebaut werden sollten und dafür z.B. ein alter, gut genutzter Bolzplatz weichen sollte, eine Flüche bebaut werden sollte, auf der Alteingesessene schon länger gerne selbst gebaut hätten, aber immer wieder die Auskunft bekamen, dass das niemals Bauland werden würde oder mitten in ein sowieso schon sozial schwierig zusammengesetztes Viertel noch Flüchtlinge gesteckt werden sollten. Und das in einer Stadt, die gerne für Studenten attraktiv wäre, Ihnen aber überhaupt keinen bezahlbaren Wohnraum anbieten kann.

      Jedenfalls hat der Unmut dazu geführt, dass jetzt mit den Bürgern geredet wird statt über ihre Köpfe hinweg und dass man gemeinsam nach Lösungen sucht, die möglichst viele zufrieden stellen. Finde ich gut.
      Gruß von Donna
      Youth is wasted on the Young.
      In meiner Stadt hat sich der "bezahlbare" Wohnraum auch verknappt . Dabei wurde der Fehler gemacht , Flüchtlinge bevorzugt in Stadtteilen unterzubringen , die vorher eben noch Platz für Menschen mit niedrigen/ohne Einkommen bot. Die leben da nicht im Luxus . Da wird mit heruntergekommenen Altbauwohnungen richtig Kasse gemacht. Es wird gemunkelt , das teilweise Hotelpreise bezahlt werden, um Flüchtlinge in Wohnungen zu bekommen. In unserem Stadtteil mit eh sozialem Brennpunkt wurden zusätzlich 7000 Flüchtlinge untergebracht. Während die "besseren" Stadtteile keine Flüchtlinge aufgenommen haben. Da kann sich der Niedrigverdiener aber auch keine Wohnung leisten. Und wir sind eine Stadt mit noch eher niedrigen Mieten in NRW . Trotzdem macht es sich extrem bemerkbar. Familien mit mehr als 2 Kindern haben extreme Probleme, aber auch kleine seniorengerechte Wohnungen sind Mangelware. Ich habe unsere Stadt immer als sehr offene Stadt für, multikulturelles Leben erlebt. Man nennt uns auch Hochburg der Linksbazillen, lach. Aber mittlerweile macht sich auch hier Unmut breit, bezüglich Ungleichbehandlung. Ich empfinde das als extremes Versagen der Politik.

      Ich fühle mich durch Politik/Politiker nicht mehr vertreten. Ich habe das Gefühl es geht nur noch um Postenrangelei. Ab und an wird mal ein Pflaster wo drauf geklebt, aber an Veränderung ist man nicht wirklich interessiert. Es läuft doch so richtig super neo-liberal. Deswegen braucht keiner die FDP mehr. Allerdings wählt ja auch die Mehrheit so. CDU/FDP/AFD/SPD/Grüne = alle mittlerweile neo-liberal . Was soll sich da also ändern, wenn sich der Wähler schon nicht ändert ? Unsere Gesellschaft entwickelt sich immer mehr zu einer ICH-Gesellschaft. An Gemeinwohl scheint die Mehrheit nicht unbedingt interessiert . So lange bis man selbst mal tief fällt und plötzlich merkt , huch doch nicht so dolle das soziale Netz.

      Die Gesellschaft ist mir aber auch oft zu empfindlich, wenn es darum geht mal etwas mehr vom "guten Gehalt" abzuzwacken . Es ist doch wohl klar, das gute Pflege, ein gutes Rentensystem, ein gutes soziales Netz auch höhere Abgaben benötigt. Alles andere ist Augenwischerei . Aber da kommt schnell der Egoismus zum Vorschein. Warum soll ich denn mehr Steuern dafür zahlen, das es auch der Friseuse im Alter mal gut geht ? Die hätte doch auch was "Anständiges" wie ich lernen können. ...... So Sprüche und in anderer Art hört man dann oft , wenn es um Finanzierung geht. Der Besserverdiener kann sich die Privatvorsorge ja auch leisten. Warum soll er dann höhere Beiträge in das gesetzliche System einzahlen ? Dabei wird aber auch oft übersehen , das eine Erhöhung der Gesetzlichen günstiger kommen würde (wenn alle einzahlen), wie jetziger gesetzliche Rentenbeitrag + Privatvorsorge. ...... Das ist auch so etwas was mich voll nervt, das die jüngere Generation immer wieder auf dieses Geschwafel reinfallt, das der demographische Wandel Ihnen die Taschen leert. Da wird jetzt "Jung gegen Alt" gehetzt. Und wem spiel t das wieder in die Hände ?
      "Das Wirken der
      Natur zu erkennen, und zu erkennen, in welcher Beziehung das menschliche
      Wirken dazu stehen muss : das ist das Ziel."

