Geocaching - ein ganz besonderes Hobby

      Geocaching - ein ganz besonderes Hobby

      Ich hatte neulich angekündigt, dass ich euch gerne mein Hobby etwas näher vorstellen möchte, das in den letzten paar Jahren einen hohen Stellenwert in meinem Freizeit-Leben eingenommen hat.

      Geocaching ist sehr vielschichtig, so dass es vermutlich unmöglich ist, alle Möglichkeiten aufzuzählen, die es da so gibt.
      Eins ist jedenfalls gewiss: es ist mehr als einfach nur eine Tupperdose im Wald!

      Wer überhaupt wissen möchte, wo es überall Geocaches gibt, meldet sich auf der entsprechenden Internetseite
      Geocaching.com an. Das ist übrigens kostenlos. Wer möchte, hat die Möglichkeit, eine Premiummitgliedschaft abzuschließen, dann stehen ein paar mehr Funktionen zur Verfügung, die man am Anfang aber nicht braucht (kostet aber auch nur rund 30 Euro im Jahr, also nicht so teuer)

      Nun kann man sehen, wo es überall Geocaches zu entdecken gibt. Das sieht in der Mitte Hamburgs z.B. so aus:



      Die einzelnen Cachearten, die ihr hier seht, beschreibe ich später in gesonderten Beiträgen, sonst wird das hier im Eingangsposting zu lang.

      Nun gibt es unterschiedlichste technische Möglichkeiten, die Sache anzugehen, und ihr werdet es ahnen: hier scheiden sich natürlich die Geister, und zwar gewaltig.
      Meiner Meinung nach ist es aber absolut überflüssig, am Anfang überhaupt Geld auszugeben (die Grenzen nach oben sind dennoch offen).

      Ein Smartphone, auf das man sich die kostenlose App
      c:geo laden kann, reicht am Anfang völlig aus. Hier findet ihr auch Kartenmaterial vor, mit dem es sich wunderbar vermeiden lässt, querfeldein zu laufen oder gar mit Kompass über Nachbars Terasse. DAS wird nämlich gar nicht gern gesehen (auch wenn Bekannte von uns die Lacher auf ihrer Seite hatten, als sie sich mit Wathose und Stirnleuchte in einem Kanal verlaufen haben und quasi fast im Garten mitten in einer Grillparty aus dem Kanal stiegen :rofl )

      So, was braucht man noch? Letztendlich einfach erstmal nur wetterfeste Kleidung und einen Kugelschreiber.

      Wenn man ein bisschen Erfahrung gesammelt hat, kann es auch Spaß machen, selbst einen Geocache zu legen (wir haben inzwischen sogar schon 10 Stück gelegt), aber hier gibt es ganz feste Regeln zu beachten, die man erstmal kennen sollte, bevor man ein Filmdöschen in die Botanik schmeißt, was keiner (suchen) will.

      Nachdem ihr das Objekt der Begierde gefunden habt, tragt ihr euch in ein vor Ort vorhandenes Logbuch ein:


      ....und wieder zu Hause angekommen, auch im Internet. Auch hier gibt es für Statistikfans alle Möglichkeiten, auf ihre Kosten zu kommen.

      In den nächsten Beiträgen stelle ich euch mal noch ein paar unterschiedliche Cacharten vor (ich weiß nicht, ob ich alle heute schaffe), denn hier ist tatsächlich für jeden etwas dabei; sei es für Familien mit Kindern, für die es ganz niedliche Caches gibt oder für Abenteurer, die gern klettern, tauchen, auf Lost Places gehen, paddeln oder was auch immer, ob es Tüftler sind, die gern knifflige Rätsel knacken, ob es Wanderer sind, die einen netten Zusatz-Zeitvertreib beim Wandern suchen, ob es Radfahrer sind, oder oder oder.

      Später, wenn man festgestellt hat, dass einem dieses Hobby wirklich Spaß macht, kommt natürlich auch noch mal der eine oder andere Ausrüstungsgegenstand dazu, aber das hat erstmal Zeit.


