Rund ums Wandern

      Schelmine schrieb:

      Ich öffne mal einen neuen Thread, damit wir nicht off topic im "Zustandsbericht" sind.
      Vielleicht findet sich hier mit der Zeit noch das eine oder andere Thema rund ums Wandern.


      Zitat von »lagarto«

      Zitat von »Schelmine«

      Was macht ihr gerade?: ein bisschen am Urlaub rumplanen, komme aber
      nicht so recht in Gang. Wir würden gern ein paar Etappen wandern (und
      geochachen dabei), aber ich tue mich immer schwer, Unterkünfte zu planen
      und mit Gepäck zu wandern und ggfs. einen Regentag dazwischen in Kauf
      zu nehmen.
      Macht mal! Es ist ein schönes Gefühl, alles dabei zu haben was man
      braucht. Und sich deshalb auch sehr zu beschränken und mit wenigen
      Dingen auszukommen. Und wenn man weiter "muss", auch wenn es regnet,
      merkt man, dass das trotzdem großen Spaß macht. Wobei ich zugebe, dass
      es eine Grenze gibt - Dauerregen ist nicht so toll. Unterkünfte planen
      ist ja seit dem Internet nicht mehr so das ganz große Problem, wobei man
      natürlich ein bisschen Zeit investieren muss.

      Wir machen jedenfalls inzwischen mindestens einen Wanderurlaub pro Jahr
      auf diese Weise. (Letztes Jahr mal in südlichen Gefilden, auf La Gomera.
      Das war fantastisch und dazu auch noch sehr günstig. Falls sowas in
      Frage kommt, gebe ich gerne Tipps. Geocaching ist für uns aber kein
      Kriterium, daher kann ich dazu leider nichts sagen).

      Es ist ein schönes Gefühl, alles dabei zu haben was man braucht.
      Da fängt es ja schon an :rotwerd3
      1.
      schleppen wir jetzt schon immer so viel Zeug mit, dass es mal gerade mit einer Übernachtung geht, wir wagen uns gar nicht vorzustellen, wie
      viel wir schleppen müssten, wenn es noch ein paar Nächte mehr werden sollen.

      2. ist tatsächlich das Geocaching ein "Problem", denn ohne Quatsch haben wir diesbezüglch standardmäßig immer eine Leiter, 2 Wathosen, eine Angel und Gummistiefel im Auto, sowie noch ein Haufen Kram, den man möglicherweise brauchen könnte im Rucksack.
      Ein Graus der Gedanke, wir stehen mitten im Wald und können einen Cache nicht bergen, weil eins der o.g. Dinge fehlt :happy1

      Aber ich sehe ein: es wird vermutlich zumindestens ohne die Leiter gehen müssen.

      La Gomera. Das war fantastisch und dazu auch noch sehr günstig. Falls sowas in Frage kommt, gebe ich gerne Tipps.
      Nun,ganz so außergewöhnlich soll es gar nicht werden. Eigentlich nur ein paar Tage Rheinsteig. Vermutlich steigen wir irgendwo bei Koblenz ein und hoffen auf 4-5 Etappen.
      Das kann man tatsächlich auch geocachenderweise tun, dafür muss man dann unterwegs an bestimmten Wegpunkten aus einem kleinen Bilderausschnitt das große Ganze finden und
      am Schluß in Reihenfolge bringen. Eine feine Sache für Leute wie uns, die gern beides verbinden möchten (es soll insgesamt ein reiner
      Geocaching-Urlaub werden, eine Hälfte mit festem Standort und eine Hälfte wandernd).
      Recherchiert habe ich bis jetzt, dass sich Koblenz bis Lorch anbietet.
      Aber du hast Recht: ich könnte tatsächlich Tipps zur Unterkunftssuche und zur Planung des Gepäcks brauchen. Übers Internet ist kein Problem, aber
      wo setze ich da erstmal an? Ich traue mich offengestanden auch nicht, einfach los zu laufen und bei Ankunft zu suchen.

      lagarto schrieb:

      Schelmine schrieb:

      Eigentlich nur ein paar Tage Rheinsteig.


      Also, da ist die Infrastruktur ja hervorragend, weil das ja eigentlich für Streckenwanderer konzpiert ist.

      Schelmine schrieb:

      Aber du hast Recht: ich könnte tatsächlich Tipps zur Unterkunftssuche und zur Planung des Gepäcks brauchen. Übers Internet ist kein Problem, aber wo setze ich da erstmal an? Ich traue mich offengestanden auch nicht, einfach los zu laufen und bei Ankunft zu suchen.


