Das Ende?

      Hallo, ich habe einen süßen Mischling Schnauzer-Terrier, 12 Jahre alt. Schon lange hat unser Hund Gelenkprobleme. Nach größeren Spaziergängen lahmte er immer wieder, was sich aber nach etwas Ruhe legte. In den letzten Wochen waren die Spaziergänge halt kürzer und es ging ihm gut. Letzten Mittwoch tobte meine kleine Tochter mit dem Hund. Daraufhin war der Hund komplett gelähmt in den Hinterbeinen. Der Tierarzt vermutet einen Bandscheibenvorfall und behandelte mit entzündungshemmenden Schmerzspritzen und Vitaminen. Durch das viele Liegen bekam er zusätzlich ein Lungenödem in den darauf folgenden Tagen. Dies konnte erfolgreich mit einem Diuretikum behandelt werden. Die Lähmung hat sich leider nur partiell zurückgebildet. Es tut mir weh unser agiles Hundchen so zu sehen, Er humpelt auf drei Beinchen, was ihn natürlich sehr anstrengt. Ich habe mit meiner Familie besprochen, dass das kein dauerhafter Zustand sein kann. Aber es fällt mir sehr schwer, einen Hund, der freudig kläfft, wenn es klingelt oder Besuch ins Haus kommt zum Tierarzt zur erlösenden Spritze zu bringen. Er frisst sein Futter mit Apetit und wedelt mit dem Schwänzchen. Ich bin total unsicher, wie es weiter gehen soll. Was würdet ihr machen?
      evi


      rauchfrei seit 11. 12. 2005
      Hallo Evi

      hat dein Hund Schmerzen? Was meint der Tierarzt? Du schreibst, dass er mit Apetit frisst, sich freut wenn er euch sieht oder Besuch kommt. Also ich wuerde meinen Benno nie einschlaefern lassen, solange er noch mit gesundem Apetit frisst und noch soviel Lebensfreude zeigt und ich bin sicher mein Tierarzt des Vertrauens wuerde es auch nicht machen.
      Warum willst du ihm nicht noch einen so angenehmen wie fuer ihn moeglichen Lebendsabend bei euch geben, klar werdet ihr vielleicht ein bischen mehr "Arbeit" mit ihm haben, aber er war doch 12 Jahre euer treuer Hausgefaehrte. Gib ihn nicht so schnell auf.



      einen lieben Gruss
      Patricia
      Ich würde mir auf jeden Fall mal den Rat eines zweiten Tierarztes einholen...

      Wenn es nach manchen Tierärzten gehen würde, würde mein Hund schon seit ein paar Jahren nicht mehr leben. So ist es nun mal im Alter- und uns wird es auch mal allen so gehen- dass nicht jeder Tag voller Elan ist und dass man auch mal Zeiten der Schmerzen/Probleme hat.
      Meinen Hund musste ich auch schon einige Male auf die Wiese tragen, weil er kräftemäßig nicht gut drauf war. Er freut sich aber des Lebens und ist inzwischen wieder fit.
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      Witz ist der Intellekt auf Reisen- für viele von uns leider nur ein Kurzausflug.
      Hallo Evi,
      laß Dich mal :knuddel1
      in Deiner Haut möchte ich jetzt echt nicht stecken, aber diese Entscheidung kann Dir keiner abnehmen und Du wirst, wenn Du Dich entschießt Dein Tier zu erlösen immer mit Deinem Gewissen kämpfen....auch, wenn es der bessere Weg ist. Wenn Du Dir so unsicher bist, dann hole Dir noch eine Meinung von einem anderen Tierarzt ein. Und beobachte Deinen Hund genau.

      Gruß
      Lila
      "Lebensstandard ist, wenn man mit Geld, das man nicht hat,
      Dinge kauft, die man nicht braucht, um Leuten zu imponieren, die
      man nicht mag" (unbek.)

      Liebe Patricia, der Tierarzt glaubt nicht, dass sich die Lähmung zurückbildet. Ich trage ihn zur Zeit in den Garten, er kann ca 5 m auf drei Beinen humpeln, dann ist er komplett erschöpft. Andererseits sehe ich sein Interesse an seiner Umwelt, er würde gerne springen und kann es nicht. Ich denke, dass er bei Bewegung Schmerzen hat, deshalb vermeidet er das Laufen. Ich habe einen sehr guten Tierarzt, er sprach heute von der Würde unserer kleinen Murkel. Ein Hund der nicht mehr laufen kann ist besser zu erlösen. Ich würde mir wünschen, dass uns Murkel deutlich zeigen würde, dass er nicht mehr will, wie Apetitl oder Teilnahmlosigkeit. Aber das ist nicht der Fall. Ich weiß nicht weiter.
      evi


      rauchfrei seit 11. 12. 2005

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Evi“ ()

      Evi schrieb:

      Ein Hund der nicht mehr laufen kann ist besser zu erlösen.


      Liebe Evi

      dieser Satz von deinem Tierarzt, waere fuer mich schon der Grund ihn zu wechseln. Es gibt viele Hunde oder Katzen die nach einem Autounfall ein Bein verloren haben, und danach noch viele Jahre mit 3 Beinen leben.

      Ich wuerde mir einen 2. Rat einholen und eigentlich zeigt dir Murkel ja, was sie gerne moechte.