      Bevor ich es vergesse: ja, auch hier gibt es, wie in jeder Sport- und Hobbyart üblich, auch schwarze Schafe. Die meisten, die ich kenne, gehen allerdings sehr pfleglich mit der Natur um, bemühen sich, niemandem mit ihrem Hobby in die Quere zu kommen und 2x im Jahr gibt es sogar extra Veranstaltungen, bei denen die Geocacher den Wald entmüllen (und nicht nur ihren eigenen Müll).
      Liebe Grüße,
      Schelmine

      "In einer Beziehung hat immer eine Person recht und die andere Person ist männlich!"
      :gap
      Der Traditionelle:

      Diese Art des Geocachings ist wohl sicher die häufigste, zu erkennen auf der Karte als grüner Kreis mit einer Dose drin.
      Diese "Dosen" werden aus unterschiedlichster Motivation gelegt; etwa, um auf einen besonderen Platz aufmerksam zu machen, um Wartezeiten zu versüßen, um Statistiker zu beglücken, um zu tauschen u.v.m.

      Hier bekommt man auf der Seite im Internet auch direkt die Koordinate mitgeteilt, an der die "Dose" versteckt ist.

      Meistens sind es normal große Plastikdosen, vorzugsweise wasserfest mit etwas Platz für Tauschgegenstände:



      Es können aber auch winzig klein (fiese) sein, die es zu finden gilt:


      ....und manchmal sind sie gar nicht so klein, aber trotzdem nicht so leicht zu finden :shock



      Oftmals sind in diesen "Dosen" auch sogenannte TravelBugs oder Coins (siehe erstes Bild), die von Cache zu Cache reisen, diese haben meistens ein festes Ziel und die Geocacher sind bemüht, diese Coins und TBs ihrem Ziel näher zu bringen.

      Hier ist der Phantasie keine Grenze gesetzt: oft sind es tatsächlich nur kleine Döschen mit Lobbuch, in das man sich einträgt, aber oft sind es auch ganz tolle und aufwändige Bastelarbeiten, da lassen sich die Besitzer (Owner) echt schon was einfallen. Gut zu erkennen ist das, wenn ein Geocache auf seiner Beschreibungsseite (Listing) viele Favoritenpunkte hat.
      Liebe Grüße,
      Schelmine

      "In einer Beziehung hat immer eine Person recht und die andere Person ist männlich!"
      :gap
      ....einen schaffe ich heute noch; mit einer unserer liebsten:

      Der Multi - zu erkennen am orangenen Kringel.

      Diese Art des geocachens ist sehr vielfältig und geht über mehrere Stationen.
      Dabei kann es sein, dass tatsächlich etwas gesucht und gefunden werden muss, oftmals müssen dann an den einzelnen "Stationen" noch Rätsel gelöst werden, um einen Hinweis auf die nächste Station zu bekommen. Ihr könnt euch denken: da gibt es die unterschiedlichsten Schwierigkeitsgrade.
      Diese sind übrigens immer auch schon im "Listing" angegeben, ebenso wie eine Geländewertung. Da sollte man als Anfänger schon drauf achten, nicht gleich Bewertung 4 oder 5 bewältigen zu wollen, denn das bringt Frust.

      Bei Wander-Multis ist es oftmals so, dass die Stationen ca. 1 Kilometer auseinander liegen und es dort lediglich einen Bildausschnitt zuzuordnen gibt, aus dem man hinterher den finalen Platz der Dose errechnet. So schaut man dann eben doch unterwegs mehr auf die Natur als auf das Handy. Wir machen das sehr gern so.

      Die Rätsel so eines Multis können z.B. so aussehen (oder müssen eben gefunden werden):



      Es kann aber auch deutlich leichter sein; z.B. irgendetwas Zählen oder Jahreszahlen ablesen.

      Wir machen immer gern Stadtmultis, wenn wir in fremde Städte kommen, weil man auf diese Art oftmals an die Sehenswürdigkeiten der Stadt heran geführt wird.

      Und falls das Wetter mal schlecht ist, gibt es auch Indoor-Caches, bei uns in der Gegend z.B. im Marta Herford und im Nixdorf-Museum in Paderborn. Schon nicht so leicht, dabei unauffällig vorzugehen.



