Vergütung von geleisteten Ãœberstunden

      Vergütung von geleisteten Ãœberstunden

      Hallo Ihr Arbeitnehmers und Gebers,

      aus mir gegebenem Anlass
      Dass ich als Angestellter Ãœberstunden für den AG verlau machen soll ,
      weil es so Praxis wäre, verwundert mich doch etwas.

      Wie haltet Ihr es mit geleisteten Ãœberstunden ?

      Werden die 1 zu 1 auf ein Lohnzeitkonto gebucht und dort 1 zu 1 rückgefeiert?
      Werden die mit Zuschlägen auf das Konto gebucht ?
      Werden die Stunden 1 zu 1 gebucht und die Zuschläge ausbezahlt?
      Werden Ãœberstunden pauschal, egal wieviele mit dem Gehalt abgegolten?

      Ich warte mal auf Eure Antworten, dann kommen die nächsten Fragen 8|

      Ich will hier die bundesweit übliche Praxis erfahren, nicht irgendwelche Beträge oder Anzahl von Ãœberstunden .
      Ich will wissen , wie die Praxis in Handwerksbetrieben, in Behörden oder Dienstleistungsläden aussieht.
      Ihr könnt ja auch mal Eure Bekannten danach fragen.
      Die Unsichtbaren, welche hier nicht posten wollen, können es mir ja per PN mitteilen. 8)

      Dass Selbstständige , Hausfrauen und Männers selber ständig arbeiten weis ich ja aus Selbsterfahrung schon , die arbeiten nämlich 365 Tage / anno a 24 Stunden :thumbsup:

      für umsonst :biggrin3



      ei gudd
      Bei uns gibt es sogenannte Mehrarbeitsstunden. Die dann wieder abgefeiert werden können. Maximal die wöchentliche Arbeitszeit.

      Angestellte im öffentlichen Dienst (Kreisjugendring München-Stadt)

      Katrin

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „chaotnix“ ()

      Handwerksbetrieb, unsere Leute haben Arbeitszeitkonten, die in miesen Zeiten abgefeiert werden.
      Bei den Angestellten ist alles inclusive, also Ãœberstunden wie erforderlich für nix.
      "How could I know, that the days that passed along, was life itself?"
      (Steinar Willassen)
      öD Land Niedersachsen (gibt aber wie immer im öD auch andere Regelungen):

      Gutschrift auf ein Zeitkonto, welches bis zum 31.12. eines Jahres auf höchstens 20 Stunden (egal ob + oder -) stehen muss.
      Vergütung von Mehrarbeit nur bei angeordneter Mehrarbeit (also nie, weil sowas gibts bei uns nicht) oder in absoluten Notsituationen (EDV Umstellung vor/während/nach den Weihnachtstagen, so dass ein Ausgleich per 31.12. nicht möglich ist). Aus Erfahrung kann ich sagen: selbst mit Steuerklasse 2 ein ganz bescheidenes Geschäft für den AN. Zeitausgleich wäre für mich lohnender gewesen.
      Zuschläge gibt es nicht.

      Mir von anderer Seite bekannt:

      Anfahrtzeiten > 1 std. werden mit 0,5 Stunden angerechnet (große Steuerberaterfirma)

      Edith: das ist ja man ganz falsch ausgedrückt von mir: ich wollte sagen: die erste halbe Stunde ist Privatvergnügen, danach zählt alles bis Ankunft Kunde bereits zur AZ. Wie es auf dem Heimweg ist weiß ich allerdings nicht.
      Jedes Ende ist auch ein neuer Anfang....

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Bäumchen“ ()

      Dienstleistung in Schleswig-Holstein:

      Es gibt Mehrarbeitsstunden ohne Zuschläge, die auf einem Zeitkonto gesammelt werden können, max. 20 Stunden. Alles darüber hinaus soll entweder - wenn möglich - abgebummelt werden. Wenn das nicht geht, werden sie ausgezahlt, auch ohne Zuschläge.
      Viele Grüße von Magie

      Leben ist das, was dir passiert, wenn du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.
      kleiner Handwerksbetrieb ...
      FRÃœHER (bis vor ca. 10 Jahren) gabs für unsere Leutchen (37 Std./Woche) noch über Tarif - Auszahlung normale Ãœ-Std. + 50 % .....
      dann Umstieg auf Tarif (+20%) oder Freizeitausgleich 1:1 .........
      inzwischen offiziell bis zu 4 Ü-Std./Monat im Monatslohn abgegolten ...... wird bei Ü-Std.-Anordnung oder Mitdenken der Leute auch schon ab der 1. Ü-Std. 1:1 ausgezahlt - oder bei Wunsch 1:1 in Freizeit ausgeglichen.
      (Mitdenken mein ich - Baustelle 20 Km entfernt - wenn sie heute noch 0,5 - 1 Std. weiterarbeiten ist die Baustelle fertig - und muß morgen nicht nochmal angefahren werden - also für den AG gesparte Fahrzeiten)


