Schmökerecke - was lest ihr gerade?

      Ich kann mich nicht entscheiden, welches Buch ich kaufen soll.

      Hat schon jemand von euch Rimini von Sonja Heiss gelesen? Oder Abschlussball von Jess Jochimson?
      Mich würde auch Das Ministerium des äußersten Glücks von Arundhati Roy vom Inhalt her interessieren, aber da habe ich die Befürchtung, dass ich da nicht reinkomme. :nachdenk
      Liebe Grüße,
      Schelmine

      "In einer Beziehung hat immer eine Person recht und die andere Person ist männlich!"
      :gap
      Falls es kitschig sein darf:

      ich habe gerade "Das Geheimnis der Schwestern" von Kristin Hannah beendet, seichtes, aber nicht unspannendes Geplänkel, gut zum verschlucken, ein bisschen wie Charlotte Link:


      Der frühe Tod der Mutter hat die Schwestern Winona, Aurora und Vivi Ann eng zusammengeschweißt. Doch schon immer hat Winona ihre jüngste Schwester beneidet: um ihre Schönheit und die Liebe des Vaters, um dessen Anerkennung sie selbst vergeblich ringt. Als die unbekümmerte Vivi Ann ausgerechnet Winonas großer Liebe Luke den Kopf verdreht, ist die ältere Schwester außer sich vor Schmerz und Eifersucht. Sie greift zu märgsten Mittel: Verrat. Jahre später führt ein Schicksalsschlag die Schwestern wieder zusammen …


      Von der gleichen Autorin habe ich vor einiger Zeit "Die Nachtigall" gelesen, das hat mir richtig gut gefallen (und war auch nicht so kitschig, auch wenn jemand in seinem Blog schrieb, das sei ja eher wie eine Hollywoodverfilmung gewesen. Nun ja, ich hatte einen Roman und kein Geschichtsbuch gekauft, insofern darf es das).

      Zwei Schwestern. Die eine kämpft für die Freiheit. Die andere für die Liebe.
      Der Weltbestseller – die Nr. 1 aus den USA.
      Zwei Schwestern im von den Deutschen besetzten Frankreich: Während Vianne ums Überleben ihrer Familie kämpft, schließt sich die jüngere Isabelle der Résistance an und sucht die Freiheit auf dem Pfad der Nachtigall, einem geheimen Fluchtweg über die Pyrenäen. Doch wie weit darf man gehen, um zu überleben? Und wie kann man die schützen, die man liebt?
      In diesem epischen, kraftvollen und zutiefst berührenden Roman erzählt Kristin Hannah die Geschichte zweier Frauen, die ihr Schicksal auf ganz eigene Weise meistern. In den USA begeisterte „Die Nachtigall“ Millionen von Lesern und steht seit über einem Jahr auf der Bestsellerliste.
      Liebe Grüße,
      Schelmine

      "In einer Beziehung hat immer eine Person recht und die andere Person ist männlich!"
      :gap
      Schelmi, hast du das Ministerium des äußersten Glücks schon gekauft ? Sonst würde ich das die Tage mal kaufen, kann die unlimited Bücher echt nicht mehr lesen :fmed
      Meiner Kollegin haben wir das zum Geburtstag geschenkt und sie ist sehr begeistert.
      'Würdest du mir bitte sagen, wie ich von hier aus weitergehen soll?'
      'Das hängt zum großen Teil davon ab, wohin du möchtest', sagte die Katze.

      (Alice im Wunderland)
      "Patria" von Fernando Aramburu

      Das habe ich verschlungen. Es geht darum, was der ETA-Terrorismus mit einer Familie bzw. einem Dorf und allgemein einer Gesellschaft anrichtet. Wie er gespalten hat, wie sinnlos er eigentlich war.

      Jetzt lese ich "Die Wilden - eine französische Hochzeit" von Sabri Louatah.

