Baufinanzierung

      Baufinanzierung

      Ich habe da mal eine generelle Frage zu Baufinazierungen, die eher an Leute geht die diese schon weitgehend abgezahlt haben.

      Ich muesste für ein Bauvorhaben 110.000 Euro aufnehmen. Bei 1 % Tilgung ergibt das 35 Jahre lang knappe 600 Euro pro Monat.
      Für nur knappe 100 Euro mehr im Monat kann ich mit 2 % tilgen und wäre schon nach 24 Jahren fertig. Unterm Strich spare ich dabei 45.000 an Zinsen.

      Da ich selber erst 35 Jahre alt bin kann ich mir aber über solche lange Zeiträume nix vorstellen.
      Einerseits sträube ich mich dagegen mich bis ins Rentenalter zu verschulden, auch die hohe zu erbringende Zinslast schreckt mich ab.
      Andererseits sage ich mir aber, wenn die 700 Euro im Monat fix bleiben, was bedeutet das denn dann in 15-30 Jahren noch ? In Kaufkraft gerechnet doch höchstens noch 250 Euro, also lächerlich wenig.

      Lohnt es sich möglichst schnell zu tilgen um z.b. nach überschaubaren 15 bis 20 Jahren fertig zu sein, oder ärgert man sich dann nach 20 Jahren, weil die Belastungen umgerechnet dann viel weniger weh tun, als z.b. heute.

      Im Nachhinein ist sowas natürlich immer viel einfacher zu beantworten, wenn ich z.b. in 15 Jahren arbeitlsos werde würde ich froh sein, wenn die Hütte schon bezahlt ist,
      steigt aber z.b. bis zur Rente mein Gehalt jedes Jahr um 3 % bei gleichbleibenden Raten und ich werde nicht arbeitslos, dann bin ich vermutlich eher froh wenn der Kredit möglichst lange läuft und mir so wenig wie möglich im Monat weh tut.

      Ist klar worauf ich hinaus will ? ?(

      Die Zahlen sind jetzt alle mal nur auf die schnelle hingerechnet, es geht mir ja auch nur ums Grundprinzip.
      Ich denke ich werde wenn es dann soweit ist ohnehin so schnell wie irgend möglich tilgen, weil ich glaube dann besser schlafen zu können und ich ohnehin geizig bin, was sowas angeht,
      aber vielleicht sagt mir ja hier auch jemand ganz was anderes ?
      :respekt NMR seit 28.02.04 01:00 Uhr :respekt
      Also ich (wir) habe Wert drauf gelegt, das ich (wir) Sonderzahlungen leisten kann !!!
      Kostet meist ein paar Prozentpunkte mehr - aber so wollen wir das.
      (Wenn Geld übrig ist am Jahresende, evtl. Erbschaften in Zukunft, Lottogewinne ;) )
      Genauso haben wir aber auch den Grund-Abzahlwert so gering wie möglich gelegt, da wir nicht verheiratet sind, und sollte ich irgendwann alleine dastehen und Arbeitslos sein, so muß ich das auch abbezahlen können !
      Wir haben für die Aufstockung rund 85.000 EURO finanziert .....
      Ãœber eine Bausparkasse ..... allerding sparen wir die 1. Jahre erst den Bausparvertrag an ....
      dieser ist dann irgendwie in 10 Jahren glaub ich "Fällig" - damit Zahlen wir dann einen Teil des Kredites und je nachdem, wieviel wir wirklich schon bis dahin gespart haben, legen wir die restliche Zeit fest (aber auch mit Sonderzahlungsmöglichkeiten!)


      Kleiner Denkanstoß:
      Ich denke, wenn Du nach Deiner Rechnung irgendwann wirklich viel mehr verdienst wie jetzt, kannst Du auch das Geld anlegen/sparen, und erhällst wahrscheinlich mehr Pluszinsen, als Du bei Deiner Finanzierung an Schuldzinsen hast.

      Ocean schrieb:

      Unterm Strich spare ich dabei 45.000 an Zinsen.
      Durch den Einsatz von 100*12*24 = 28.800 Euro sparst Du 45.000 Euro Zinsen.
      Wenn Du 100 Euro monatlich zu einem Zinssatz von 4% anlegst, hast Du nach 24 Jahren ca. 48.000 Euro ... vor Steuern.
      Selbst mit Steuern solltest Du bei einem Zinssatz von 5% etwa gleichziehen. Das haengt aber stark von Steuersatz und Freibetrag ab.
      Den positiven Effekt, den eine Sonderzahlung von 45.000 Euro nach 24 Jahren auf einen Kredit mit 35 Jahren Laufzeit hat, muesste man auch noch einrechnen.