      Überhaupt: eigentlich sollen Geocacher quasi unsichtbar sein und nicht auffallen. Meistens funktioniert das auch ganz gut.
      Wir haben allerdings auch gute Erfahrungen gemacht, wenn wir einfach erzählen, was wir da machen. Es gibt schon mal misstrauische Blicke, wenn man ständig um ein Objekt herumschleicht, da ist es schon besser, sich zu erklären.
      Und nicht nur einmal haben wir die Leute dazu bewegen können, uns bei der Suche zu helfen :happy1

      Dieser nette Kerl hier ist übrigens auch eine Station eines Multicaches; ausgestattet mit Bewegungsmelder; sobald man ihm nahe kommt, brabbelt er in einer Tour "eleminat, eleminat"



      Hier ist jetzt für heute erstmal Schluß, wenn ihr mögt, mache ich in den nächsten Tagen noch ein bisschen weiter, es gibt noch mehr spannendes zu entdecken.
      Liebe Grüße,
      Schelmine

      "In einer Beziehung hat immer eine Person recht und die andere Person ist männlich!"
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      Oh, vielen Dank, Schelmine für diese ausführliche Darstellung Deines Hobbys. Das klingt spannend! Und bin deshalb auf weitere Infos, Berichte gespannt.

      (Und das Foto aus dem Nixdorf-Museum ist ja klasse. Ich hab erst gedacht, Du sitzt da zu Hause und machst einen Indoor-Cache vom Computer aus. Und da war ich doch ein bisschen besorgt bezüglich Eurer Tapete und EDV-Ausstattung.)

      Außerdem regt das an, auch mal (wieder) einen so detailreichen und einbringenden Forumsbeitrag zu leisten, solche Beiträge tun dem Forum sicher gut!
      rauchfrei seit 17.01.2008 / Bewegen Sie den Mauszeiger durch den Nebel und schmutzigen Luft
      Ich werde das auch mal mit meinen Kindern ausprobieren. APP ist installiert. Benutzerkonto erstellt.
      Ja dann schaun wir was da bei uns so los ist. :]
      Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird. Wenn es aber besser werden soll, muss es anders werden. – Georg Christoph Lichtenberg
      Ich interessiere mich schon länger für's GC, Degger hatte mich schon neugierig gemacht, aber vor ein paar Jahren brauchte man ja zumindest einen Garming o.ä..

      Jetzt hab ich mir auch die APP runtergeladen und siehe da, selbst in meinem Dorf gibt es schon 2 Caches, die wohl sogar anfängertauglich sind. So kann ich jetzt einfach mal ausprobieren :)

      Freue mich auf weitere Berichte!
      Neid sieht nur das Blumenbeet, nie den Spaten.
      Auch ich freue mich über deine Beiträge und bin gespannt auf die nächsten Schelmine!

      So ganz kann ich mir immer noch nicht vorstellen wie das alles funktioniert. Aber ich bin auf jeden Fall neugierig geworden. Vielleicht probiere ich es einfach irgendwann mal aus.
      Gibt das leben dir Zitronen, mach Limonade daraus!
      Ich möchte auch mehr von dir dazu lesen, Schelmine. Das klingt echt spannend!

      Schelmine schrieb:

      (auch wenn Bekannte von uns die Lacher auf ihrer Seite hatten, als sie sich mit Wathose und Stirnleuchte in einem Kanal verlaufen haben und quasi fast im Garten mitten in einer Grillparty aus dem Kanal stiegen


      Der Brüller! :D


      lagarto schrieb:

      (Und das Foto aus dem Nixdorf-Museum ist ja klasse. Ich hab erst gedacht, Du sitzt da zu Hause und machst einen Indoor-Cache vom Computer aus. Und da war ich doch ein bisschen besorgt bezüglich Eurer Tapete und EDV-Ausstattung.)


      Jaja..... ich dachte schräge Tapete, gut, jeder nach seinem Geschmack. DAS kann aber nicht Schelmines Computer sein. :schiel
      Angemeldet. Angefixt. Mehrere Rätsel in meiner Nähe. An meinem Gesuchten laufe ich oft vorbei. Ich muss es nur noch finden..... 8o =O


      ............


      Ich bin verwirrt..... Auf dem alten Friedhof kann man parken......da parken noch recht viele..... Quatsch beiseite. Parkplatz vorhanden....aber PFERDE?????

      App installiert!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Chantal“ ()

      Ich kann dir nicht ganz folgen Chantal, was meinst du mit Pferde?

      Hanni schrieb:

      Ich hab ja vor 6 Jahren in San Francisco ein GeoCoin abgeworfen, in diesen schönen Cache: geocaching.com/geocache/GCEC8_…b2-425e-a443-6d7be529ab9a
      Er hat den Cache auch überlebt und ich konnte ihn bis Alaska verfolgen. Dann war er irgendwann weg.