      Der Klappentext lautet: Am Vorabend der französischen Präsidentschaftswahlen erschüttert ein Attentat die Nation. Opfer ist Idder Chaouch, der erste Kandidat arabischer Herkunft, ein charismatischer und weltgewandter Politiker, der die Menschen mitreißt und der politischen Landschaft neues Leben einhaucht. Ins Fadenkreuz der Ermittlungen gerät die weitverzweigte Familie Nerrouche, algerische Einwanderer in dritter Generation, die voller Stolz auf ihren Kandidaten sind und ihn mit aller Kraft unterstützen. Doch innerhalb von vierundzwanzig Stunden wendet sich das Blatt und die Familie wird verdächtigt, die Sicherheit des Staates zu gefährden. Ihr Schicksal wird zum Sinnbild einer zerrissenen Nation.

      Da bin ich noch ganz am Anfang und kann noch nicht genau beurteilen, ob ich es gut finde.

      LG Brigitte
      Glück ist, wenn die Katastrophe zu Ende ist
      Ich habe "Children of Time" zu Ende gelesen, ein Science Fiction. Es hat mir gut gefallen. In der Mitte hatte es ein paar Längen, aber die Idee und die Umsetzung hat mir sehr zugesagt. Ich spare mir die Rezension und verlinke hier hin:
      buechertreff.de/thread/94586-a…ikovsky-children-of-time/

      Es gibt es mittlerweile auch auf deutsch. Die Kinder der Zeit. :D

      Jetzt lese ich das neuste Lieblingsbuch von Bill Gates. Zum Einschlafen etwas anstrengend, da recht komplex, aber sehr interessant:
      spiegel.de/karriere/bill-gates…enment-now-a-1190707.html

      Ich habe erst ca. 30 Seiten, kann noch nicht viel berichten.

      :wavy

      Hanni
      Don't speak unless you can improve the silence.
      Gegenwartsromane scheinen es mir angetan haben zurzeit :/

      Wer Lust auf die andere Sicht des Landlebens hat, jenseits von Landlust, Landliebe und anderen bunten Magazinen, der hat sicher Freude an Niemand ist bei den Kälbern, Debüt von Alina Herbing.

      Kurz, knapp, lakonisch, dokumentarisch und schonungslos.

      Sonntag in einem Rutsch gelesen beschäftigt es mich heute immer noch.
      grüessli
      soap



      it's a good day to have a good day :)

      Hanni schrieb:

      Ich habe "Children of Time" zu Ende gelesen, ein Science Fiction. Es hat mir gut gefallen.


      Ich selbst habe es noch nicht gelesen, aber mein Mann bedankt sich schon mal für den Tipp :D

      Ich selbst lese und höre gerade "Das Ministerium des äußersten Glücks" und kann mich mit dem Buch überhaupt nicht anfreunden.

      Anhand des Klappentextes fühlte ich mich sehr angesprochen:


      Auf einem Friedhof in der Altstadt von Delhi wird ein handgeknüpfter
      Teppich ausgerollt. Auf einem Bürgersteig taucht unverhofft ein Baby
      auf. In einem verschneiten Tal schreibt ein Vater einen Brief an seine
      dreijährige Tochter über die vielen Menschen, die zu ihrer Beerdigung
      kamen. In einem Zimmer im ersten Stock liest eine einsame Frau die
      Notizbücher ihres Geliebten. Im Jannat Guest House umarmen sich im
      Schlaf fest zwei Menschen, als hätten sie sich eben erst getroffen –
      dabei kennen sie einander schon ein Leben lang.

      Voller
      Inspiration, Gefühl und Überraschungen beweist der Roman auf jeder
      Seite Arundhati Roys Kunst. Erzählt mit einem Flüstern, einem Schrei,
      mit Freudentränen und manchmal mit einem bitteren Lachen ist dieser
      Roman zugleich Liebeserklärung wie Provokation: eine Hymne auf das
      Leben.


      Von alle dem kann ich aber bis jetzt (20% gelesen) noch nichts entdecken und das Buch liest sich, als wollte ich eine Fremdsprache lernen; voller indischer Namen, Rituale, Aussprüche, Gebäude, Feiertage usw.
      Ich, die ich ohnehin schon Schwierigkeiten mit dem Namensgedächtnis habe, schaffe es unter diesen Umständen nicht, mich überhaupt auf das Buch zu konzentrieren und bin schon richtig genervt davon.

