Plastik

      Ich bin ja ein seltsamer Einkäufer, was Lebensmittel anbelangt.

      Seit ca. 1,5 Jahren kaufe ich zu 95% im denns Biosupermarkt Lebensmittel. Daneben ist ein dm, dort besorge ich Drogerieartikel und Katzenfutter. Und daneben ist ein türkischer Supermarkt, dort kaufe ich Feinkost (Frischkäse, Oliven, ...) und auch mal Gemüse/Obst, wenn es im Biomarkt nicht das passende gibt.
      Die großen Supermärkte mag ich nicht mehr. Dort habe ich immer viel mehr gekauft, als ich wollte und die Atmosphäre fand ich auch immer so „prollig“.
      Aber eigentlich wollte ich auf etwas anderes hinaus. Auch im Biomarkt ist so vieles in Plastik eingepackt. Gut, der Käse an der Theke ist in Papier, und auch das Obst kann ich in Papier einpacken oder einfach lose lassen. Joghurt gibt es in 500g Gläsern, aber schon das ist ein Problem, weil die bei uns immer angegessen, aber nicht aufgegessen werden. AUfschnitt gibt es nur verpackt, weil es keine Fleischtheke gibt. Hier muss ich immer die abgepackte Wurst kaufen.

      Im türkischen Supermarkt wird allerdings alles doppelt und dreifach in diese dünnen Plastiktüten eingepackt. Ich sage jetzt immer schon, dass ich die zweite Tüte nicht brauche.

      Aber mich brachte das mal wieder zum Nachdenken, wo man Plastik sparen kann. Es gibt ja Leute, die machen das ganz extrem und verwenden Holzzahnbürsten und Haarseife. Das könnte ich wohl nicht.

      Wie spart ihr Plastik? Ich finde, bei Drogerieartikeln geht es echt kaum. ICh schaue schon darauf, dass da keine Mikroplastik drin ist, aber Duschgel, Shampoo, Creme, ... sind ja alle in Plastik verpackt.

      :wavy

      Hanni
      Don't speak unless you can improve the silence.
      Ich versuche im Moment, weniger Plastikmüll zu verursachen, stelle aber auch fest, dass das gar nicht so einfach ist.

      Zumindest in der Obst- und Gemüseabteilung kann man viel sparen. Letzte Woche stand ich hinter einer Frau an der Kasse, die hatte echt alles nochmal extra in Plastiktüten gesteckt. Die Avocados, die Bananen, das Suppengemüse, die Salatgurken, also alles Sachen, die ja schon entweder eine Schalr haben und damit geschützt sind oder gewaschen und geschält werden. Aber ich glaube, das ändert sich erst, wenn die Supermärkte Papiertüten hinhängen oder für die Plastiktüten Geld verlangen.
      Gruß von Donna
      "Ich freu mich, wenn' s regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch." (Karl Valentin
      Interessanterweise gibt es Länder in Afrika, in denen Plastiktüten verboten wurden, z. B. Kenia oder Ruanda. Da gibt es krasse Strafen auf die Herstellung und Nutzung.
      So weit würde ich jetzt nicht gehen, aber irgendwie ist das schon ein Teufelszeug. Gerade diese ganz dünnen weißen Tüten, die es früher in Deutschland gar nicht so richtig gab. Die kann man nämlich auch nicht wiederverwenden, weil sie nach einmal Verwenden schon kaputt sind.
      Ich weiß jetzt auch gar nicht, ob Pappverpackungen wirklich besser sind. Gut, sie zersetzen sich auf jeden Fall mit der Zeit, aber sind darin nicht auch Schweröle gefunden worden vor einiger Zeit?
      Don't speak unless you can improve the silence.
      Du kannst auch eigene Dosen oder Gläser mit zum einkaufen nehmen. Dann brauchen die es nicht in Plastik zu verpacken. Mache ich schon lange so. Geht beim Türken und beim Metzger und beim tegut. Und fast überall sonst auch.

