Schmökerecke - was lest ihr gerade?

      Ich habe zuletzte von Haruki Murakami "Die Ermordung des Commendatore Teil 1" gelesen, zum Teil als Buch, zum Teil als Hörbuch mit Synchronisation, gelesen von David Nathan (sehr angenehm).

      Einerseits hat mich das Buch schon gefesselt, Murakami weiß eben einfach, wie man "erzählt", andererseits bin ich mir nicht sicher, ob man nicht einen gewissen Draht zur bildenden Kunst haben muss, um es gut zu finden.
      Und wie fast immer bei Murakami frage ich mich am Schluß: und warum habe ich das jetzt gelesen?!

      Dennoch habe ich mir eben den 2. Teil als Hörbuch bei Audible im Rahmen eines Probe-Abos geholt und werde mal gleich beim Bügeln reinlauschen, ob sich der Kauf des Buches dazu lohnt, sie haben ja schon einen stolzen Preis...

      Derzeit lese ich parallel auf dem kindle
      "Auslöschung" von Jeff Vandermeer, davon gibt es 3 Teile (und auch eine Netflix-Serie, für die, die eher bei den Bildern sind). Mal sehen, bis jetzt liest es sich ganz gut weg.
      Liebe Grüße,
      Schelmine

      Eigentlich bin ich sehr hübsch; das sieht man nur nicht so.
      :zopf
      Ich lese gerade die Bücher(serie) über Patrick Melrose. Ich wurde auf sie aufmerksam, nachdem es da jetzt eine Serie mit Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle gibt. Hmmm... nun... Der Autor ist Edward St. Aubyn, die Romane sind autobiografisch.
      de.m.wikipedia.org/wiki/Edward_St_Aubyn

      Es gibt alle 5 Bände als Sammelband für 20€ für den Kindle.
      amazon.de/dp/B01FDNJLYE/ref=dp…ect?_encoding=UTF8&btkr=1

      Band 1 war heftig (Kindheit, vom Vater sexuell mißbraucht, ...), Band 2 ist kaum zu ertragen. Mir wird wirklich richtig schlecht beim Lesen. Er beschreibt seine Heroinabhängigkeit in allen Details, vom Rausch bis zu seinem Aussehen, es ist wirklich schwer zu lesen.
      Mut macht, dass er es anscheinend überlebt hat (auch wenn es im Buch nicht so scheint, wenn er sich pro Stunde einen Schuss setzt, hinterherkokst, Speed und Beruhigungstabletten nimmt und mit Whiskey runterspült...), da er heute Vater von zwei Kindern ist und bekannter Journalist.

      Benedict Cumberbatch kann ich mir in der Rolle allerdings großartig vorstellen.
      Don't speak unless you can improve the silence.
      Nachdem ich gestern mehrere Seite über drogeninduziertes Erbrechen :kotz1 gelesen habe, suche ich für den Urlaub ein bisschen was anderes. :D

      Hat jemand Tipps für eine Sommerlektüre? Darf ruhig spannend sein, aber keine dramatisch-traurige Story, bitte.

      @Schelmine wie war denn "Auslöschung"? Gut zu lesen?
      Don't speak unless you can improve the silence.
      Ups, das ist bei Deiner Veranlagung dann nicht so gut, oder :hat3

      Ich kann einen Horrorthriller empfehlen: Dark Wood von Thomas Finn

      >>Die Handlung:
      Ein gnadenloser Kampf ums ÜberlebenDie Schauplätze: Norwegens undurchdringliche Wälder. Ein unheimliches Höhlensystem. Ein geheimes Militärlager aus dem Zweiten Weltkrieg mit Forschungslabor. Ein uraltes Wikingergrab.Die Charaktere: sechs Angestellte einer Hamburger Werbeagentur, vier Männer, zwei Frauen, die sich nicht besonders mögen. Das TV-Team einer neuen Reality-Show. Ein Verräter. ETWAS, das in den Wäldern lauert: uralt, grausam – und ansteckend!<<

      Völlig abgedreht aber megaspannend. Genau richtig zum scannen im Urlaub.
      grüessli
      soap



      it's a good day to have a good day :)
      Ich fand es ok, aber mehr auch nicht. Mein Mann fand es ganz gut, als Urlaubslektüre aber bestimmt gut tauglich!