      Gesucht ist also eine Sparanlage mit einer Rendite von mehr als 5%.

      Mroann
      > 1 Jahr rauchfrei
      Derartige Rechner gibbet im Internet zu Hauf. Das weiß ich ja auch alles.
      Mir ging es auch eher um die Erfahrungswerte von Leuten die schon 20 oder 30 Jahre an einem Haus abzahlen, was sie rückblickend zu ihrem Finanzierungsweg sagen.

      Ich habe gerade einen Kollegen getroffen der schon seit 15 Jahren abzahlt und der hat mir folgendes geraten:

      Die nidrigste Tilgung wählen, also 1 %
      Geld was über ist auf Seite legen und sparen.
      Wenn das Geld dann nach einem Jahr immer noch über ist eine Sondertilgung auf den Kredit machen (idR sind da 5% möglich)

      Der Nachteil dieser Variante ist sehr gering, weil die Habenzinsen in etwa gleich hoch sind wie die verpassten Sollzinsen gegenüber einer höheren festen Tilgung.
      Der riesen Vorteil ist aber: Wenn man das Geld dann plötzlich doch nicht mehr über hat (weil z.b. ein neues Auto her muß, oder whatever) hat man keine Verpflichtung.
      Schliesst man jedoch direkt mit einer Tilgung von 2 oder mehr % ab, dann will die Bank dieses Geld auch sehen. Wirds dann auf einmal knapp verliert man womöglich das Haus :thumbdown:

      Ich denke so werde ichs dann auch machen. Sondertilgungen von 5 % bedeuten in meinem Fall immerhin 5500 Euro Sondertilgung pro Jahr möglich.
      Wenn man die jedes Jahr ausschöpft ist das Haus auch schon nach 13 Jahren abbezahlt, man hat aber keinerlei Verpflichtung.

      Der Kollege sagte auch noch, daß die abgeschlossene Rate am Ende der üblichen 10 Jahres Frist immer relativ kleines Geld ist und man dann bei der Anschlußfinazierung idR ohnehin eine höhere Summe und somit eine schnellere Tilgung vereinbart.
      :respekt NMR seit 28.02.04 01:00 Uhr :respekt
      wenn Du diese Ueberlegungen anstellst, solltest Du mal ueber ein endfaelliges Darlehen nachdenken: Du zahlst nur die Zinsen und gar keine Tilgung. Stattdessen legst Du monatlich Geld an und zahlst am Ende alles auf einen Schlag (bzw. das, was Du kannst, und suchst Dir eine Anschlussfinanzierung). Das lohnt sich, wenn die Rendite Deiner Anlage besser ist, als die Zinsen, die Du fuer Deinen Kredit zahlst.

      LG,

      Mroann
      > 1 Jahr rauchfrei
      Einem Eigennutzer ein endfälliges Darlehen in der Hoffnung auf höhere Rendite als der Kreditzins zu empfehlen, halte ich für schlicht abenteuerlich. Ich habe seit etwa 25 Jahren mit dieser Materie zu tun und kann jedem, der mit dem Gedanken spielt sich eine Immobilie zum selber bewohnen zu kaufen, nur empfehlen, eine zweiprozentige Anfangstilgung zu vereinbaren. Bei älteren Immobilien wird das von den finanzierenden Banken ohnehin verlangt. Die Idee, mit einer möglichst geringen Anfangstilgung zu arbeiten und auf Sondertilgungsmöglichkeiten zu hoffen, hört sich auf den ersten Blick überzeugend an. In der Realität ist es aber oft so, daß grade zu dem Zeitpunkt, wenn man das Geld hat, eine besondere Ausgabe ansteht, ein Urlaub, oder eine größere Anschaffung vorgezogen wird.
      Das ist natürlich eine Frage der persönlichen Disziplin, aber da gehe jeder selber einmal in sich. Beim derzeitigen Zinsniveau kann und darf es nicht daran scheitern, 1 oder 2 % zu tilgen. Bei wem es da schon eng wird, sollte ohnehin die Finger von einer Finanzierung lassen. Nochmals: ein endfälliges Darlehen ist für Eigennutzer BRANDGEFÄHRLICH. Im Notfall verkauft man, wenn man Pech hat, seine Immobilie zu ungünstigem Preis und hat noch die vollen Schulden. Das Guthaben aus der "TIlgung" steckt meist in langfristigen Spar-oder Lebensversicherungsverträgen und ist auch meist nur mit Verlusten wiederzu liquidieren. Meine Erfahrung und mein Rat: Eine Anfangstilgung sollte nach Möglichkeit 2% betragen und dann "laufen lassen". Sich frühzeitig um eine gute Anschlußfinanzierung bemühen. Natürlich trotzdem Sondertilgungsmöglichkeiten vereinbaren, man kann nie wissen, ob man nicht unverhofft zu einer größeren Summe kommt, die man nicht braucht. Der Einsatz von Bausparverträgen zur langfristigen Finanzierung, insbesondere in der jetzigen Zinssituation, ist meines Erachtens uninteressant. (Außer wenn man grade einen zuteilungsreifen Vertrag hat, aber der kostet meist zwar wenig Zinsen, hat aber eine hohe Anfangstilgung von um die 7% ! Es spricht nichts dagegen, Gelder die man übrig hat,z.B. in einen kleineren Bausparvertrag um die 10.000 - 20.000 Euro zu stecken um damit, wenn nötig, irgendwann mal größere Renovierungen an Dach und Fach zu bezahlen. Denn die kommen mit Sicherheit!
      :meinung
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Supremo“ ()