      Such mal nach nadine Schubert. "Besser leben ohne Plastik"
      Liebe Grüße
      Pat

      Everything is going to be fine in the end. If it's not fine it's not the end
      Sehr schwieriges Thema! Ich versuche auch Plastik zu sparen, tue mich aber schwer damit und ertappe mich auch immer wieder bei vermeidbaren Dingen, wie z.B. dass ich immer mal wieder Mineralwasser in PET-Mehrwegflaschen kaufe, weil sie halt doch leichter und praktischer sind als die Glasflaschen. Und dann stehe ich mit der Kiste zu Hause und frage mich, was ich da wieder gemacht habe. :patsch

      Obst und Gemüse kaufe ich zur Zeit hauptsächlich im Supermarkt weil es einfach das nächste ist und es dort auch ein gutes Biosortiment etc gibt. Ich versuche dabei Plastik zu vermeiden, das ist aber echt schwer.
      Vielleicht aboniere ich demnächst doch endlich mal so eine Gemüsekiste, dann hat man schonmal eine plastikfreie Grundausstattung für die man nicht in den Supermarkt muss.
      In Hamburg hatte ich auch viel bei Denns eingekauft, da ist es schon etwas leichter Plastik in der Gemüseabteilung zu vermeiden. Auch bei Edeka gab es in Hamburg Papiertüten in der Obst- und Gemüseabteilung. Die habe ich dann immer genommen wenn ich Tüten brauchte. Hier gibt es keine Papiertüten, darüber wollte ich mich schon beschweren, allerdings habe ich auch schon gehört, dass Papier nicht unbedingt umweltfreundlicher sein soll als Plastik. Ich weiß es nicht. :nachdenk
      Was mich wirklich ärgert ist, dass so viel Gemüse im Supermarkt von vorne herein in Plastik verpackt ist. Gerne auch mehrfach, also Karotten, Zucchini z.B. in einer Plalstikschale und drumherum dann noch eine Plastiktüte.

      Ich habe mir im Denns mal solche wiederverwendbaren Stoffnetze gekauft, in die man sein Obst und Gemüse packen kann statt in Plastiktüten. Dort wurden die auch immer mal von Leuten benutzt. Aber ich tue mich irgendwie echt schwer damit sie selbst zu benutzen, weil ich halt nicht als der totale Öko dastehen will. Dämlich - ich weiß, zumal ich eigentlich in einer ziemlich ökigen Gegend wohne...
      Und vielleicht bin ich halt eigentlich auch einfach ein kleiner Öko. :P

      Neulich hatte hier im Supermarkt eine Frau vor mir an der Kasse diese Netze. An diesen Netzten ist ein Zettel dran auf dem steht, wie viel sie wiegen, so dass die Kassiererin das Gewicht abziehen kann und man nicht zu viel bezahlt. Die Kassiererin in diesem Supermarkt war sichtlich überfordert und rief ihren Kollegen um Hilfe. Der sagte, das sei doch alles gar kein Problem und zeigte ihr, wie sie das eingeben muss. Sie hat es dann versucht, es hat ewig gedauert und ich dachte nur: Zum Glück habe ich die Netze nicht benutzt und stehe jetzt da mit dieser überforderten Kassiererin. Blöd - besser wäre es natürlich, ich würde jetzt erst recht auch die Netze benutzen. Damit die Kassiererinen sich dran gewöhnen und damit andere Menschen es sehen und vielleicht auch umdenken. Auch ich habe mir diese Netze damals gekauft, weil ich im Denns einen Mann damit beobachtet habe und mir dachte: Das ist ja eine gute Sache.

