SCHAUDER-SCHRIFT COMIC SANS

      ohne jetzt die eine oder andere Schriftart besonders empfehlen zu wollen...

      Da haben sich viele, viele Menschen ueber Jahrzehnte (im Prinzip seit Gutenberg) richtig viel Muehe gegeben, Schriften zu entwickeln, die im gedruckten Buch besonders gut zu lesen (und damit auch zu drucken) sind. Das ist wirklich nicht leicht, da es hier um das Schoenheitsempfinden einerseits, aber eben auch um das Wahrnehmungsvermoegen des menschlichen Auges andererseits geht. So kam es z. B. zu den bekannten "Times New Roman" und "Helvetica". Da man aber die "Helvetica" nicht einfach benutzen darf, die "gehoert" jemandem, hat MS die "Arial" basteln lassen, eine relativ brauchbare Abart. Ebenfalls erwaehnenswert in diesem Zusammenhang: Die "Computer Modern" von Knuth, eine gut lesbare "Antiqua" Abart.

      Soweit zur Geschichte. Warum erzaehle ich das Ganze? Weil diverse Menschen der Meinung sind, es sei einfach, eine neue Schriftart zu entwerfen, und deshalb am Rechner "mal schnell" eine eigene entwerfen. Meist geschieht das aber, ohne auch nur ueber Kontrast, Unterscheidbarkeit der einzelnen Buchstaben, richtiges Kerning, Ligaturen etc. auch nur kurz nachzudenken. Was dabei herauskommt ist meist schlecht lesbarer Murks.

      Dabei gibt es wahrscheinlich einen guten Grund, neue Schriftarten zu entwerfen: Es ist wohl nicht so leicht von der Hand zu weisen, dass man fuer die Darstellung am Bildschirm andere Schriften verwenden sollte, als fuer den Buchdruck. Die Tatsache, dass der weisse (helle) Hintergrund am Bildschirm aktiv leuchtet, waehrend Papier ja das Umgebungslicht zurueckwirft, soll Auswirkungen auf die Wahrnehmung haben. Man braeuchte also fuer ermuedungsfreies Lesen unterschiedliche Schriftarten, je nachdem ob der Text am Bildschirm angezeigt werden oder gedruckt werden soll. Leider ist (meines Wissens nach) keine der Schriftarten in Word (oder auf den vielen "Font-CDs") fuer die Lesbarkeit am Bildschirm optimiert. Deutlich wird das bei den ganzen Serifen-Schriftarten die am Bildschirm, wegen der schlechten Aufloesung, nun wirklich schlecht zu lesen sind.

      Meiner Meinung nach gibt es also einige wenige, ueber lange Jahre optimierte Schriftarten, und eine Menge Murks. Was man davon verwendet, bleibt natuerlich jedem selbst ueberlassen.

      LG,

      Mroann
      > 1 Jahr rauchfrei
      Huch,Thema Typografie....

      Der Artikel radiert ja selbst von hinten aus,was vorne zu lesen ist,und da sind
      sie weg,die Thesen und der Artikel auch. Gut so.

      Es ist bei Typografie wie bei Beton.Es kommt drauf an,was man daraus macht.
      Der Schriftendesigner hat vollkommen Recht.Seine Schrift ist bei MS zur Hure
      verkommen,weil sie allgemein zur Verfügung gestellt wurde (so auch in diesem
      Forum),und dann wird sie auch benutzt.Das sie originär für Comic-Blasen ge-
      dacht war, verrät zwar der Titel, aber schützt den Font NICHT vor anderweitigem
      Gebrauch. Ist ja auch ok soweit...Die Benutzung von "Handschriften" als Fließ-
      text wird von Typografen aber als Frevel betrachtet,mangels Lesbarkeit.

      Die Antiqua-Schriften,die lange vor Gutenberg "erfunden" wurden,basieren auf
      der Technik des Meißeln mittels Hammer und Meißel in Stein.Es gab nur sie zunächst,
      der Steinmetz meißelte die Serifen,die "Füsschen", als Abschluß des Buchstabens ein.