      Ach so - der angestellte Meister/Techniker hatte in seinem Gehalt alle Ãœ-Std. enthalten (regelmäßig 40-45 Std./Woche) - also wurde da nix extra Ausgezahlt oder in Freizeit umgewandelt ....
      Gruß Anja
      seit dem 23.05.2004 NMR ! :]
      Das mit den Ãœberstunden hängt viel von der Branche ab.
      Im Bereich Medien, Gastro, Klinkenputzer hast du idR einen festen Posten Ãœberstunden schon im Gehalt mit drin.
      Die meisten buckeln noch mehr und rechnen das dann trotzdem nicht ab, weil sie einfach Angst haben ihren Job zu verlieren.
      Das nutzen die AG natürlich aus, wie jetzt in deinem Fall "das ist hier halt so üblich", und wem das nicht passt der kann ja gehen.

      Wenn du kannst wechsel die Firma.

      Wenn nicht lerne damit zu leben und halt die Klappe gegenüber deinem AG sonst bist du bei der nächsten Kleinigkeit draussen.

      Ich hatte in meinem letzten Job auch eine Klausel im Vertrag "10 Ãœberstunden sind incl."
      Die Regel wurde aber nie angewendet und schon die erste Ãœberstunde durfte abgefeiert werden.

      In meiner jetzigen Firma machen die AN die Zeiterfassung manuell und auch da werden Ãœberstunden gesammelt und können nach bedarf abgefeiert werden.
      :respekt NMR seit 28.02.04 01:00 Uhr :respekt

      Magie schrieb:

      Dienstleistung in Schleswig-Holstein

      Es gibt Mehrarbeitsstunden ohne Zuschläge, die auf einem Zeitkonto gesammelt werden können, max. 20 Stunden. Alles darüber hinaus soll entweder - wenn möglich - abgebummelt werden. Wenn das nicht geht, werden sie ausgezahlt, auch ohne Zuschläge.


      Wie bei Magie... allerdings Metallverarbeitung in Nordrhein-Westfalen.
      Wir kriegen keine Zuschläge bei unseren Ãœberstunden.
      Allerdings gehen bei uns 10 Ãœberstunden auf Zeitkonto, der Rest wird bezahlt.
      Oder wir gehen auch abbummeln.

      Lg Katrin
      Aufgeben steht nicht zur Debatte!!!!!
      NRW großes Logistikunternehmen:

      Kommissionierer und Schichtleiter:

      Arbeitszeitkonto (bis zu ???? Stunden + / - können angesammelt werden) Ãœberstunden momentan noch mit 25% Zuschlag, Sonn- und Feiertags meines Wissens immer noch 50% Zuschlag, vielleicht auch nur noch 25% (Ausnahme die Leute, die Sonntags einen Regelarbeitstag haben) Nacharbeit nach 22:00 Uhr 25% Zuschlag.

      Angestellte Verwaltung Disposition

      Kein Arbeitszeitkonto, Auszahlung oder Abfeiern der Ãœberstunden mit 25% Zuschlag.

      Lagerleiter, Betriebsleiter, Abteilungsleiter

      Ãœberstunden, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld sind mit Gehalt und Tantieme abgeglichen (allerdings haben sie die Möglichkeit, ihre Arbeitszeit flexibel zu gestalten)

      Lieben Gruß

      bine
      Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen. Wenn sie verschwunden sind wirst du weiter existieren, doch aufgehört haben zu leben. (Mark Twain)

      broesel schrieb:

      Lagerleiter, Betriebsleiter, Abteilungsleiter

      Ãœberstunden, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld sind mit Gehalt und Tantieme abgeglichen (allerdings haben sie die Möglichkeit, ihre Arbeitszeit flexibel zu gestalten)


      ....und ein Jahresgehalt von mehr als :sonne € :thumbsup:

      dabei würde ich dann auch selbstverständlich auf einiges verzichten wollen

      noch wer ?


      ei gudd
      Angestellte im kleineren Handwerksbetrieb:

      Ãœberstunden = freiwillige Mehrarbeit, unbezahlt natürlich. Feieraband ist, wenn man fertig (ob so oder so) ist .
      Weihnachtsgeld: vor 4 Jahren komplett gestrichen
      Urlaubsgeld: vor 3 Jahren alle Mitarbeiter über Sondervereinbarung zum Verzicht genötigt
      Einer für Alle, Alle für Einen
      Kenne vieles. Von Cash bis für Lau.

      Am Bau werden z. B. 150 h für Schlechtwetter angespart. Danach 1:1
      ausgezahlt heisst ohne Zuschlag.