      Da du offenbar oft eher mit meinem Mann konform gehst: er hat gerade einiges von den Strogatski-Brüdern gelesen, aber alte Klassiker.
      Die Max-Kammerer-Trilogie und Picknick am Wegesrande.

      Mir haben die beiden letzten Murakami Bücher ganz gut gefallen, aber ich denke, man muss ihn generell mögen, um sie Bücher zu mögen.
      Liebe Grüße,
      Schelmine

      Eigentlich bin ich sehr hübsch; das sieht man nur nicht so.
      :zopf
      Ich habe heute im KH bei einem Patienten nur schnell den Klappentext gelesen. Klingt sehr interessant und ich werde es mir wahrscheinlich kaufen:
      Joachim Meyerhoff - Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war
      Sich selbst besiegen ist gar nicht so schwer, sofern man nur richtig Partei nimmt zwischen den beiden Seelen in seiner Brust!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Erie“ ()

      Der neue Joel Dicker „Das Verschwinden der Stephanie Mailer“ ist empfehlenswert. Es dauert ein bisschen, bis man reinkommt und am Anfang war ich fast ein bisschen enttäuscht, weil ich nicht verstanden habe, worauf er hinauswill und ich dauernd dachte, dass der das doch besser kann, aber dann kam echt Fahrt in die Geschichte und jetzt will ich wissen, wer es war. Unbedingt. Und das geht mit ja nur noch selten so.
      Gruß von Donna
      Youth is wasted on the Young.
      Das ist mir noch ein bisschen zu hochpreisig.
      Hast du "Die Geschichte der Baltimores" gelesen? Kann die was?
      Ich suche noch Lesestoff für den Urlaub, wobei ich dort vielleicht nur wenig zum Lesen kommen werde, man kann das manchmal schlecht abschätzen.
      Ich hätte auch noch Nele Neuhaus, fand allerdings den ersten Band etwas langweilig, wobei das für Urlaub genau das richtige sein könnte.
      Von Juli Zeh habe ich auch noch dies und das auf dem kindle, aber da ist auch nicht alles so der Knaller, oder? Nullzeit zum Beispiel hat mich nicht vom Hocker gerissen.
      Liebe Grüße,
      Schelmine

      Eigentlich bin ich sehr hübsch; das sieht man nur nicht so.
      :zopf
      Ich glaube, ich habe die Baltimores gelesen, aber ich hab sie auch wieder vergessen. Was nicht heißt, dass sie schlecht waren, ich vergesse nur so viel.

      Was ich noch gelesen habe und was wirklich unvergesslich schlecht war, war Sigrid Wagner „Das Problem sind die Lehrer“, welches vom Spiegel angepriesen wurde. Ich hatte mir eine sachliche Auseinandersetzung mit einem wirklich fragwürdigen System erhofft und bekam Lehrerbashing von einer Kollegin aus der Hölle.

      Nele Neuhaus „Muttertag“ war eben Nele Neuhaus. Kann man so runterschreddern und es gab schon langweiligere von ihr, aber das bleibt einem selbst dann nicht im Gedächtnis, wenn man nicht so vergesslich ist wie ich.

      sehr schön war die Trilogie von Carmen Zorn über vier Frauen in Hamburg von 1900 bis 2000. Ihre Gutmenschlichkeit ging mir zwar in Teilen auf die Nerven, aber die Verknüpfung mit deutscher Geschichte machte das allemal sehr lesenswert.