      Zur Gepäckplanung. Das ist im Prinzip einfach. Es gibt ja sogar Packlisten im Internet, die für sowas Hilfestellung bieten. Ganz grundsätzlich kann man sagen, dass man was klamottentechnisch zum Wandern braucht und was für abends nach der Dusche. Um nicht zu viel mitzunehmen, muss man eben bei der Abendgarderobe immer mal das gleiche anziehen, was ja nicht schlimm ist, weil man immer nur geduscht in diese Klamotten steigt und dann ja auch nicht mehr schwitzt. Beim Wandern muss man dann eben auch mal in Sachen steigen, die jetzt nicht mehr soooo frisch sind. Oft ist Funktionskleidung aber auch sehr schnell trocknend, so dass man auch mal ein T-Shirt oder Unterwäsche auswaschen kann, wenn man in der Unterkunft ankommt. Ich nehme supergerne T-Shirts aus Merinowolle, weil die erst gar nicht riechen. Außer den Wanderschuhen brauch man für Abends auch noch ein paar normale Schuhe, Sneakers oder so. Je leichter, desto besser. Bei den Wanderklamotten habe ich grundsätzlich zwei Sätze dabei, einmal das, was ich trage und einmal noch für den Rucksack, falls ein Satz Klamotten nass geworden ist. Unterwäsche und Strümpfe kann man natürlich auch ein paar mehr mitnehmen.

      Hier ist mal ein Beispiel für eine Packliste, die mir nicht schlecht erscheint. Ich habe die jetzt nicht soooo genau angeschaut, ist auch nur eine Orientierung, da kann man dann ja selber entscheiden, was man brauch und was nicht. Dass der Rucksack am besten nicht mehr als 8 Kilo wiegen sollte, ist ein guter Hinweis. Maximal 10! Ob das mit Geocachingausrüstung zu realisieren ist, weiß ich nicht.

      Zur Unterkunftsplanung: Ich nutze dafür echt die ganz normalen Portale: Booking, HRS, die Unterkunftsseiten der Gemeinden (gibt es für jeden touristisch halbwegs interessanten Ort). Und dann gucke ich mir eigentlich nur noch an, ob die einigermaßen an der Strecke liegen. Blöd ist z.B. wenn man in einen Ort wandert und dann feststellt, die Unterkunft liegt zwar in Ort, aber man muss noch einen Berg hoch oder noch zig Kilometer laufen und am nächsten Tag wieder zurück zur Strecke. Man kann die Adressen ja in google-maps prüfen und ob die ziemlich nah am Wanderweg liegen. Und wenn mal was schiefgeht, gibt es immer eine Möglichkeit: Gerade der Rheinsteig ist ja nicht das Ende der Welt. Booking und HRS bieten ja sogar oft Unterkünfte, die noch bis kurz vor knapp kostenfrei storniert werden können, so dass man ggf. sogar noch mal unterwegs die Pläne ändern kann.

      Ach so: eine Sache ist noch wichtig: Manchmal will man vielleicht am Ende der Strecke noch ein paar Tage länger bleiben und hätte dann auch gerne mal etwas mehr Gepäck mit frischen Sachen. Entweder man lässt dort dann das Auto stehen und fährt mit öffentlichen Verkehrsmitteln an den Ausgangspunkt der Wanderung oder, wenn man komplett mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist kann man auch in die letzte Unterkunft einen Koffer vorausschicken, z.B. mit DHL. Einfach bei der Unterkunft anrufen und den Sachverhalt erklären, funktioniert immer.

      Also, das ist wirklich kein Hexenwerk. Das einzige, was man falsch machen kann, ist zu viel mitzunehmen und dann zu schwer zu schleppen. Und ein schlechter Rucksack. Und seine tägliche Kilometerleistung sollte man ungefähr kennen, aber da sind die Etappen des Rheinsteigs ja auch vorgegeben. Wenn man richtige Trekkingtouren mit Zelt, Schlafsack, Kocher und Essen für mehrere Tage macht, da muss man echt gut planen. Aber bei so einer Mittelgebirgswanderung in Deutschland von Ort zu Ort brauch man ja außer einem Energieriegel oder einer Semmel für den Notfall noch nicht mal essen mitnehmen.

      Schelmine schrieb:

      Herzlichen Dank für deine Mühe Lagarto!