      Ich habe auch schon ganz viele auf die Reise geschickt, ein Drittel davon ist weg, aber der Rest ist immer noch unterwegs; aktuell ist einer -letzter Stand- in Australien, einer bzw. zwei in Tschechien und einer in England; und einige haben schon richtig, richtig viele Kilometer zurück gelegt.
      Viele schicken die TBs und Coins nicht mehr auf die Reise, weil so viel geklaut wird, ich mache es trotzdem. Mir ist von vornherein klar, dass er vermutlich irgendwann weg ist. Aber da ich weiß, wie ich mich immer freue, wenn ich TBs oder Coins finde, möchte ich anderen die Freude auch machen.

      Vielen Dank für euren Zuspruch, es freut mich sehr, wenn ich manch einem mit dem Beitrag das Hobby näher bringen kann. Wir selbst sind ja auch "angefixt" worden, indem uns gezeigt wurde, dass Geocaching sehr viel mehr sein kann als eine Plastikdose.

      Dann mache ich gerne noch mit ein paar Erklärungen weiter und freue mich dann später auf eure Berichte, wenn ihr selbst losgezogen seid.

      Lamia und Chantal: vermutlich wird es noch mehr Caches in eurer Gegend geben als ihr jetzt sehen könnt, manche sind nur für Premium-Mitglieder sichtbar. Das hat den Hintergrund, dass in vielen doch eine Menge Geld steckt und die Besitzer gern möchten, dass eher erfahrene Geocacher diese nur aufsuchen, und wer sich dauerhaft für das Hobby interessiert, gibt ohnehin die 30 Euro im Jahr aus, um ein paar mehr Funktionen nutzen zu können.

      Liebe Grüße,
      Schelmine

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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Schelmine“ ()

      Kommen wir zu einer weiteren uns sehr liebgewonnenen Cacheart: der Mystery - zu erkennen auf der Karte an einem blauen Fragezeichen.

      Bei diesen Caches ist zwar eine Koordinate angegeben, aber dort befindet sich kein Cache. Der befindet sich irgendwo im Umkreis von 2 km Luftlinie davon entfernt und man muss erst errätseln, wo genau.
      Diese Rätel gibt es von ganz einfach (D1) bis sehr schwer (D5) und das kann jede Art von Rätsel sein, die ihr euch nur vorstellen könnt.
      Da werden Koordinaten in Bildern versteckt, im Quelltext, es gilt, mathematische Aufgaben zu lösen, Logicals, Sudokos, Musikrätsel, Fernsehrätsel, Codes, die entschlüsselt werden müssen uvm. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.
      Oftmals gibt es bei diesen Rätseln dann glücklicherweise einen "Geochecker", dort kann man dann die ermittelten Koordinaten prüfen, um rauszufinden, ob es die richtigen sind, damit man nicht blindlings jemandes Garten umgräbt, weil man meint, die Dose sei dort versteckt.
      Btw: Geocaches dürfen nicht vergraben werden, es ist also nicht nötig, etwas zu verwüsten.

      Hier 3 Beispiele, wie so ein Rätsel, aus dem Koordinaten ermittelt werden sollen, aussehen könnte:



      Hier müssen anhand eines Kreuzworträtsels die dazugehörigen "Werbeikonen" ermittelt werden.



      Dieser Code muss entschlüsselt werden, und dann muss man mit der Information daraus noch weiteres anstellen, um an die Koordinaten zu kommen.



      Hier braucht man die richtige Idee, wenn man sie hat, braucht man nicht mal mehr den Geochecker.


      Wir lieben diese Rätsel, die man schön gemütlich zu Hause vorm Rechner machen kann, wenn Schmuddelwetter ist. Bzw. ist es eher eine Hassliebe, denn manchmal dauert es Tage, Wochen oder Monate, bis man die richtige Idee hat.
      Liebe Grüße,
      Schelmine

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      Weitere, interessante Geocachearten sind:

      -der Earthcache - zu erkennen an der kleinen Weltkugel: hier gibt es überhaupt keine Dose und kein Logbuch, in das man sich einträgt, hier gibt es was zu lernen :kgss
      Die Koordinaten führen zu geologisch interessanten Orten wie z.B. Steinbrüchen, Felsformationen uvm. Um einen Earthcache zu loggen, muss man zunächst per Email ein paar Fragen beantworten, die im Listing gestellt werden und optional stellt man sogar ein Foto mit ein. Je nachdem ist das natürlich auch mit Kindern eine schöne Sache, wir haben neulich mit den Enkeln zusammen nach Steinkohle gesucht (und gefunden!), die waren stolz wie Bolle.