      Der Urlaub steht aber auch bei einer 2 %igen Tilgung an und wird dann oft über einen Raten Kredit finaziert. Nicht wirklich viel besser.
      Dann handel ich lieber aus einem üppigen Budget heraus.
      Hinzu kommt in meinem Fall noch die Situation das meine Frau derzeit in Mutterschutz ist und wir deshalb nur ein Einkommen haben.
      Und das bleibt auch noch mindestens 2 Jahre so.
      In dieser Phase sind 100 Euro mehr oder weniger im Monat schon Geld das man nicht missen möchte.

      Wenn dann in 10 Jahren eine Anschlußfinazierung ansteht wird das anders aussehen, klar.
      Dann arbeiten wir wieder beide Vollzeit und haben bestimmt 500 oder 1.000 Euro Netto mehr im Monat.
      Dann kann man auch richtig ranklotzen mit der Tilgung.

      Die Haushaltsdisziplin haben wir uns schon vor einem Jahr auferlegt.
      Jeden Monat gibt es ein festes Budget zum ausgeben, dazu kommen die Fixkosten.
      Die Differenz zum Netto bleibt für unregelmässige Fixkosten.
      Fällt in einem Monat nix derartiges an kommt das Geld aufs Konto.

      Aufs Jahr ergeben sich dann die paar Tausender an Rücklage die man für Heizöl oder andere Klopper braucht.
      :respekt NMR seit 28.02.04 01:00 Uhr :respekt

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Ocean“ ()

      Ocean schrieb:

      Der Urlaub steht aber auch bei einer 2 %igen Tilgung an und wird dann oft über einen Raten Kredit finaziert...


      :angst :angst :angst

      Bist du denn des Wahnsinns??? Urlaub auf Pump?

      Machs wie Supremo geschrieben hat. Wenn du dann keine Luft mehr für Urlaub hast, dann laß es mit dem Hauskauf oder kaufe später.

      Ich habs nur ein wenig überflogen, aber einiges liest sich wie "Schönrechnerei" ...
      Geh' mir weg mit deiner Lösung, sie wär' der Tod für mein Problem (Annett Louisan)
      So eine Finanzierung beruht ja auch immer nur auf Annahmen :" /> , daher mal diesen Link für Dich : immobilienblogger.de/archives/…-nicht-Selbstnutzung.html

      Vor kurzem war auch ein Bericht im Fernsehen , wie schwer sich Immobilien im Alter wieder verkaufen lassen.
      Meist baut man ja in jungen Jahren etwas größer , wegen der Kinder . Im Alter kann die Immobilie dann wirklich zur Last werden, wenn sie nicht grad an einem sehr begehrten Ort steht .