      Ein paar Dinge haben wir schon ausprobiert, indem wir eben einfach mal eine Übernachtung eingeplant hatten, dabei aber eben festgestellt, dass wir vermutlich viel zu viel Gepäck noch dabei haben.
      Die Vorstellung, das, was wir schon hatten, noch um ein paar Kleidungsstücke u.m. zu erweitern war da schon -wie sage ich es- beeindruckend.
      Wobei wir schon inzwischen nur noch Mini-Tuben Zahnpasta mitnehmen und bei einigen Dingen auf die Miniaturausgabe oder gar Reste ausweichen (Schampooflasche mit Rest für 2 Haarwäschen = Restmüll nach der Übernachtung)
      Eigentlich wollten wir sogar anfangen, dergleichen nicht mehr mitzunehmen, weil eigentlich immer Seife und/oder Duschgel im Hotel ist, aber kaum hatten wir das beschlossen, gab es keins :(

      Ich schaue mir das heute mal an, wie das am Rheinsteig verkehrstechnisch aussieht; wo man gut das Auto abstellen kann und wie man gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln wieder zum Ausgangspunkt kommt.
      Wenn wir das sehr geschickt anstellen, haben wir die Möglichkeit, nach 2 Übernachtungen Klamotten und Standort zu wechseln = Schisservariante.

      Wir werden erst eine Woche an einem festen Ort verbringen, danach planen wir die Wanderung für ca. 1 Woche, vielleicht kann man da das Auto dann gut mittig platzieren, das muss ich halt noch recherchieren.
      Über booking.com habe ich jetzt schon einige Male gebucht, da werde ich mal schauen.
      Nach wie vor lockt mich auch oft die Faulheit und ich schaue dann bei den Angeboten mit Gepäcktransfer o.ä., aber das ist mir dann immer zu teuer, dafür bin ich zu geizig, weil man dafür ja schon 2 Urlaube machen könnte :D

      Funktionswäsche, da sagst du was. Das mit der Merinowolle greife ich mal auf.
      Bisher bin ich nämlich von diverser Funktionswäsche, die ich so ausprobiert habe, nicht so begeistert, sobald ich schwitze, fühle ich mich darin sehr unwohl, und es ist mir zu kühl auf der Haut.
      Da sind weitere Tipps herzlich willkommen!

      Nein, Hexenwerk ist das mit dem Rheinsteig wohl tatsächlich nicht, dennoch finde ich das alles aufregend, weil wir eben einen derartigen Urlaub überhaupt noch nicht gemacht haben (auch in der Kombination mit Geocaching).
      An was man da alles denken muss :shock
      Aber genau diese Planung (oder planlosigkeit), auch in Verbindung mit Geocaching, gehört natürlich schon mit zum Abenteuer und macht Spaß.

      Ich glaube, wir können die Entfernungen, die wir so wandern können, sehr gut einschätzen, da sind wir auch hart gesotten.
      Was auch hier als Variable dazu kommt ist, wie anstrengend es ist, sich mit Gepäck auf dem Rücken mehrfach zu bücken (und ggfs. hinterrücks vom Rucksack erschlagen zu werden) oder eben doch eine Weile nach einem Geocache zu suchen.
      Wir haben letztes Jahr einen Wander-Geocache über 40 Kilomter gemacht (auf 2 Tage verteilt) und unterwegs noch nach ein paar anderen Geocaches gesucht, das war dann von der Anstrengung her doch noch etwas anderes, als einfach nur 20 Kilomter zu laufen, zumal wir den Fehler gemacht haben, gleich beim ersten über eine halbe Stunde lang zu suchen.

      Hach, das wird spannend alles! (Und den Rheinsteig wollte ich sowieso schon lange mal erwandern, und wenn es nur ein paar Etappen sind).

      Schelmine schrieb:

      Probier es doch einfach mal mit einer Übernachtung aus, Spaß macht das schon. Und mit Hund stelle ich mir das auch toll vor. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich jemand bin, der kein Problem damit hat, wenn mir Leute mit Hund entgegen kommen, der nicht angeleint ist. Wahrscheinlich ist so eine Wanderung mit Hund und Leine (oder ständig meckernden Leuten) auch nicht mehr so toll. :/

      Pat schrieb:

      och, da bin cih völlig schmerzfrei. Esme läuft ohne Leine, wenn Menschen kommen hält sie sich ohnehin nahe bei mir und in den allermeisten Fällen ist das auch kein Problem.
      und wenn mich jemand höflich bittet doch den Hund festzuhalten, dann mache ich das auch
      und wenn mich jemand anschnauzt ich solle doch gefälligst den Köter anleinen, dann mache ich das nicht und blaffe zurück: wieso? Sie laufen doch auch frei herum :happy1
      ich werde mal den Hochrhöner in Angriff nehmen, der führt hier praktisch an der Haustür vorbei

      EvaW schrieb:

      Ganz kurz zum Thema Unterkunft: ich liebe mittlerweile einige Jugendherbergen! Begeistert war ich u. a. von Worms, Speyer und Oberwesel (wobei letztere mal wieder bergauf gelegen ist...).
      Ich mache Urlaub mit dem Rädchen und habe da gute Erfahrungen gemacht. Zumindest in RLP... Bayern ist mal wieder speziell, aber auch hier teilweise für solche Übernachtungen empfehlenswert.