      Das dieses anders werden würde, empfanden die Leute später als "grotesk",
      und deshalb heißen Schriften,die keine Serifen haben, "Grotesk".
      Schrift wurde nicht mehr nur für Steininschriften benutzt,sondern
      zur mechanischen Vervielfältigung. Ein Meilenstein!

      Typografie ist ein uraltes Handwerk, eine fette Säule des Designs und Aus-
      druck der jeweiligen Kultur. (in jede Richtung...).Es gibt Leute,die machen
      ihr ganzes Leben nix anderes als Schriften zu entwerfen und werden reich
      dabei.Andere diskutieren über Schriften,studieren sie und werden ebenfalls
      hochbezahlte Spezialisten,die Schriften einsetzen nach strengsten Design-
      Kriterien,die in der Lage sind,Emotionen zu wecken,auch unbewusste.

      Typografen können stundenlang über eine Schrifttype reden...(um es
      einigermaßen kurz zu machen...) Dieses zum Thema "sich über eine
      Schrift aufregen..." :P

      Neben den genannten 2 Schrifttypen gibt es nu auch die "Handschriften".
      Diese sind,besonders am Computer, geeignet,zum Ausdruck zu bringen,
      das das geschriebene eine persönliche Note rüberbringen soll.

      Insofern sind Wonko und Schelmine hier die Sensibelchen des Forums... :mua

      Leider gibts in der Richtung nicht viel,halt diese Comics und einige Andere.
      Erik Spieckermann,ein Schriftendesigner aus Berlin hat seine Handschrift digi-
      talisiert,einmal mit rechts,etwas gerader,einmal mit links,weniger gerade.

      Er brachte sie auf den Markt als Erik-Righthand und als Erik Lefthand,es gab
      Zeiten,da war jede zweite Anzeige mit dieser Schrift.
      Und Agenturen ZAHLEN dafür...

      Hoffe ich hab nich zuviel gequatscht

      Gruß
      Gerd

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Gerd Hamann“ ()

      Gerd Hamann schrieb:

      Hoffe ich hab nich zuviel gequatscht


      Never ever,

      auch Mroann nicht, das ist wirklich höchst interessant.
      Obwohl sich mir nicht erschließt, warum grade diese Schrift so in den Focus geraten konnte. Aber man muss ja, zu Zeiten des WWW, auch nicht alles verstehen. :nachdenk
      Bezüglich der Lesbarkeit habe ich jetzt doch Zweifel. Ich habe Schelmine tatsächlich mal gebeten das Kursive rauszunehmen, weil ich sie an meinem alten Notebook nur unter größten Anstrengungen lesen konnte.
      Man vergisst sehr schnell, dass das was man selber liest, bzw. schreibt auf anderen Systemen vollkommen anders aussehen kann. ?(

      Vielen Dank für die Ausführungen - hier lernt man echt nie aus.
      Ich frage mich immer, wer, bitteschön, ist letzte Instanz für Stilfragen?!?! Ich benutze die Schrift, die mir gefällt, zu der Gelegenheit, zu der sie mir passend erscheint. Who cares?!?!?!

      BTW: Ich mag "Times New Roman" nicht, soll ich nun einen eigenen Hass-Blog gründen? So ein Quatsch, haben die Leute nix anderes zu tun?
      Herzliche Grüße
      Fefaminz

      Mein freier Wille zählt! Rauchfrei seit dem 12.08.2005

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „fefaminz“ ()

      fefaminz schrieb:

      wer, bitteschön, ist letzte Instanz für Stilfragen?
      Wir beide. Du beim Schreiben und ich beim Lesen. Aber es ist meiner Meinung nach ein Gebot der Hoeflichkeit sich auch darueber Gedanken zu machen, ob andere das, was man mit der heissgeliebten Schriftart niedergeschrieben hat, auch bequem lesen koennen. Du kannst natuerlich Deinen eigenen Stil "leben", aber wenn andere Leute davon betroffen sind, bist Du eben nicht mehr die einzige, letzte Instanz.