      und dann noch Anke Stelling „Schäfchen im Trockenen“, das wohl den Preis der Leipziger Buchmesse gewonnen hat oder einen der Preise, das weiß ich nicht so genau. Da hat neulich auch das Literarische Quartett kontrovers diskutiert, die einen haben da Dinge gesehen, die ich im Leben nicht da reingelesen hätte und das mit einer Euphorie, den anderen ging es wie mir. Nicht ganz verkehrt das Buch, aber
      das Anliegen der Protagonistin wurde nicht ganz deutlich. Mich hat zusätzlich irritiert, dass sie mich an eine Kollegin erinnerte, die ich sehr, sehr mag, aber die eindeutig gewaltig einen an der Klatsche hat und dauernd allen die Wahrheit sagen muss, welche aber halt Ihre Wahrheit ist und die ist nie ganz verkehrt, aber man könnte es auch lassen, den anderen damit zu konfrontieren. Aber einfach selber lesen.
      Gruß von Donna
      Youth is wasted on the Young.
      Ich lese gerade den 3. Teil der Rosie Trilogie. Was nettes für den Sommer!
      amazon.de/gp/kindle/series/B07RSCQLGZ?ref=series_aw_dp_link

      Auf deutsch gibt es erst die ersten beiden Bände, aber die sollte man ja eh zuerst lesen! ;)
      Im 3. Teil geht es u. A. um die Frage, ob ein 11jähriger autistische Züge hat oder nicht.

      Davor habe ich Melinda Gates’ “Moment of Lift” gelesen
      amazon.de/Moment-Lift-Empoweri…eway&sprefix=melin&sr=8-1
      Auf deutsch hat es einen ganz anderen Titel:
      amazon.de/Wir-sind-viele-wir-e…eway&sprefix=melin&sr=8-3

      Ich fand es sehr ehrlich geschrieben und kann es definitiv empfehlen! Sie hat es gut geschafft, das Thema “Lebensumstände von Frauen auf der Welt verbessern” zu behandeln und dabei den Eindruck “Reiche Leute, die keine Ahnung haben, wie es wirklich ist, weil sie selbst nie so gelebt haben, wollen gönnerhaft die Welt verbessern” auch offen anzusprechen und sich damit auseinanderzusetzen.
      Auch ihr eigenes Leben und wie sie aus dem “Schatten” ihres Mannes und aus ihrer eigenen Comfort Zone herauskam, ist Teil des Buchs. Sehr inspirierend und wichtig!
      Don't speak unless you can improve the silence.

      ScheNiSu schrieb:

      Die Baltimores sind uneingeschränkt empfehlenswert. Ich habe sie verschlungen ebenso wie die Wahrheit über den Fall Harry Quebert.


      Herzlichen Dank nochmal!
      Ich bin jetzt in den "letzten Zügen" (hatte im Urlaub keine Zeit zum Lesen :happy1 ), aber mir hat das Buch sehr gut gefallen bisher. Nur die Auflösung habe ich noch immer nicht......
      Liebe Grüße,
      Schelmine

      Eigentlich bin ich sehr hübsch; das sieht man nur nicht so.
      :zopf

      Donna Quichote schrieb:

      Der neue Joel Dicker „Das Verschwinden der Stephanie Mailer“ ist empfehlenswert. Es dauert ein bisschen, bis man reinkommt und am Anfang war ich fast ein bisschen enttäuscht, weil ich nicht verstanden habe, worauf er hinauswill und ich dauernd dachte, dass der das doch besser kann, aber dann kam echt Fahrt in die Geschichte und jetzt will ich wissen, wer es war. Unbedingt. Und das geht mit ja nur noch selten so.


      Ich habe mir mal eine Leseprobe gezogen, weil es ja echt noch zu teuer ist, um es ggfs. nicht lesen zu wollen.
      Heute morgen bin ich prompt beinahe nicht aus der Straßenbahn ausgestiegen...... DAS ist mir schon lange nicht mehr passiert, soll heißen: ich glaube, mich packt das von Anfang an.
      Die Leseprobe werde ich mir mal zu Ende zu Gemüte führen und gucken, ob es so bleibt und dann ist das Ding meins!
      Liebe Grüße,
      Schelmine

      Eigentlich bin ich sehr hübsch; das sieht man nur nicht so.
      :zopf