      Wenn man vom Wasserkauf und der Obst- und Gemüseabteilung weggeht wird es noch schwieriger Plastik zu vermeinden. Vieles ist heutzutage so normal, dass es wirklich schwierig ist davon weg zu kommen. Ein erster einfacher Schritt ist es vielleicht mehrfach eingepackte Sachen (z.B. diese kleinen Haribotütchen) zu vermeiden. Aber alles was darüber hinaus geht, überfordert mich leider auch. Ich bewundere diese Zero-Waste-Leute, aber wenn man sich damit vergleicht verzweifelt man vermutlich sofort und gibt vielleicht schnell wieder ganz auf. Also ist es, denke ich wichtig, kleine Schritte zu gehen und sich selbst immer wieder kritisch zu beobachten.

      In vielen Städten gibt es mittlerweile ja auch diese Unverpackt Läden. Das finde ich eine super Sache, ist aber wahrscheinlich auch nicht richtig alltagstauglich. Trotzdem ist es sicherlich ein gutes Zeichen da ab und zu mal hin zu gehen, wenn man sowas in der Nähe hat. Teilweise gibt es dort glaube ich auch Drogerieartikel.

      Man kann wohl auch viele von diesen Drogerieartikeln selbst herstellen um Plastik zu vermeiden Hanni, allerdings ist das auch nichts, wozu ich mich bisher durchringen konnte...

      Ich bin gespannt, was hier noch so an Ideen und Anregungen kommt.
      Gibt das leben dir Zitronen, mach Limonade daraus!
      Diese Gemüsenetze habe ich auch. Dann habe ich mir so einen Sodastream gekauft und sprudel mir mein Leitungswasser selbst. Wenn ich zum Markt gehe, habe ich immer einen Eierkarton dabei. Das Gemüse kommt, wenn möglich, direkt in die Stofftaschen. Auch schmutzige Kartoffeln, man kann die Beutel ja waschen. Das war es leider schon. Aber besser als nix.
      Viele Grüße von Magie

      Leben ist das, was dir passiert, wenn du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.
      ich sage mal meine, ich habe nämlich auch einen. Den habe ich mir gekauft, als ich vor 2 Jahren mehrere OPs hatte und wochenlang nicht schleppen durfte. Nachbarin ist zwar sehr fürsorglich, aber ich bin doch immer möglichst unabhängig.
      Mir schmeckt das Leitungswasser hier nicht so gut. Egal ob gesprudelt oder nicht. Als Schorle geht es aber. Also trinke ich gesprudeltes Wasser wenn ich mir eine Orange oder eine Zitrone auspresse und dann die 1,5-LIter-Karaffe auffülle. Ansonsten kaufe ich Mineralwasser in Glasflaschen. Zum Mitnehmen habe ich eine Wanderflasche. von Salomon oder so.
      Von der Handhabung her finde ich es toll. Kein Geschleppe, nur ab und an mal die Kohlensäure austauschen (die gibt es hier bei dm). Ich bin froh, dass ich ihn gekauft habe.
      Liebe Grüße
      Pat

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      Magie schrieb:

      Diese Gemüsenetze habe ich auch. Dann habe ich mir so einen Sodastream gekauft und sprudel mir mein Leitungswasser selbst. Wenn ich zum Markt gehe, habe ich immer einen Eierkarton dabei. Das Gemüse kommt, wenn möglich, direkt in die Stofftaschen. Auch schmutzige Kartoffeln, man kann die Beutel ja waschen. Das war es leider schon. Aber besser als nix.


      Das finde ich echt super und schon ganz schön viel!
      Ich trinke Leitungswasser und nehme nie Plastiktüten, aber das war es dann schon... ;(
      Ich würde gerne mehr machen, scheue aber echt sowas wie Haarseife... Und auch Seife haben wir im Seifenspender, aber da kaufe ich zumindest die Nachfüllpacks.