      Dass ein Roman, der in Indien spielt, natürlich indische Ausdrücke beinhaltet, ist ja klar, aber dieser Roman ist gespickt davon, und nach den meisten davon folgt die deutsche Bezeichnung. Dann kann man es doch auch gleich auf deutsch übersetzt hinschreiben.
      Ich bin echt enttäuscht und weiß nicht, ob ich mich da weiter durchquälen möchte.



      Davor habe ich "Was man von hier aus sehen kann" gelesen, das fand ich lesenswert, hielt aber meines Erachtens nach auch nicht das, was die Rezensionen davon versprachen.

      Klappentext:


      Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman.
      ›Was man von hier aus sehen kann‹ ist das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Aber es ist vor allem ein Buch über die Liebe unter schwierigen Vorzeichen, Liebe, die scheinbar immer die ungünstigsten Bedingungen wählt. Für Luise zum Beispiel, Selmas Enkelin, gilt es viele tausend Kilometer zu überbrücken. Denn der Mann, den sie liebt, ist zum Buddhismus konvertiert und lebt in einem Kloster in Japan …


      Ihr seht also, ich brauche dringend mehr Tipps von euch hier! Das böse Internetz lücht!

      Soap, dein Tipp ist notiert.
      Liebe Grüße,
      Schelmine

      "In einer Beziehung hat immer eine Person recht und die andere Person ist männlich!"
      :gap
      Entschuldigung, war bisschen weg, weil ich im März so viele Familiengeburtstage habe und dann war Ostern und so.

      Aber jetzt lese ich wieder und habe ein Buch wieder entdeckt, dass ich schon vor 30 Jahren arg geliebt habe und dass sogar schon über 40 Jahre alt ist und zwar „Jauche und Levkojen“ von Christine Brückner. Kennt das jemand?

      Die Geschihcte der Familie von Quindt aus Poenichen in Hinterpommern, die 1928 mit der Geburt von Maximiliane von Quindt beginnt. Der Vater fällt in den letzten Tagen des Ersten Weltkrieges, die Mutter interessiert sich nicht für das Kind und verschwindet bald wieder nach Berlin und so wächst das Kind bei seinem
      Gruß von Donna
      Youth is wasted on the Young.
      Großeltern auf, die Großgrundbesitzer des Gutes Poenichen sind.

      Ich mag eigentlich so Generationen-Romane gar nicht so gerne, aber das ist sehr toll. Wie Chrisitine Brückner deutsche Geschichte mit der der von Quindts verknüpft und wie sie mit wenigen Strichen Charaktere zeichnet, egal ob es adelige Reichstagsabgeordnete oder einfache Küchenbedienstete auf dem Gut sind, ist sehr beeindruckend und schön zu lesen.

      Und es gibt noch zwei Fortsetzungen. „Nirgendwo ist Poenichen“, das in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg spielt, als die Familie vertrieben wird und „Die Quints“, das dann bis in die Siebziger Jahre reicht. Ich fre mich drauf.
      Gruß von Donna
      Youth is wasted on the Young.
      Ja, sehr schön "Jauche und Levkojen" und die beiden Fortsetzungen! Witzig, bin ich gerade vor ein paar Tagen auch noch mal drüber gestolpert und habe mich erinnert, weil alle drei Bände an so einer öffentlichen Büchertauschstelle standen.