      Mittlerweile (denn wer trägt sich nicht mit dem Gedanken ans eigene Häuschen) , denke ich, man sollte umgekehrt denken u. finanzieren.
      Also erst mieten (solange Kinder noch da sind) u. mit allem was an Geld-Reserven übrig ist auf eine angemessene , kleinere Altersimmobilie sparen um sie dann bar kaufen zu können.

      hundy
      Ich kann mit der Bank aber auch vereinbaren, dass die Tilgung runter gesetzt wird, für den Fall, dass ich 2 Prozent eben nicht mehr tilgen kann. Das habe ich gemacht, und falls ich mich recht erinnere, hat das auch nichts extra gekostet. Ich habe vor sechs Jahren meine Wohnung gekauft und bin froh, dass ich in einem überschaubaren Zeit-Rahmen meine Wohnung bezahlen werde und tilge natürlich mit 2 Prozent.
      Liebe Grüße,

      Inalissy

      (hat die letzte Zigarette am 19.12.2005 geraucht)

      henrysdream schrieb:

      Ocean schrieb:

      Der Urlaub steht aber auch bei einer 2 %igen Tilgung an und wird dann oft über einen Raten Kredit finaziert...


      :angst :angst :angst

      Bist du denn des Wahnsinns??? Urlaub auf Pump?

      Machs wie Supremo geschrieben hat. Wenn du dann keine Luft mehr für Urlaub hast, dann laß es mit dem Hauskauf oder kaufe später.

      Ich habs nur ein wenig überflogen, aber einiges liest sich wie "Schönrechnerei" ...


      Ich rede doch nicht von mir X(
      Urlaub auf Pump tsssss.

      Schönrechnerei ?
      :respekt NMR seit 28.02.04 01:00 Uhr :respekt
      @Hundy: Mit Verlaub aber dieser Vergleich ist Blödsinn und lässt ne ganze Menge Annahmen ausser acht.

      Diese ganzen Kosten die beim Hauskauf anfallen, wie Rücklagen, Versicherungen, Renovierung, Reparaturen, etc ... zahlst in einer Mietwohnung DU als Mieter.
      Dein Vermieter ist doch nicht die Caritas. Du bekommst diese ganzen Kosten halt nur in Form deiner Miete monatlich rübergereicht.

      Ob sich ein Hauskauf lohnt hängt von ganz anderen Faktoren ab. Z.B. wieviel Geld musst du monatlich ausgeben um das ganze zu realisieren.
      Liegen diese Kosten im gleichen Rahmen wie deine jetzige Miete, dann fährst du mit kaufen besser.
      Liegen diese Kosten deutlich über deiner jetzigen Miete (weil du z.b. sehr viel Geld leihen musst) dann ist mieten wohl billiger.

      Man darf aber auch nie vergessen, daß deine Miete immer steigen wird, die Kosten für die Baufinazierung aber immer gleich bleiben.
      Und aller, aller spätestens nach 40 Jahren hast du dann keine Kosten mehr beim Kauf, aber immer noch für die Miete.
      Und die Mietkosten dürften dann etwa doppelt so hoch sein wie heute. Sehr Konservativ geschätzt natürlich, es kann auch leicht das dreifache sein.

      Und dieses Schreckgespenst der irre teuren Reparaturen die in so einem Haus anfallen sind lächerlich.
      Alle 15 Jahre ne neue Heizung (ca 15.000 Euro = 1.000 Euro/Jahr), alle 50 Jahre ein neues Dach (ca 25.000 Euro = 500 Euro/Jahr), alle 25 Jahre neue Fenster (ca 15.000 Euro = 600 Euro / Jahr)

      Sind 2.100 Euro / Jahr bzw. 175 Euro / Monat für die größten Klopper die in so einem Haus anfallen. Alle Werte sind schon am derzeitigen oberen Limit gerechnet, z.b. hat unsere letzte Heizung gerade mal 5.000 Euro gekostet, nicht wie angenommen 15.000. Und das Dach bei unser Omma ihr Häuschen hält jetzt auch schon seit 60 Jahren und sieht auch nicht so aus als käme es morgen runter.

      Ich weiß nicht was du so an Kaltmiete zahlst, aber ich nehme an es ist ein vielfaches von 175 Euro.
      Steuern und Versicherung und Müllgebühren für so ein Haus sind etwa 100 Euro / Monat, sind dann also 275 Euro.

      Und das wars dann eigentlich auch schon. Alles andere was du an Kaltmiete zahlst tut sich dein Vermieter auf die Tasche, bzw. bedient damit seine Schulden.

      Hier in der Gegend würde so ein Haus etwa 600 bis 800 euro an Kaltmiete kosten, bleiben also 300 bis 500 Euro pro Monat für die eigene Finazierung über.
      Und für dieses Geld kann man das tatsächlich kaufen, wenn man nicht gerade eine 100 % Finanzierung anstrebt.