      Ich denke, das kann man analog zur Aussprache sehen: Wenn jemand leise spricht und/oder nuschelt ist es sehr anstrengend, zuzuhoeren. Meist wird derjenige dann recht bald gebeten, lauter und deutlicher zu sprechen und oft hilft es sogar. Bei Schriftarten ist das aehnlich, manche sind einfach anstrengend zu lesen.

      Jedenfalls sollten wir hier auch mal die Kirche im Dorf lassen. Die meisten schreiben sehr kurze Postings und ein knappes Dutzend Zeilen in einer miesen Schriftart sind schon zu verschmerzen ... jedenfalls meiner Meinung nach. Mal ganz davon abgesehen, dass die meisten Postings hier keine wissenschaftlichen Ausfuehrungen sind, bei denen es auf jedes einzelne Wort ankommt. Da reicht oft ein lockeres Querlesen und schon kann sich das Auge beim naechsten Posting ausruhen. Ausserdem gehoert das ungezwungene Beieinander von voellig unterschiedlichen Schriftarten, das in einem Artikel oder Buch zu recht voellig undenkbar waere, m. E. auch zur recht lockeren "Forenkultur".

      Also schreibt doch einfach wie es Euch gefaellt, und macht Euch ueber die "richtige" Schriftart Gedanken wenn Ihr mal mehr als eine Seite Text "veroeffentlichen" wollt. In Bezug auf die Postings hier (und nur in diesem Zusammenhang!) finde ich die Diskussion ein wenig ueberzogen.

      LG,

      Mroann
      > 1 Jahr rauchfrei

      Donna Quichote schrieb:

      Das sind alles Typographen, die Hass-Blogs schreiben?
      Typographen, Grafikdesigner, Werbegestalter und Netznerds, würde ich mal schätzen. Mit Leuten von letzteren drei Sorten (oft in Personalunion auftretend) bin ich recht eng befreundet, und ja, die könnte ich mir lebhaft vorstellen, wie sie sich mit unterschiedlichen Graden des Augenzwinkerns in einem solchen Hass-Blog herumtreiben...

      Ein beliebtes pet peeve obengenannter Personenkreise ist z.B. auch typographisches Durcheinander - siebenundzwanzig Fonts in einem Dokument oder einer Webseite (dort gerne auch bunt und blinkend), einfach weil das Programm sie hergibt. Oder WordArt. Gaaaanz heikles Thema. Ich spreche aus leidvoller Erfahrung. :D

      Ich persönlich kann solchen Diskussionen schon etwas abgewinnen, vor allem fasziniert mich, wie kontextgebunden und kontextabhängig solche Zeichen wahrgenommen und bewertet werden. Gerade diese Google-Anzeigen-Geschichte, da hatte ich auch sofort die Reaktion: na, das passt aber wirklich nicht. Oder die von Gerd erwähnte Erik-Schrift: die hatte für mich bei Ergoogelung auch gleich enormen Wiedererkennungswert und brachte ganz bestimmte Assoziationen mit sich (verwendet Alverde z.B. die nicht auch?) und damit auch eine bestimmte Vorstellung davon, was für ein Typ Geschäft/Restaurant etc. eine solche Schrift verwenden würde.

      Solche Rückschlüsse habe ich allerdings bei Comic-Sans-Benutzern eher nicht - die Schrift ist die einzige allgegenwärtige Alternative zu den "nüchternen" Fonts und m.E. im Forenkontext nicht unangebracht und für mich auch durchaus lesbar (das mit dem Kursiven war mir z.B. gar nicht aufgefallen). Aber groß auf einen Lieferwagen oder ein Ladenschild gedruckt finde ich sie auch deplaziert, genauso bei einer Bewerbung.
      "If you aren't in over your head, how do you know how tall you are?"
      T.S. Eliot
      Hi!

      Es gibt ein schönes Buch zur Einführung (ist auch das "Schulbuch" für Mediendesigner), besonders wenn man oft Präsentationen entwickelt oder publiziert: Kompendium der Mediengestaltung.