      Dschuang Dsi, Das wahre Buch vom südlichen Blütenland



      Ich finde das schwierig, Luke. Also deinen letzten Absatz.

      Wir gehören zu den Besserverdienenden und wir zahlen dafür auch ordentlich viel Steuern und beschweren uns nicht, weil wir die ja nur deswegen in der Höhe zahlen müssen, weil wir ja auch gut verdienen und weil wir das Solidarprinzip voll und ganz unterstützen.

      Aber: das schützt uns nichr vor Problemen im Alter. Ich bin nicht verbeamtet und mein Rentenbescheid treibt mir die Tränen in die Augen, wenn ich sehe, was die Beamten in der gleichen Position wie ich als Pension einstreichen werden. Ich werde nicht mal die Hälfte davon haben.
      Gruß von Donna
      Youth is wasted on the Young.
      Mein Mann ist selbständig, das heißt, er hat sich vor 20 Jahren dafür entschieden, sich seinen eigenen Arbeitsplatz zu schaffen und dafür arbeitet er seither auch sehr hart. Mit den Höhen, aber auch sehr vielen Tiefen, weil wir nie wissen, on das nächste Jahr auch noch das abwirft, was das vergangene Jahr eingebracht hat. Was übrigens das Finanzamt einen feuchten Dreck interessiert, das besteuert ihn nämlich nicht nachdem, was er aktuell verdient, sondern danach, was das letzte Jahr gebracht hat.
      Gruß von Donna
      Youth is wasted on the Young.
      Leider kommt er nicht mehr aus der abartigen privaten Krankenversicherung raus, die man uns vor 30 Jahren als allein seligmachende verkauft hat und die mittlerweile immer höhere Beiträge fordert, was bedeuten wird, dass eben diese Verucherung seine selbst mit ebenso horrend hohen Beiträgen angesparten Rentenbeträge im Alter so gut wie auffressen wird.

      Und manchmal kriege kriege ich tatsächlich einen riesigen Hals, wenn ich sehe, wie viel wir arbeiten und wie sehr man uns dafür abzockt und wie wenig sich die Politik für uns interessiert. Und da geht es nicht darum, dass ich meiner Frisörin nicht mehr Geld,gönnen würde.
      Gruß von Donna
      Youth is wasted on the Young.
      @Donna Quichote
      es ist aber schon so , das Dein Mann vor 30 Jahren noch günstigere Beiträge hatte, wie wenn er sich freiwillig gesetzlich versichert hätte . Und wenn ich jetzt sehe was die SPD bezüglich Krankenversicherung beschlossen hat, bekomme ich den Hals. Jetzt werden die Beiträge für die Gesetzlichen enorm erhöht, damit die der Privatversicherten gesenkt werden können . Heißt im Umkehrschluss für mich, das viele in jungen Jahren von den niedrigeren Beiträgen der Privaten profitiert haben, und jetzt durch die Mehrzahlung der Gesetzlichen wieder profitieren sollen, indem man Ihre Beiträge senkt, die natürlich im Alter gestiegen sind. Aber bitte , das war doch jedem der Privatversicherten vor Abschluss klar, oder nicht. Man kann sich nicht erst der Solidargemeinschaft entziehen mit Privatversicherung um anfangs zu sparen, und dann von den gesetzlich Versicherten/Soildargemeinschaft verlangen , sobald die Beiträge im Alter steigen. das dann aufzufangen. Findest Du das gerecht ?