      Und in 15 Jahren ? Zahlt man für das Haus vermutlich zwischen 800 und 1.000 Euro an Kaltmiete, also 200 Euro mehr als heute. Der Kredit kostet aber immer noch 500 Euro.


      Das sind alles nur geschätze Werte, aber ich denke ich habe im Worst Case Bereich geschätzt, in echt ist da also noch viel Spielraum nach oben, also zu gunsten des Käufers.
      :respekt NMR seit 28.02.04 01:00 Uhr :respekt
      Ocean , nur vorne weg : Ich will dir keinesfalls dein Häuschen ausreden ;) Nur halt mal ein paar Ãœberlegungen anbringen, die man in der Vorfreude auf das eigene Heim oft außer acht lässt.

      Deine finanziellen Annahmen gehen davon aus, das der Mieter bis zur Rente Mieter bleibt. Meine finanzielle Annahme ist aber, das der Mieter nach 15-20 Jahren seinen Altersruhesitz gleich bar bezahlt. Da müsste man halt jetzt den Stift spitzen u. mal nachrechnen , wie sich Zinseszins deines angelegtem Kapitals vs. Mietsteigerung verhält. Dann kann man es erst in Realation zu deinen Kauf+Anlieger+Betriebs u. Finanzierungskosten setzen.

      Du solltest auch den letztendlichen Wiederverkaufswert des Gebäudes nicht völlig außer acht lassen. Den erfahrungsgemäß , wird vielen älteren Leuten ihr Häuschen im Alter zu groß, unüberwindlich (Treppen usw.) . Ist dann "zu deiner Zeit" ein Häuschen auf dem Land wirklich noch so groß nachgefragt ? Oder wäre dann doch die Stadt-ETW mit Garten eher der Renner u. du sitzt auf deinem Haus ?

      Aus meiner Sicht hat das umgekehrte Sparen auch viele andere Vorteile . Ich kann das Spargeld flexibel verwalten u. anlegen.
      Ich spare nur das was ich auch "wirklich immer" übrig habe , auch in Zeiten von Durstrecken (Arbeitslosigkeit, unvorgesehende Krankheit usw.). Ich bin nicht ortsgebunden u. damit auch beruflich fexibel, in der heutigen Zeit sicher kein unwichtiger Aspekt.

      Ich finde es zu "einfach" gedacht, sich nur an der besvorstehenden festen Hauskosten zu orientieren auch wenn sich das erstmal prima anhört .

      Und Ocean , beziehe die Ausbildungskosten deiner Kinder mit in die Finanzierung ein . Da kommst du nämlich dicke schon, kostenmäßig auf eine schöne große Villa :D ;)

      Ich persönlich würde heutzutage keiner Familie mehr zu Hauskauf raten, sondern eine schöne Mietwohnung mit Garten (die auf dem Lande ja auch noch erschwinglich ist) u. in dieser Zeit alles Geld ansparen was über ist. Später dann eine kleine ETW mit GA oder BLK. , möglichst citynah und arztnah , damit die müden Knochen dann eben nur noch kurze Wege haben.

      hundy
      @ Henry: Der Gag mit der Anfangstilgung war gut, denn sonst würde man ja 50 Jahre bis zur Schuldenfreiheit brauchen, gell?!!

      Die Grundsatzdebatte ob kaufen oder mieten besser ist, kann mit Sicherheit so einfach keiner entscheiden. Allerdings ist es so, daß nach meiner Erfahrung Haushalte mit Immobilieneigentum in späteren Jahren vermögender sind als Mieterhaushalte. Deine Aussage, Hundy, daß man die Differenz zwischen Miete und Hausaufwand einfach sparen soll um dann im Alter besser als ein Eigentümer dazustehen ist auf den ersten Blick sicher nicht verkehrt. Die Erfahrung zeigt aber, daß nur die wenigsten das Geld tatsächlich sparen, sondern es ausgeben, öfter umziehen usw. Du weißt ja, drei mal umziehen ist wie einmal abgebrannt... Die Rechenmodelle sind mir immer sehr suspekt, weil die Menschen einfach nicht so sind. Etwas zwangssparen, weil man Verpflichtungen hat, tut jedem gut und erzieht auch im Alltag zur Verantwortung!