      :wavy

      Hanni
      Don't speak unless you can improve the silence.
      Ich versuche auch so vorbildlich wie möglich zu sein.
      Oftmals geht es nicht. Biogurken werden in Folie geschweißt,
      erstens um sie von den normalen zu unterscheiden und damit
      sie 3-4 Tage länger halten.
      Eier hole ich mit Karton beim Nachbarn. Wassersprudler hab ich wieder
      verkauft, wohl aus Faulheit 8)
      kaffeetogo gibt es nicht, nehme ich im Thermobecher mit.
      wie gesagt ich versuche schon einzusparen
      Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weiterlaufen

      Bäumchen schrieb:

      Mit dem Gedanken spiele ich hier schon länger... Wie ist deine Meinung?


      Mir schmeckt das Hamburger Wasser sehr gut. Wir haben zwei Kartuschen, wenn eine leer ist, wird wieder gegen eine neue getauscht. Der Preis soll ca. bei 0,15 €/l liegen.
      Viele Grüße von Magie

      Leben ist das, was dir passiert, wenn du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.
      Seife zum Hände waschen war damals eins der ersten Dinge die ich angeschafft habe. Ist auch viel billiger obwohl ich die teuer in kleinen manufakturen kaufe. Dafür hält die viel länger als flüssigseife.
      Allgemein ist das bei mir ein schleichender Prozess der sich jetzt schon über Jahre hinzieht. Angefangen habe ich auch mit Überlegungen was ich anders machen könnte
      Liebe Grüße
      Pat

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      Hanni schrieb:

      Haarseife


      Kenn ich gar nicht. Das werde ich mal probieren. Bin eh schon von Duschgel auf Seife umgestiegen, weil Seife eben nur ein bisschen Pappe darum herum hat. Das hat neben dem Verpackungsvorteil noch einen anderen positiven Nebeneffekt: Ich schwitze weniger bzw. rieche besser. Nachdem es mit den alufreien Deos nicht immer so gut geklappt hat, ist es nach einer Seifenwäsche top. Warum auch immer. Ich habe ergänzend noch ein Duschgel da stehen, das hält aber jetzt ewig.

      Putzmittel finde ich schwierig. Da kann ich mir noch nicht so recht vorstellen, die selber zu machen, wie der Spiegel-Artikel vorschlägt.
      rauchfrei seit 17.01.2008 / Bewegen Sie den Mauszeiger durch den Nebel und schmutzigen Luft
      Da die Überschrift Plastik ist, wäre ja auch gut zu Wissen was mit dem Plastik passiert.
      Ich bin ja auch nicht so ein braver Plastik Verweigerer, werde mich aber bessern.
      Allein heute hab ich Frischkäse im Plastikbehälter und Plastikdeckel
      Gebäck von zuhause in einem kleinen Gefrierbeutel und Plastik Kaffeebecher vom Automaten.

      Hier ein Link von einer Sortieranlage Saubermacher bei Graz.
      Es ist erschreckend wieviel Plastik da zusammenkommt.
      Alleine in der Entsorgungsfirma in Graz fallen alleine tgl 12.000kg PET Getränkeflaschen an :patsch
      Wenn so eine PET Flasche in der Unwelt landet, liegt sie da ca 500 Jahre. :patsch
      Ein Filter von einer Zigarette 7 Jahre :znaika
      Zeitung - 1-3 Jahre
      Zigarette - 1-5 Jahre
      Bananenschale - 2 Jahre
      Orangenschale - 3 Jahre
      Wolle - 4 Jahre
      Kaugummi - 5 Jahre
      Papiertaschentuch - 5 Jahre
      Zigarettenstummel - 7 Jahre
      Leder - 50 Jahre
      Nylonfasern - 60 Jahre
      Blechdose - 10-100 Jahre
      Plastiksack - 120 Jahre
      Blechbüchse - 500 Jahre
      Babywindeln - 500 Jahre
      Aluminiumpapier - 700 Jahre
      Plastikflasche - 100-1000 Jahre
      Glas - 4000 Jahre
      Styropor - 6000 Jahre
      Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird. Wenn es aber besser werden soll, muss es anders werden. – Georg Christoph Lichtenberg