      Ich bin aber auch der Meinung , das gesetzliche Krankenkassen und auch die Rentenversicherung flexibler werden sollten . Die Tarife für Selbständige/Freiberufler sind einfach zu starr . Es wird einfach von Anfang an von viel zu hohen Einkommen ausgegangen. Das hindert auch viele in unserem Land sich selbständig zu machen. Zum Beispiel ist es dadurch nicht möglich eine Selbständigkeit auf Teilzeitbasis zu führen , da die starren hohen Beiträge nicht mal gedeckt werden könnten. Aus meiner Sicht gebe es viel weniger Arbeitslose , wenn man da mal ran gehen würde . Es gibt zwar ein Einstiegsgeld für 6 Monate, aber die Zeit reicht oft gar nicht um den geforderten Umsatz zu erreichen.
      So würden dann auch die Privaten unnütz werden, die anfangs mit niedrigen Beiträgen locken. Aber das ist gar nicht gewollt, weil eine neo-liberale Politik die Versicherungswirtschaft immer stützen und vorziehen wird. Da wird richtig Kohle gemacht , sind ja auch alles AGs .
      "Das Wirken der
      Natur zu erkennen, und zu erkennen, in welcher Beziehung das menschliche
      Wirken dazu stehen muss : das ist das Ziel."

      Dschuang Dsi, Das wahre Buch vom südlichen Blütenland



      Luke, ich weiß nicht, was du unter günstig verstehst, aber günstig war die PKV mit drei mitversicherten Kindern ehrlich gesagt nie. Und was einem so offensichtlich hätte klar sein müssen, als man mit 30 als Berufsanfänger und völlig unbeleckt von solchen Dingen nach einer Beratung eine Versicherung abschließt, kann ich auch nur bedingt nachvollziehen. Mit Sicherheit nicht, dass eben diese PKV irgendwann mal die mit abartigen Beiträgen ersparte Rente quasi auffressen wird. Oder glaubst du echt, mein Mann wäre so doof gewesen und hätte sich mit dem Wissen von heute so entschieden? Ich kenne ihn und glaube eher nicht.

      Von mir aus können sie gerne eine Versicherung für alle machen, aber da geht eh wieder keiner ran und von mir aus dürfen sie auch gerne der Pharmaindustrie mit ihren Mondpreisen ans Bein pinkeln, aber auch da wird wieder genau nichts passieren.
      Gruß von Donna
      Youth is wasted on the Young.
      und Gerechtigkeit ist ein schönes Wort. Das Modell, das du beschreibst, in dem gesetzlich Versicherte mehr zahlen, damit die anderen entlastet werden, betrifft ja mich als gesetzlich Versicherte auch und als solche würde ich mal sagen, dass ich es selbstredend blöd und ungerecht finde. Aber ich sehe halt auch die andere Seite und die sieht nicht nur in unserem Fall eben so aus, dass Menschen ein Risiko getragen haben, sich eine Existenz aufgebaut haben und dafür hart gearbeitet haben und dass man ihnen dafür hinterher eine bittere Quittung ausstellt und das finde ich auch nicht gerecht.

      Aber vielleicht reden wir auch von zweierlei Sorten Mensch. Und aus zweierlei Perspektiven. Vielleicht haben wir mal eine kleine Weile von im Vergleich günstigeren Tarifen profitiert, dafür sind wir aber ein Teil des Teiles der Gesellschaft, der den Laden am Laufen hält. Und da sehe ich ansonsten auf weiter Flur keine Vergünstigung, sondern eine immer höhere Belastung durch Steuern und Abgaben.
      Gruß von Donna
      Youth is wasted on the Young.
      Was mir gerade noch durch den Kopf gegangen ist, ist, dass ich doch auch nicht zu meinen Frisör sagen würde, dass er doch bei Beginn seiner Ausbildung gewusst hat, dass er nicht die Hölle verdienen wird und seine Rente nicht zum Leben und nicht zum Sterben ausreichen wird. Dann soll er halt schauen, wie er damit klarkommt.

      Es wäre doch schön, wenn er von seinem Verdienst anständig leben kann und im Alter nicht in Mülltonnen nach Pfandflaschen wühlen muss. Und so wie ich dem das gönne, gönne ich es auch dem Privatversicherten, dass er nicht alles, was er hat, in die PKV stecken muss. Eine Lösung wäre übrigens auch, ihn da einfach rauszulassen und wieder in die gesetzliche zu übernehmen, zu entsprechenden Beiträgen. Aber das geht ja nicht.
      Gruß von Donna
      Youth is wasted on the Young.

      Donna Quichote schrieb:

      Eine Lösung wäre übrigens auch, ihn da einfach rauszulassen und wieder in die gesetzliche zu übernehmen, zu entsprechenden Beiträgen. Aber das geht ja nicht.