      Was Comic Schriftarten angeht: Ich persönlich finde schon, dass die sehr schnell schwer lesbar wird, wenn man ein wenig Abstand vom Monitor nimmt.

      Absolutes No-Go: Wenn in Dokumenten fett, kursiv, unterstrichen, durchgestrichen, gesperrt, drei Farben, fünf Buchstabengrößen und am besten noch alles in einem Wort. Grundsätzlich gilt: pro DIN A4 Seite maximal drei Abweichungen von der "Hauptschriftart".
      WordArt geht gar nicht. Bekommt Ihr denn keinen Augenkrebs, wenn dieses typische Konstrukt: Farbverlauf Rot zu Orange/Gelb, leichter Halbkreis, schattiert, Großbuchstaben mit Kapitälchen ? :sick

      Gruß,

      Ghost
      Das Schwierige am Diskutieren ist nicht, den eigenen Standpunkt zu verteidigen, sondern ihn zu kennen! [Andre Maurois, frz. Historiker]

      ghostlife schrieb:

      Grundsätzlich gilt: pro DIN A4 Seite maximal drei Abweichungen von der "Hauptschriftart"
      wird das nicht ein wenig bunt? Na, mal Scherz beiseite. Meine Vorschriften fuer Diplomarbeiten sind wohl strenger:

      - Entweder "Times" oder "Helvetica/Arial" fuer die gesamte Arbeit.
      - Entweder Blocksatz mit Silbentrennung, oder Flattersatz ohne Silbentrennung. Mischen bringt Punktabzug
      - "Fett" ist fuer Ueberschriften reserviert.
      - Hervorhebungen im Text ausschliesslich "emphasized" bzw. "kursiv".
      - Namen von Autoren und Produkten in "Kapitaelchen".
      - Unterschiedliche Schriftgroessen fuer die verschiedenen Ueberschriften, den normalen Text und fuer Fussnoten.

      Das war's, mehr duerfen sie nicht benutzen. Damit fallen unterschiedliche Farben, unterstrichener Text, WordArt usw. voellig weg. Aber wie gesagt: Hier geht's um Diplomarbeiten, nicht um Briefe an die Oma oder Forums-Postings.

      LG,

      Mroann
      > 1 Jahr rauchfrei
      Meine Vorschriften fuer Diplomarbeiten sind wohl strenger:

      Nö, schau mal:

      Sagen wir mal, Arial 12 ist die Hauptschriftart.

      Abweichung 1: Fettdruck Ãœberschriften
      Abweichung 2: kursive Hervorhebungen
      Abweichung 3: wechselnde Schriftgrößen und/oder (da wären wir dann eventuell schon bei vier Abweichungen) Kapitälchen.

      Fußnoten gehören nicht zum Fließtext, bleiben also erst einmal Außen vor. Aber recht hast Du Studienarbeiten sind ein eigenständiges Problem mit riesigen Korrekturrändern, dem ewigen Streit über Fußnoten- oder amerikanische Zitation/ Quellenangabe etc., etc. .

      Da fällt mir gerade noch ein No-Go ein: Solche Ãœberschriften (fett, groß, unterstrichen, farbig) 8)

      Und dann diese PowerPoint- Exzesse, mit Tönen, Effekten etc. etc. ... als wäre das eine Videoschnittsoftware :)

      Gruß

      Ghost
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      woher nehmt ihr die Zeit?
      *neid on*

      :lach

      Ein Lächeln ist die kürzeste Entfernung zwischen Menschen.
      Es kostet nichts und bringt soviel ein.
      Es bereichert den Empfänger, ohne den Geber ärmer zu machen.
      :rose
      Um die Wurzeln zu finden, blicke abwärts.
      Blicke aufwärts, um die Sterne zu sehen.
      Doch blicke vorwärts, um dein Glück zu finden.

      War hier eigentlich außer mir schonmal jemand im Gutenberg- Museum in Mainz? Kann ich nur empfehlen (insbesondere auch WaLia, die, wenn ich richtig erinnere doch im Mainzer Vorort Wiesbaden wohnt :) ) . Und wenn man dort ist: Auf JEDEN Fall selber an der Druckerpresse als Andenken eine eigene Seite des "in principio erat verbu" anfertigen.