      - der Virtuelle - erkennbar als kleiner, hellblauer Geist: ähnlich wie beim Earthcache gibt es auch hier keine Dose, sondern auch hier gilt oft ein Fotobeweis oder die Beantwortung von Fragen. Hier wird gern auf besondere Orte hingewiesen, wie z.B. Stolpersteine oder ähnliches. Diese Cacheart war bis vor kurzem sehr selten und "vom Aussterben" bedroht, im letzten Jahr durften aber insgesamt 4000 davon wieder veröffentlich werden.

      - die Webcam - erkennbar äh ja, so irgendwie mit viel Phantasie als kleine, graue Webcam: diese Cacheart gibt es nur noch sehr, sehr selten und oft nur in großen Städten. Auch hier gibt es keine Dose, die Aufgabe besteht darin, sich an einer Stelle zu platzieren und allerlei Faxen zu machen, damit a) die Passanten denken, man wäre völlig bescheuert und b) damit hinterher auf dem Webcamfoto erkennbar ist, dass man wirklich vor Ort war, denn Gesichter erkennt man da nie.

      - die Letterbox - zu erkennen an einem Symbol mit Briefumschlag: hier wurde eine ganz alte Idee übernommen, als sich Liebespaare noch heimlich Briefe in solche Letterboxen gesteckt haben. Die Idee besteht darin, dass möglichst wenig Technik eingesetzt werden soll; klassisch schreibt man auch nichts ins Logbuch, sondern setzt mittels eines Stempelkissens einen Fingerabdruck ins Logbuch. In einer Letterbox sollte auch immer ein eigener Stempel vorhanden sein, den sich der Finder in sein Letterboxenbuch (wenn er denn eins hat) drücken kann.
      Wir selbst haben auch eine Letterbox gelegt, zu der man mit einer Wegbeschreibung gelangt (diese Idee haben wir allerdings woanders geklaut ;) )



      - der Whereigo - erkennbar als blauer Kreis mit weißem Pfeil: damit kenne ich mich nicht ganz so gut aus, obwohl ich schon einige davon gemacht habe; hier läd man sich eine weitere App auf das Handy und dazu eine sogenannte Cartridge; diese gaukelt einem u.U. vor, ganz woanders zu sein als man eigentlich ist und es gilt, unterschiedlichste Aufgaben zu lösen und Fragen zu beantworten. Ein bisschen kniffelig und leider sehr störanfällig (stürzt oft ab), daher machen wir das nicht so gern.

      - der Cito - erkennbar an einer blau-grünen Kugel: diese Cacheart werdet ihr nur temporär auf der Karte finden, denn davon sprach ich schon gestern: zu gewissen Zeiten treffen sich die Geocacher der Region, um den Wald oder einen bestimmten Bereich aufzuräumen und zu entmüllen. Oftmals grillt man danach noch gemeinsam und quatscht noch ein bisschen.

      - ebenfalls nur temporär: der Eventcache - gekennzeichnet durch eine Sprechblase. Auch hier gibt es die unterschiedlichsten Veranstaltungen, vom örtlichen Stammtisch bis hin so richtig großen Messeveranstaltungen. Wir waren bisher noch bei keinem Großereignis, gehen aber jeden Monat zum Stammtisch, tauschen uns dort mit anderen aus, geben uns gegenseitig Tipps und freuen uns einfach, mit einer Horde von Bekloppten an einem Tisch zu sitzen.

      Liebe Grüße,
      Schelmine

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      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Schelmine“ ()

      Schelmine schrieb:

      Kommen wir zu einer weiteren uns sehr liebgewonnenen Cacheart: der Mystery - zu erkennen auf der Karte an einem blauen Fragezeichen.

      Bei diesen Caches ist zwar eine Koordinate angegeben, aber dort befindet sich kein Cache. Der befindet sich irgendwo im Umkreis von 2 km Luftlinie davon entfernt und man muss erst errätseln, wo genau.