      Donna, ein ehemaliger Kollege von mir hat das geschafft. Er hat für ein Jahr auf 50 % inkl. Dienste reduziert, so dass er für diese Zeit unter der Beitragbemessungsgrenze lag. Damit konnte er dann zurück. Hätte der Arbeitgeber das nicht mitgemacht, hätte er wohl gekündigt und wäre ein Jahr arbeitslos gewesen um wieder in die gesetztliche zu kommen. So wichtig war ihm das.
      Es geht also schon. Allerdings muss man tricksen und eine Zeitlang kürzer treten. Wie das als Selbständiger ist, weiß ich allerdings nicht.
      Gibt das leben dir Zitronen, mach Limonade daraus!

      Donna Quichote schrieb:

      Was mir gerade noch durch den Kopf gegangen ist, ist, dass ich doch auch nicht zu meinen Frisör sagen würde, dass er doch bei Beginn seiner Ausbildung gewusst hat, dass er nicht die Hölle verdienen wird und seine Rente nicht zum Leben und nicht zum Sterben ausreichen wird.

      Ich finde der Vergleich hinkt aber jetzt arg . Ich denke das weißt Du auch. Außerdem dürfte sich eine Friseuse gar nicht privat kranken versichern. Selbst wenn sie wollte/könnte . Und wer schneidet denn dann Haare , wenn alle nur noch in "Toppberufe" wandern würden.

      Ich weiß nur , das wenn man jung eine private Krankenversicherung abschließt , die Beiträge wesentlich günstiger sind und die Leistung auch besser. Natürlich verändert sich das zum Negativen, wenn man dann Familie gründet bzw. älter wird. Und ja ich finde mit 30 sollte man sich schon bewusst sein was man da abschließt . Ist nicht böse gemeint . Und ich finde es absolut korrekt, das man eine Rückkehr in die Gesetzliche unterbindet. Würde die Gesetzliche das öffnen, wäre sie bald pleite. Denn jeder würde dann erst in jungen Jahren in die Private, um dann im Alter wieder in die Gesetzliche zu wechseln. Funktioniert nicht. Da würde der Gesetzlichen schnell die Puste ausgehen.

      Übrigens bin ich politisch sozial-liberal denkend . Ich habe also sehr viel Respekt vor Selbständigen. Mittelständische Betriebe stellen immerhin die meisten Arbeitsplätze. Es wäre also fatal diese absichtlich zu schwächen. Deswegen fände ich es ja so wichtig , das diese ganze Privatversicherei abgeschafft gehört. oder man zu mindestens attraktive gesetzliche Alternativen anbietet. Sie sollte aber nicht zur Konkurrenz der Privaten mutieren, also mit Tarifdumping kontern, sondern solide aufgestellt sein und mit ihren Vorteilen werben , wie zum Beispiel Familienmitversicherung, stabile Beiträge im Alter . Dann würde nicht so viele immer noch in diese Falle laufen bzw. laufen müssen.

      Die Angst vor Altersarmut treibt doch im Moment vermehrt auch in der Mittelschicht . Vorher war es nur ein Problem der Unterschicht . Wir tanzen da am Rand , gehören also noch zur einkommensschwachen Mittelschicht. Man spart , tut und macht und kommt doch nur schwer auf einen grünen Zweig. Und wenn die Berufskraft vorzeitig ausfällt ist eh alles zum Teufel. Dann kannst Du zugucken wie sich Deine Altersvorsorge in Luft auflöst , bei niedriger Erwerbsminderungrente. Dann fällt Dir noch ein pflegebedürftiges Elternteil zur Last und Du bist so richtig am Ar.... , selbst wenn Du noch nicht mal unterhaltspflichtig bist. Aber wer lässt seine Eltern schon mit 112 € Taschengeld im Heim zurück , wo auch noch Abschläge für Medikamente von abgehen. Die wenigsten wohl. Im Grunde steuern wir alle auf Grundsicherung zu . .................... Aus meiner Sicht , ist es einfach Zeit für ein bedingungsloses Grundeinkommen in guter Höhe, um dieses Problem abschließend und sozial zu lösen.
      "Das Wirken der
      Natur zu erkennen, und zu erkennen, in welcher Beziehung das menschliche
      Wirken dazu stehen muss : das ist das Ziel."