      Evi so einfach ist es nicht einen lieben Kameraden zum Tierzrzt zu begleiten um ihm die Spritze zu geben, ich musste meinen Kater vor 5 Jahren zum Tierarzt begleiten, weil er sonst jaemmerlich erstickt waere, ich habe mich lange Zeit danach noch sehr mies gefuehlt, obwohl ich wusste es war fuer ihn eine Erloesung.

      lieben Gruss
      Patricia
      Du hast recht, ich werde noch eine zweite Meinung holen. Ich kann das nach einer Woche nicht vor mir selber und den Kindern rechtfertigen. Ich hoffe, dass ich ihn durch mein zögerliches Handeln nicht quäle, denn er kann mir ja nicht sagen, Frauchen, mir tut alles weh, hilf mir.
      Ich hatte schon einmal einen Hund, den ich einschläfern lassen musste, doch da war die Situation eindeutig, das Tier war an Krebs erkrankt und hatte innere Blutungen.
      Ich danke für eure mitfühlenden Worte.
      evi


      rauchfrei seit 11. 12. 2005
      Naja, wie du sagtest: Der Hund freut sich noch, der Hund frisst. Das waren bei mir mit die beiden Hauptargumente, dass ich nicht dem Rat des Arztes gefolgt bin...
      Und heute, Jahre später, bin ich sehr froh darüber!
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      Witz ist der Intellekt auf Reisen- für viele von uns leider nur ein Kurzausflug.

      Evi schrieb:

      Ich hoffe, dass ich ihn durch mein zögerliches Handeln nicht quäle, denn er kann mir ja nicht sagen, Frauchen, mir tut alles weh, hilf mir.


      Evi ich glaube wenn er starke Schmerzen haette, dann wuerde er nicht mehr fressen, teilnahmslos sein und "jammern". Oh Mensch ist der goldig, haettest mir jetzt lieber nicht das Bild gezeigt. :knuddel1



      einen lieben Gruss
      Patricia

      Evi schrieb:

      Hallo Zero, wie oft habt ihr Cortison gespritzt? Wir haben jetzt eine Injektion Murkel geben lassen.

      Ganz unterschiedlich, mal 2-3 Wochen gar nicht und dann wieder 2 mal die Woche. So, dass sie keine Schmerzen hatte. Das Problem war, dass sie sich danach fühlte wie ein Junghund und sich auch so benahm: Sie rannte wie eine Irre, schleppte Stöcke usw. Das war für die Gelenke natürlich nicht gut. Wir suchten also immer die Dosis, dass sie schon merkte dass sie keine 2 mehr war.
      >3 Jahre rauchfrei :)
      Ok, ich werde das mal mit dem Doc besprechen, ob wir nicht noch einmal eine Cortisontherapie durchführen. Eine leichte Verbesserung nach der Spritzentherapie haben wir bemerkt, vielleicht braucht der Hund noch Zeit.
      evi


      rauchfrei seit 11. 12. 2005
      ja mach das, bei unserer wirkten auch erst die Spritzen des zweiten Doc, der hat die Dosen ganz anders berechnet. Solange der Hund Lebensfreude zeigt, würde ich keinen Gedanken an das durch eine Spritze herbeigeführte Ende hegen. Auch alte Hunde haben ein Recht darauf, körperliche Gebrechen zu haben.
      >3 Jahre rauchfrei :)

      Zero schrieb:

      Solange der Hund Lebensfreude zeigt, würde ich keinen Gedanken an das durch eine Spritze herbeigeführte Ende hegen. Auch alte Hunde haben ein Recht darauf, körperliche Gebrechen zu haben.


      Ganz meiner Meinung. Solange er keine zu großen Schmerzen leidet, lass ihm sein kleines Leben.
      Einer für Alle, Alle für Einen

      Anna59 schrieb:

      Zero schrieb:

      Solange der Hund Lebensfreude zeigt, würde ich keinen Gedanken an das durch eine Spritze herbeigeführte Ende hegen. Auch alte Hunde haben ein Recht darauf, körperliche Gebrechen zu haben.


      Ganz meiner Meinung. Solange er keine zu großen Schmerzen leidet, lass ihm sein kleines Leben.


      ich unterschreib selten, aber das unterschreib ich hundertprozentig


      lieben Gruss
      Patricia
      Mal ne praktische Frage: Habt ihr Murkel mal Röntgen lassen?

      Wenn es die Bandscheibe wäre, dann würd man es ja sehen, genauso wie z. B. Arthrose. Auf blauen Dunst irgendwelche Medis - und dann gleich mit Cortison schießen - ohne das eine echte Diagnose da ist, find ich etwas heftig.

      Wenn nicht, sollte mal eine Blutuntersuchung sowie ein Ultraschall gemacht werden.

      Ohne Ergebnis würde ich keines meiner Tiere einfach erlösen wollen. Da muss ich schon eine konkrete Aussage haben.
      Jedes Ende ist auch ein neuer Anfang....

      Hallo, ich hatte heute mittag einen Termin beim Tierarzt. Röntgen hat er abgelehnt, zur Beurteilung der Hüfte und Wirbelsäule braucht er eine Aufnahme, bei der Hund auf dem Rücken liegen muss. Das toleriert Murkel zur Zeit schmerzbedingt nicht. Die neurologische Untersuchung hat nichts Neues an den Tag gebracht. Der Hund bekommt jetzt einen anderes Schmerzmittel, das auch antiphlogistisch wirkt. Dazu ein Vit B Komplex und weiterhin Digitalis und Lasix. Ein Cortikoid hat der Tierarzt abgelehnt, da der Hund auf die hochdosierte Gabe ein Lungenödem bekommen hat. Wir sollen jetzt einige Tage abwarten, am Freitag treffen wir uns zur Befundkontrolle. Eine Prognose konnte? oder wollte er nicht abgeben.
      Liebe Grüße
      evi


      rauchfrei seit 11. 12. 2005