      Aha! So eins hab ich..... :biggrin3 Das Fragezeichen zeigt auf ein Grundstück, dahinter befindet sich der Friedhof. Da bin ich gerade rungekraxelt. Dort ist es schon mal nicht. :rotwerd Ich weiß jetzt aber wo ich als Nächstes suchen muss! :thumbsup: Und dort finde ich auch die Pferde!
      So, und um euch nun richtig den Mund wässrig zu machen, gibt es in diesem Posting noch ein paar Fotos von möglichen Funden (so spektakulär sind die natürlich nicht immer) und im nächsten Posting ein paar Impressionen, wobei wir auch dabei das meiste eher NICHT zeigen, weil jeder seine Erlebnisse selbst machen möchte.

      So kann das aussehen:

      Strampeln, um an den Code für das Zahlenschloß zu kommen, netter Pausenspaß auf einem Autobahnrastplatz:



      Gut getarnt vor Muggels:



      Apropos Bienen:



      Klassisch (ich sage lieber nicht, was wir alles tun mussten, um überhaupt an die Stelle zu kommen):



      .....und schon beginnt sich der Ausrüstungsrucksack zu füllen; manchmal ist es besser, Handschuhe dabei zu haben:



      Mit Ton beim Öffnen, unglaublich, wieviel Liebe, Zeit und Geld manche in ihre Geocaches stecken:



      Noch so ein Beispiel:



      Es geht auch noch teurer:



      ....und ja: der ist tatsächlich ordnungsgemäß angemeldet, in jeder Hinsicht.

      Dies waren aber wirklich Highlights, die es zu finden gilt. Meistens sind es eben doch einfach nur kleine Butterbrotsdosen, Filmdöschen (Gott sei Dank nicht mehr so häufig, weil nicht wasserdicht) oder sogenannte Petlinge (die Rohlinge, aus denen Flaschen gezogen werden).
      Liebe Grüße,
      Schelmine

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      Jetzt noch ein paar Impressionen, einige auch von Lost Places.
      Übrigens: bitte unbedingt die Listings lesen, Schwierigkeiten und Attribute beachten; oftmals ist Erfahrung erfordlicher (Klettern), oder Teamwork. Lost Places beispielsweise sollte man nie alleine besuchen, sondern immer im Team, für den Fall, dass etwas passiert.

      Verbote sind natürlich zu beachten, die Natur zu schonen, Privatgrundstücke sind tabu, es sei denn, es wird ausdrücklich darauf hingewiesen. Es wird nichts ausgebuddelt, demontiert, abgeschlagen oder sonstiges. So hat jeder Spaß an dem Hobby, auch die Nichtbeteiligten.

      Jetzt bin ich mal gespannt, wieviele Fotos so ein Beitrag vertragen kann :/

      Zu erkennen an dem Attribut "Baum" oder "Klettern"



      Ein riesiger Spaß: Kanutour auf der Ruhr; zusammen mit dem Trupp vom Stammtisch, 18 Kilometer Paddeln, dabei ca. 25 Döschen einsammeln, die nur vom Wasser aus erreichbar sind. Die Boote haben wir gemietet, ebenso den Guide, der zwingend dabei sein musste, damit keiner Blödsinn macht und nichts passiert.



      Erweiterte Cacheausrüstung: Wathose, Leiter, Taschenlampe:



      Lost Places:



      Fertig!


      Liebe Grüße,
      Schelmine

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      Apropos Wathose: ihr seht ja das Foto mit der Banane.
      Um hier her zu gelangen, mussten wir gute 100 Meter gebeugt durch die Röhre waten.
      Auf dem Rückweg habe ich dann irgendwie leicht Panik bekommen, weil ich anfing zu überlegen, was wohl passiert, wenn da jetzt ein großer Schwall Wasser durchkommt.

      Vor lauter Glückseligkeit, Tageslicht zu erblicken, vergaß ich leider völlig, dass am Ende des Tunnels ein etwas größerer Absatz folgte und schupps, lag ich der Länge nach in der Werre. Gar nicht so einfach, mit einer mit Wasser gefüllten Wathose wieder hoch zu kommen (habe auch hinterher Schimpfe bekommen, dass ich die sofort auszuziehen hätte, damit ich nicht ertrinke, wenn mir sowas passiert :rotwerd3 ).

      Ihr könnte euch jedenfalls denken, dass der Weg zurück zum Parkplatz (auch nochmal ca. 200 Meter) sehr mühselig und unangenehm war.

      Umso herrlicher das Gesicht der 3 Mädels, die an uns vorbei gingen, als ich am Auto aus der Wathose geschlüpft bin und die ca. 5 Liter Wasser ausgeschüttet habe, die sich noch darin befanden.

      Liebe Grüße,
      Schelmine

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