      Dschuang Dsi, Das wahre Buch vom südlichen Blütenland



      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Luke Warm“ ()

      Ich bin bei eigentlich allem bei dir, Luke, außer bei dem Ding mit den 30 Jahren und schon so klug. Ich weiß, dass da manche schon seit mehr als einem Jahrzehnt im Beufsleben stehen, wir kamen da halt frisch aus Studium und Referandariat, waren oberschlau und hatten von nix eine Ahnung und sind relativ blindlings in die Selbständigkeit gesprungen und damit in alles, was da dazugehörte.

      Was genau ein bedingungsloses Grundeinkommen bedeuten würde, da muss ich mich erstmal richtig einlesen. Da weiß ich zu wenig drüber.

      Emilia, runterfahren geht nicht, damit wäre der Laden ganz schnell an die Wand gefahren. Tricksen wäre vielleicht möglich, wenn auch kompliziert.
      Gruß von Donna
      Youth is wasted on the Young.
      Zum Grundeinkommen gibt es derzeit viele verschiedene Ausarbeitungen . Sieht man auch wenn man im Netz danach googelt. Mir gefällt (allerdings auch noch nicht abgeschlossen) die Ausarbeitung der Neuen Liberalen : neueliberale.org/grundeinkommen/
      Ich denke diese Art käme auch den Selbständigen sehr entgegen. Kannst mir ja mal Deine Meinung dazu schreiben :) . Es gibt aber auch großzügigere Ausarbeitungen . Ich finde das von der Neuen Liberalen, aber am realistischen. Die eher links ausgerichteten Grundeinkommen , berücksichtigen mir zu wenig die Gegenfinanzierung. Die Linken hadern wiederum mit der Einheitssteuer auf alle Einkommen.
      "Das Wirken der
      Natur zu erkennen, und zu erkennen, in welcher Beziehung das menschliche
      Wirken dazu stehen muss : das ist das Ziel."

      Dschuang Dsi, Das wahre Buch vom südlichen Blütenland



      Das einzige was mir bisher bekannt ist, ist dass der Mindestbetrag für die freiwillige Versicherung in der gesetzlichen gesenkt werden soll. Der lag bisher so bei 430 Euro, auch wenn man mal nur 1000 Euro in einem Monat umgesetzt hat, und das hat vielen das Genick gebrochen. Für mich war das vor 2 Jahren mit der längeren Krankheit auch nicht so der Hit.

      Ansonsten sind mir noch keine Beschlüsse bekannt.

      Soweit ich mit dem Programm der SPD vertraut bin, wollen die eine Bürgerversicherung, also keine Trennung mehr zwischen privater und gesetzlicher Versicherung. Was gut ist. Wenn die ganzen gut verdienenden Versicherten in die gesetzliche mit einzahlen, dann sind die auch finanziell wohl gut aufgestellt. Aber Merkel will das keinesfalls. Also wird das dieses Mal wohl nix.

      Von einer massiven Erhöhung der Beiträge, geplant oder beschlossen, ist mir auch nichts bekannt.

      Die Sache mit dem Grundeinkommen oder was Ähnliches wird kommen müssen. Durch die Digitalisierung werden immer mehr Arbeitsplätze wegfallen, das heißt, Arbeit als Grundlage für das Einkommen wird an Bedeutung verlieren, und dann muss überlegt werden, wovon die Menschen leben sollen. Was mir nur bei allen Plänen fehlt, ist eben die Versicherung. Wenn ich 1000 Euro Grundeinkommen beziehe und die Krankenkasse nimmt gleich mal knapp die Hälfte, dann bleibt für die Miete nicht mehr viel übrig.
      Liebe Grüße
      Pat

      Everything is going to be fine in the end. If it's not fine it's not the end
      @ Bäumchen , ich meine die einheitliche Gebührenordnung (Ärztehonorar) für die private und gesetzliche Krankenversicherung. Das würde bedeuten , das der Beitrag für gesetzlich Versicherte steigen und für Private gesenkt würde. Leistung soll dann wohl für beide gleich ausfallen. Endgültig entschieden werden , soll das ja erst , wenn die Koalition steht. Nachtigall ich hör Dir trapsen. Das wäre dann von der geplanten Bürgerversicherung (die definitiv keine wäre), übrig geblieben. So weit mein Kenntnisstand bis jetzt.