      Bei anderen werden ÃœSt abgebummelt, manche zahlen ab der 10. oder
      20. Stunde mit oder ohne Zuschlag. Meist aber alles im Handwerk.
      Nachtarbeit wird ab 20 Uhr mit zus. 25% steuerfrei vergütet.

      Bei Angestellten wird zu etwa 50 % abgefeiert, 45% für Lau oder halt
      inclusive und 5 % ausgezahlt.

      anja-alice schrieb:

      Andante - und selbst !?!?
      wo liegst Dein Angebot ?!?!

      Und vorallem - biste nu schlauer ?!?!?


      meine Umfrage ist noch nicht beendet :whistling: also ich bin noch nicht schlau genug,

      aber was ich wissen wollte, sickert doch langsam durch, nämlich

      Ãœberstundenvergütung incl. Zuschlägen ist selten / geworden

      Mir selbst werden Ãœberstunden noch aufs Zeitkonto gebucht,
      die noch tariflich geregelten Zuschläge mit 25% und 50 %
      und Sonn- und Feiertagszuschlägen werden im gleichen Monat ausbezahlt,
      darüber hinaus darf dann , vor allem wenn nix los ist,
      vom Zeitkonto Freizeit abgebummelt werden.


      Gerne lässt man sie sich auch noch ausbezahlen :D ,

      Mein AG feilt jetzt daran, die Zuschläge im Konto-Rahmen von 150 Stunden zu streichen,
      aber die Bereitschaftszeit ( Standby) soll am Tag 11 Stunden betragen.
      Von Montag bis Samstag :rolleyes


      Es kann also vorkommen, dass ich zu Hause absitzte :finger
      und dann um 16 Uhr ein Einsatz aufläuft ,
      ich bin bis Nachts unterwegs , es zählt aber dann nur die geleistete Arbeitszeit des Tages;

      Ãœberstundenzuschläge soll es erst geben ,wenn über 150 Stunden auf dem Konto stehen,
      was ja normal dann gar nicht mehr der Fall ist.

      Hat das überhapt jemand verstanden ? :hat2
      Ich setzt mich wieder an den Grill, das ist es nicht so warm .
      Ich dachte Rauchen macht krank, impfen auch ?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Andante1“ ()

      Andante1 schrieb:

      Es kann also vorkommen, dass ich zu Hause absitzte :finger
      und dann um 16 Uhr ein Einsatz aufläuft ,
      ich bin bis Nachts unterwegs , es zählt aber dann nur die geleistete Arbeitszeit des Tages;
      Wenn Du Bereitschaftszeit bezahlt bekommst, kannst du von Glück reden! Ich kenn fast niemanden in meinem Bekanntenkreis, der diese Zeit bezahlt bekommt. Erst wenn ein tatsächlicher Einsatz kommt, wird gezahlt.

      Gesetzlich ist das so geregelt:


      Mit Neuregelung des Arbeitszeitgesetzes (veranlasst durch die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs <a href="http://www.123recht.net/dictionary.asp?wort=EuGH" onmouseover="popup('EuGH: Der Europäische Gerichtshof regelt die einheitliche Anwendung, Auslegung und Fortbildung des Rechts der Europäischen Gemeinschaft. Sitz ist Luxemburg.
      Der Europäische Gerichtshof für MENSCHENRECHTE in Straßburg wacht über die Einhaltung der Menschenrechte, ebenso wie die Kommission für Menschenrechte.','#b32322')" ;="" onmouseout="kill()" parser2="">[EuGH]
      vom 9. September) trat am 01. Januar 2004 die Regelung in Kraft, dass Bereitschaftszeit grundsätzlich Arbeitszeit ist.

      Diese Regelung hat allerdings nicht in allen Fällen die Wirkung, dass der Arbeitsgeber verpflichtet ist, den Arbeitnehmer für die Bereitschaftszeit voll zu entlohnen.

      Quelle
      Es gibt da wohl noch haufenweise Ausnahmen....
      Jedes Ende ist auch ein neuer Anfang....

      Bäumchen schrieb:

      Wenn Du Bereitschaftszeit bezahlt bekommst, kannst du von Glück reden! Ich kenn fast niemanden in meinem Bekanntenkreis, der diese Zeit bezahlt bekommt. Erst wenn ein tatsächlicher Einsatz kommt, wird gezahlt.



      :hat2 dachte ich es mir doch,

      es soll heissen: ich sitze nur rum und bekomme nichts bezahlt, erst wenn ich rausfahre zählt die Zeit
      ansonsten geht die Regelarbeitszeit 8Std vom Zeitkonto und gudd is,

      er nennt es Kannbereitschaft 8o
      Ich dachte Rauchen macht krank, impfen auch ?