      Gruß,

      Ghost
      Das Schwierige am Diskutieren ist nicht, den eigenen Standpunkt zu verteidigen, sondern ihn zu kennen! [Andre Maurois, frz. Historiker]

      Dem professionellen Typografen ein Graus

      Ich halte mich mich mal bei diesem Thema zurück ...

      ... weil: Typografie und Internet dürfte in meinen Augen schon aus ethischen Gründen nicht in einen Satz genannt werden.

      Also wenn gute Bildschirmlesbarkeit die Grundlage für die Auswahl der Schriften für Internet-Seiten war, dann hat aber jemand seinen Job sehr schlecht gemacht.

      Ich denke eher dass man sich auf ein mögliches kleines gemeinsames Minimum beschränkt hat. Arial/Helvetica; Times New Roman, Verdana etc sind Schriften die auf den Meisten Rechnern (egal welches Betriebssystem) vorhanden sind. Die gab es aber schon vorher und sind nicht extra für das Internet erfunden worden.

      Erik Spiekermann, Neville Brody und Kurt Weidemann würden Gutenberg im Grabe umdrehen - aber es schert keinen. Was wir hier hier am Bildschirm sehen, hat mit Typografie absolut nichts zu tuen. Das ist vereinfachte Textverarbeitung - mehr nicht

      Von daher ist es eh egal, ob dies mit einer schlechten Schmuckschrif, einer langweiligen Serifenlosen Antiquavariante oder aber in einer Groteskschrift geschieht. :kgss
      If you can't talk about it, point to it (L.W.)
      Hi!

      Meine Meinung: Typografie ist auch heute noch wichtig und ist nicht auf das Internet beschränkt. Nach der Maxime: Wenn mir etwas wichtig ist, dass ich es schreibe, dann sollte es auch gut lesbar sein. Das gilt für Sprache und Rechtschreibung ebenso wie für die Typen, die ich benutze. Es gilt in meinem Notizbuch, in einem Brief oder eben am Bildschirm. Das sind alles nur Medien.
      Schade ist, dass solche Dinge allgemein im Rücklauf sind, aber das liegt nicht an den Medien.
      Zum Beispiel Handschrift: Zunächst sollte sie lesbar sein und wenn man das erreicht hat, dann schön und individuell. Die Ausrede: "Ich habe halt eine schlechte/ schlecht lesbare Handschrift" ist billig. Es ist wie Menschen, die sich nicht bemühen, deutlich zu sprechen oder einen eigenen Sprachstil zu entwickeln. Schlechte Handschriften, Gekrakel, dass ist wie nuscheln in einen Dialekt.

      Oder Briefe: Alle persönlichen Schreiben von mir an jemand anderen sind zumindest in der Anrede und in der Schlußformel von Hand geschrieben. Natürlich kann ich auch alles direkt schreiben und ausdrucken, aber ich denke, je mehr einem das Gegenüber wert ist, umso mehr investiert man in die Zeit und die Handschrift. Eine Nachricht an jemand der mir Nahe ist wird nicht in einer SMS oder sonstwie elektronisch verfasst, sondern handgeschrieben.

      Technisch betrachtet ist Typografie auch heute noch wie in Gutenbergs Zeiten. Letztlich ist auch das, was Du hier als TrueType siehst, nichts anderes als Typen, also bestimmte Rechtecke in verschiedenen Größen, aneinandergereiht nach bestimmten Regeln. Bei LaTex sieht man das besonders schön.

      Und das ist - meine Meinung - heute der große Unterschied: Jeder kann Typen aneinanderreihen, aber das ist nichts außer elektronischer Keilschrift, wenn man nicht die Regeln dazu lernen will. :)

      Gruß,

      Ghost
      Das Schwierige am Diskutieren ist nicht, den eigenen Standpunkt zu verteidigen, sondern ihn zu kennen! [Andre Maurois, frz. Historiker]