      Pat schrieb:

      Das einzige was mir bisher bekannt ist, ist dass der Mindestbetrag für die freiwillige Versicherung in der gesetzlichen gesenkt werden soll. Der lag bisher so bei 430 Euro, auch wenn man mal nur 1000 Euro in einem Monat umgesetzt hat, und das hat vielen das Genick gebrochen.
      Na das wäre ja tatsächlich mal ein guter Schritt.

      Stimmt Pat, bei dem Grundeinkommen, sollte es jemals kommen, müssen wir alle höllisch aufpassen, das es nicht nur als Sparmaßnahme missbraucht wird, da ja im Gegenzug alle Sozialleistungen gestrichen werden sollen. Das ist auch die Kritik der Linken, das man dann evtl sogar unter jetzigem Hartz4-Satz landen könnte . Daher muss das Grundeinkommen schon in einer "guten" Höhe beschlossen werden. Anderseits könnte ich mir aber auch vorstellen, das wenn es ungefähr gleich mit dem jetzigen Hartz4 + Wohnleistung und Krankenkasse läge, dafür aber bedingungslos, schon viele von der riesen Last der Amtsbettelei , befreit fühlten.
      "Das Wirken der
      Natur zu erkennen, und zu erkennen, in welcher Beziehung das menschliche
      Wirken dazu stehen muss : das ist das Ziel."

      Dschuang Dsi, Das wahre Buch vom südlichen Blütenland



      Luke Warm schrieb:

      Bäumchen , ich meine die einheitliche Gebührenordnung (Ärztehonorar) für die private und gesetzliche Krankenversicherung. Das würde bedeuten , das der Beitrag für gesetzlich Versicherte steigen und für Private gesenkt würde. Leistung soll dann wohl für beide gleich ausfallen. Endgültig entschieden werden , soll das ja erst , wenn die Koalition steht. Nachtigall ich hör Dir trapsen. Das wäre dann von der geplanten Bürgerversicherung (die definitiv keine wäre), übrig geblieben. So weit mein Kenntnisstand bis jetzt.


      Ich glaube, da interpretierst du ein bisschen zu viel rein zur Zeit. Bestandteil im Koalisationsvertrag ist derzeit:

      So wohl die ambulante Honorarordnung in der Gesetzlichen Krankenversicherung (EBM), als auch die Gebührenordnung der Privaten Krankenversicherung (GOÄ) müssen reformiert werden.


      Wir sind also noch sehr weit von der Thematik entfernt. Die CDU will da gar nicht dran und ich denke auch die Bundesärztekammer und die PKV´s werden da Sturm laufen. Zunächst sind erst mal Arbeitsgruppen geplant die mögliche Szenarien zum Thema Bürgerversicherung auszuarbeiten. Die nächsten 4 Jahre passiert da sicherlich nichts, denn so eine Reformation wird es nicht von heute auf morgen geben. Die Reformation der Gebührenordnung war meines Wissen lediglich Wahlkampfthema, spielt aber zur Zeit m. M. n. eine untergeordnete Rolle.
      Jedes Ende ist auch ein neuer Anfang....

      @Bäumchen Selbst interpretiert habe ich das nicht, sondern diversen Medien entnommen . Na, dann hoffe ich mal , das die sich wirklich irren. Mein Bauchgefühl liegt anders. Mal abwarten. Auch in 4 Jahren fände ich das noch nicht gut, wenn das so beschlossen würde.
      "Das Wirken der
      Natur zu erkennen, und zu erkennen, in welcher Beziehung das menschliche
      Wirken dazu stehen muss : das ist das Ziel."

      Dschuang Dsi, Das wahre Buch vom südlichen Blütenland



      Luke, ich hab das auch nicht negativ gemeint, nur noch mal so zur Sicherheit (wegen interpretieren).

      Ich stecke halt durch meine politische Arbeit ein bißchen in der Materie drin, drum hatte ich das noch mal erläutern wollen. Und was die Medien aktuell angeht: ich finde das teilweise schon ganz schon drastisch wie wenig neutral politische Themen behandelt werden. Teilweise stimmt das einfach überhaupt gar nicht - und gerade bei bestimmten Formaten (hier meine ich jetzt z. B. Monitor, da hab ich mich vor ein paar Tagen mal richtig aufgeregt) habe ich das Gefühl , dass ordentliche Recherche gar nicht mehr gemacht wird und politisch einseitig berichtet wird. Mir fehlt das wirklich die Neutralität bei den Berichten.
      Jedes Ende ist auch ein neuer Anfang....