      kegala schrieb:

      Wandern ist einfach toll,
      Seit Jahren habe ich Merino-Shirts im Gepäck,
      Sommer wie Winter.
      Für eine Woche nehme ich max. 5 mit
      Das Tagesshirt „lüftet“ über einem Stuhl oder an einem Haken.
      Abends wird ein frisches Shirt angezogen... und mit dem laufe ich dann am
      nächsten Tag. Am Abend wieder das selbe Spiel.
      Die Shirts können gut 3-4 Tage ohne Waschen angezogen werden.

      Bei Bergfreunde.de, Bergzeit.de oder auch andere Shops,
      Findest Du immer wieder auch Angebote.

      lagarto schrieb:

      Schelmine schrieb:

      Ich recherchiere gerade; nimmst du die auch im Frühjahr/Sommer?


      Ja genau, das ganze Jahr durch. Die gibt es ja in verschiedenen Qualitäten. Ich habe drei T-Shirts, die eher dünner sind und ein langarmiges Shirt, das dicker ist. ich kann ansonsten Kegala nur zustimmen. Bei einer Zelttour durch Skandinavien würde ich jetzt niemals ein T-Shirt pro Tag mitnehmen, viel zu viel Gewicht und da man ja auch nicht unter Leute geht .... Aber bei einer Wanderung von Örtchen zu Örtchen ist Kegalas Methode sicher genau richtig.

      Ach so, was man bedenken sollte: es ist Wolle. Das heißt, es ist doch ein bisschen empfindlich und man sollte bereit sein, hin und wieder mal ein Löchlein zu stopfen. Passiert mir schonmal im Bereich des Gürtels, besonders bei den dünnen T-Shirts. Die sind einfach zu teuer, um sie dann sofort auszusortieren. Was dickere Qualitäten betrifft, so sind die wirklich total unempfindlich. Und was man auch sagen muss: teuer lohnt sich. Ich habe meine vier Sachen inzwischen alle von Icebreaker. Sehr teuer, aber viel haltbarer. Ich hatte mal was von Quetchua (Decathlon) und das war nix, obwohl ich die Sachen von Quetchua jetzt auch nicht pauschal schlecht machen möchte, ich habe eine Wanderhose, die Klasse ist. Nur bei Merino wars halt nix.

      Schelmine schrieb:

      Das klingt toll Regina!

      @Lagarto und Kegala: danke für eure Ausführungen. Dachte ich mir schon, dass bei den Merino-Shirts Qualität gefragt ist. Bei Declathon habe ich bis jetzt nur mal Schuhe zum geocachen gekauft, die müssen echt nicht teuer sein oder besonders haltbar, weil die sowieso ruckzuck versaut sind. Wie die sonst so sind weiß ich gar nicht.

      Bei den T-Shirts habe ich welche zwischen 50 und 130 Euro gesehen, 5 davon werde ich mir wohl eher nicht leisten.
      Ich stinke dann lieber und behaupte, das sei zugunsten des Gewichtes. :gap

      Mal sehen, den ersten Teil des Urlaubes habe ich heute morgen geplant, als nächstes kommt dann der Wanderteil

      Dass Jugendherbergen sich inzwischen stark verändert haben hörte ich schon öfter, so ganz traue ich mich trotzdem nicht. Naja, vielleicht probieren wir es einfach mal einmal aus, wäre ja die Gelegenheit. Ich fürchte, ein so häufiger Standortwechsel macht den Urlaub recht teuer.

      ..... Und Schuhe brauche ich auch noch, ich habe nur noch ganz klobige fürs Gebirge, ich will Teutopuschen.

      Chantal schrieb:

      Wir wandern gerne. Als meine Tochter sechs Jahre alt war, hatten wir unsere erste große Tour. Die erste Rast war ein Kneippbecken, die Zweite eine Gasststätte. Von da an ging es mit Plan nach Hause, den hatten wir bis zum Besuch des Ausfluglokals noch gar nicht, na ja, ich wusste die Richtung, gegangen sind wir diesen Weg noch nicht.
      Dann sind wir mit meinem leiblichen Vater und deinem Kumpel jeden Samstag 12 km gewandert. Sechs hin, einkehren und sechs zurück. Oft gingen wir auch andere Wege, die wirklich wunderschön waren!
      Bei einem Ausflug habe ich Wanderkarten ergattert, was es uns doch ein wenig erleichtert auch mal Routen zu zweit zu gehen.
      Was freue ich mich, auf die Regen -und Sturmfreie Zeit!