      Für mich auch irgendwie Pflichtlektüre, weil meine Mutter von einem solchen Gut in Pommern stammt, allerdings aus dem arbeitenden Fußvolk. Meine Mutter könnte auch ein Buch schreiben: Die Gutsbesitzer sind damls nicht rechtzeitig geflohen und wurden ermordet. Meine im Krieg verwitwete Großmutter ist mit ihren fünf noch lebenden Kindern in den "Westen" transportiert worden, die letzten Verwandeten, Nachbarn und Freunde aus Pommern hat sie zuletzt im Lager Friedland gesehen, von wo aus alle in verschiedene Richtungen verteilt und bei wildfremden Menschen einquartiert wurden, die selbst nicht hatten und die Vertriebenen aus dem Osten nicht unbedingt freundlich aufgenommen haben. Wie Poenichen im Buch existiert auch das Gut, wo meine Mutter groß geworden ist, nicht mehr, es wurde zerstört. Wir waren vor ein paar Jahren mal gemeinsam dort und haben ein paar Spuren ausfindig gemacht, verwilderte Friedhöfe etwa, auf denen drei Geschwister meiner Mutter begraben sind usw. Die weite Landschaft am Meer, die wogenden Kornfelder. Ich war sehr überascht, wie sehr mich das alles selbst bewegt hat, da ich als Kind und Jugendlicher nicht viel darüber nachgedacht habe. Meine Tante, die damals schon etwas älter war als meine Mutter, hat noch sehr detailiert erzählen können, bevor sie vor zwei Jahren gestorben ist. Die älterste Schwester meiner Mutter spricht überhaupt nicht über diese Zeit, sie hat ab dem Einarsch der russischen Soldaten im Wald gelebt, um sich zu verstecken, man kann nur ahnen, was alles vorgefallen ist. Ok, jetzt bin ich ins erzählen geraten, das hat jetzt mit der Schmökerecke nichs zu tun gehabt. Aber damit, dass mich "Jauche und Levkojen" damals sehr in den Bann gezogen hat. Es ist schon der Wahnsinn, das diese Geschehnisse aus meiner Perspektive nur eine Generation zurückliegen.
      rauchfrei seit 17.01.2008 / Bewegen Sie den Mauszeiger durch den Nebel und schmutzigen Luft
      Ja, genau das wird mir im Moment auch viel mehr bewusst als vor 25 Jahren. Vielleicht auch, weil ich inzwischen viel mehr Wissen über den Krieg und die Nachkriegszeit habe als damals.

      Meine Mutter und meine Großmutter sind aus dem Sudetenland rausgeschmissen worden, direkt nach Kriegsende. Mein Opa war noch sozusagen auf dem Rückweg aus Russland, alle beiden Großeltern hatten die Besetzung des Sudetenlandes seinerzeit mit Freuden begrüßt, ich glaube, man kann schon sagen, dass sie Nazis waren, zumindest aber glühende Anhänger Hitlers. Beide sehr einfache Leute, mein Großvater Maurer, meine Großmutter Dienstmädchen, ältestes Kind mit fünf Geschwistern von zwei Vätern, da ihr Vater im Ersten Weltkrieg gefallen war und ihre eher verbitterte Mutter nochmal geheiratet und eben nochhal fünf Kinder bekommen hat. Der einzige Bruder dann im Zweiten Weltkrieg umgekommen, aber das
      Gruß von Donna
      Youth is wasted on the Young.
      sind ja wieder andere Geschichten.

      Jedenfalls standen die Tschechen direkt nach der Kapitulation vor ihrer Tür und sie durfte gerade noch eine Truhe mit ihren Habseligkeiten packen (die habe ich mir nach ihrem Tod gesichert) und wurde mit meiner sechsjährigen Mutter in einen Zug Richtung Deutschland gesetzt. Als der Opa sich dem Sudetenland näherte, war ihm schnell klar, dass sie Tschechen auf ihn warten, um ihn zu lynchen und so hat er sich dann bei Nacht und Nebel über grüne Grenzen auf den Weg gemacht, um seine Familie zu finden.

      Was sie verloren haben, war kein Gut, sondern nur eine Zwei-Zimmer-Butze, aber darum getrauert hat zumindest meine Oma bis zu ihrem Lebensende. Um die Heimat. Mein Opa war dagegen sehr damit beschäftigt zu verdrängen.
      Gruß von Donna
      Youth is wasted on the Young.
      Er hat sein ganzes, noch sehr langes Leben nicht ein Wort über das verloren, was er in Rissland erlebt hat. Aber seine letzten Lebensjahre hat er jede Nacht neben seinem Bett gelegen und gerufen, dass er in diesem Maisfeld ist und dass er die Kinder nicht erschießen will....

      Ich bereue es heute so, ihn nicht mehr gefragt zu haben.