      Daß es sich in den eigenen vier Wänden subjektiv "besser" lebt, als in gemieteten, steht wohl außer Frage. Es ist auch ein schönes Stück Lebensfreiheit. Ich würde das nicht missen wollen!
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      Genau das ist es ja.
      @hundy du sagst du wartest bis die Kinder aus dem Haus sind und sparst dann auf einen Alterswohnsitz.
      Das wäre in meinem Fall wenn ich ungefähr 55 bin. Da bleibt aber keine Zeit mehr zum sparen. Mal davon abgesehen daß Kinder ausser Haus oft immer noch Geld kosten.

      Die Wertentwicklung meines Kapitals ?
      Im letzten Jahr minus 10 %, wenn das so weiter geht bin ich in 10 Jahren pleite :thumbdown:

      Das ist ja gerade das Problem beim Geld anlegen. Du weisst vorher nie was richtig ist.
      Das man auf Tagesgeld oder Sparbücher 4 % und mehr an Zinsen bekommt ist ja auch erst seit nem knappen Jahr so.
      Ich kann mich noch gut an normalo Zinsen von 1 bis 2 % erinnern, also geht man in Aktien.
      Hmm laufen gerade nicht so gut, also ..............

      Die wenigsten haben ihr Geld in den letzten Jahren wirklich vermehrt, die meisten haben Großteile ihres Kapitals an der Börse verbrannt.

      Das passiert mit dem Haus nicht, zumal ich nochmal gerne wiederhole, ich zahle für den Kredit die selbe Menge Geld wie für die Miete.
      Also zahle ich eigentlich nichts.
      Warum also noch 20 Jahre warten ? In 20 Jahren bin ich vermutlich schon fertig mit der Tilgung, wenn du gerade mal anfängst dich nach ner Wohnung umzusehen.
      Und dann zahlst du für das was du kaufen willst auch noch deutlich mehr als heute.

      Und ja, die Lage ist wichtig. Ne Scheune in Pöselpupdorf bleibt halt auf immer in Pöselpupdorf und wenn das große Autowerk um die Ecke dicht macht, ist auch der Immobilienmarkt kaputt.

      Ich wohne aber in einer Top 10 Stadt mit einer Top 10 Lage innerhalb der Stadt.

      Wie Supremo schon richtig sagt, wenns ein bissel zwickt hört jeder sofort wieder auf mit dem sparen, mit dem Effekt, daß kaum was gespart wird.
      "Ach der neue Fernseher ist jetzt erstmal wichtiger, das mit der Wohnung kann ja noch warten" :D

      Wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis umsehe, die sind alle um die 35, die meisten seit 10 Jahren im Job.
      Die meisten haben nicht einen müden Cent auf der Kante, dabei sind die fast alle Single. Oft werde da sogar noch Schulden oder Ratenkredite mitgeschleppt.
      Bis die mal genug gespart haben für die Anzahlung auf eine Wohnung, bin ich mit meiner Finanzierung schon durch.
      :respekt NMR seit 28.02.04 01:00 Uhr :respekt
      du sagst du wartest bis die Kinder aus dem Haus sind und sparst dann auf einen Alterswohnsitz.
      Öhm ne, das habe ich nicht geschrieben . Schon sparen während die Kinder da sind. Das fordert Diziplin, klar. Wer die nicht hat, hat dann halt nichts . ;) Und dann eben die Wohnung gleich bar bezahlen . Da macht das Suchen doch Spaß.

      Ansonsten kann ich deine Sicht der Dinge völlig nachvollziehen.

      Und dann zahlst du für das was du kaufen willst auch noch deutlich mehr als heute.
      ....... das ist genauso wenig vorherzusagen, wie die Aktienkurse der Börse .

      Ich wohne aber in einer Top 10 Stadt mit einer Top 10 Lage innerhalb der Stadt.
      .... dann gehe ich davon aus, das bei der Summe die du noch zu finanzieren hast , schon ein Grundstück + Eigenkapital vorhanden ist. Kredit zur mietähnlichen Belastung, keine Schulden !
      Das passt doch dann ! Haste denn dein Traumhaus schon gefunden ?

      Ich würde aber auch nur it 1% tilgen u. Sondertilgungen vereinbaren.

      Und sei trotzdem vorsichtig u. lass Dich nicht von irgendeinem Immobilienhai übern Tisch ziehen, oder dir gar was schönrechnen (Ach Herr Ocean, da können sie doch noch größer bauen/kaufen..... sie bekommen doch noch die und die Zulagen..... blablabla).

      LG
      hundy