      Und was mich oft beschäftigt ist, dass wir eben nicht nichts mit diesem Krieg zu tun haben, sondern die dritte Kriegsgeneration sind, die von denen erzogen wurden, die von denen großgezogen wurden, die der Krieg so seelisch verstümmelt und deformiert hat.
      Gruß von Donna
      Youth is wasted on the Young.
      Friesenlohn - Stefan Wollschläger

      ​Nach Friesenkunst, Friesenklinik und Friesenauge der neue Fall für Diederike DirksMitgegangen, mitgehangenAn einer Bushaltestelle finden die Wartenden einen Koffer mit 300.000 Euro. Sie teilen das Geld auf, jeder fährt mit 50.000 Euro nach Hause. Am nächsten Tag beginnen die Probleme.Hauptkommissarin Diederike Dirks untersucht derweil den Tod eines jungen Mannes, der mit seinem Porsche verunglückt ist. Doch es bleibt nicht bei dieser Leiche, bald wird auch die Norderneyer Hoteldirektorin Alida Ennen tot aufgefunden. Dirks muss nicht nur ein Bild aus scheinbar unzusammenhängenden Puzzlesteinen zu einem Ganzen fügen, sondern auch noch ein schicksalhaftes Versprechen einlösen."Friesenlohn" ist ein ausgeklügelter Krimi mit vielen Rätseln und spannenden Wendungen.Leserstimmen"Habe jetzt die drei Bücher gelesen und finde sie von Anfang bis Ende spannend. Sehr gut geschrieben, auch mal lustige Passagen dabei. KLASSE!"Amazon CustomerWer ein ausgeklügeltes Krimirätsel mit viel Spannung und friesischem Lokalkolorit mag, wird hier voll auf seine Kosten kommen!Martin BarkawitzEin Krimifan muss dieses Buch haben! Liebhaber des Nordens sowieso!Andreas


      thalia.de/shop/home/artikeldet…43857902/ID104281830.html


      Liest sich echt gut!
      Das sind schon unglaubliche Familiengeschichten, die da im 20. Jahrhundert passiert sind.

      Donna Quichote schrieb:

      noch eine Truhe mit ihren Habseligkeiten packen (die habe ich mir nach ihrem Tod gesichert)


      Das kann ich gut verstehen. Von der Familie meiner Mutter ist leider gar nicht übrig geblieben, meine Oma hat kurz vor Ihrem Tod 1984 sämtliche Fotos und Papiere aus der Vergangenheit verbrannt und so wohl Ihren persönlichen Schlussstrich unter Ihr Leben und alles, was passiert ist, gezogen. Wie Du es von Deiner Großmutter erzählst, ist auch meine nie in der neuen Heimat angekommen. Das verregnete und enge Bergische Land mit seinen damals ärmlichen Dörfern und kleinen Höfen war ja so ziemlich das Gegenteil zu den großzügigen, ertragreichen Landschaften Pommerns mit seinen riesigen Landgütern. Meine Mutter beschreibt schon mal Bildfragmente aus Ihrer Kindheit, in der meine Oma und Ihre Schwester aus Berlin in geblümten Sommerkleidern mit Strohhut über Feldwege spazieren. Das ist so ziemlich das Gegenteil von dem, wie ich meine Oma erlebt habe: überwiegend in schwarz gekleidet, still und zurückgezogen in der Einliegerwohnung unseres Einfamilienhauses. Ich hätte gerne diese Fotos und Papiere, die sie verbrannt hat, die würden mich einfach interessieren.

      So, und jetzt lass ich es gut sein mit den FAmiilengeschichten. Gehört ja auch nicht hierher.
      rauchfrei seit 17.01.2008 / Bewegen Sie den Mauszeiger durch den Nebel und schmutzigen Luft
      Ich habe gerade Dark Matter - der Zeitenläufer zu Ende gelesen.
      „Bist du glücklich?“ Das sind die letzten Worte, die Jason Dessen hört, bevor ihn ein maskierter Mann niederschlägt. Als er wieder zu sich kommt, begrüßt ihn ein Fremder mit den Worten: „Willkommen zurück, alter Freund.“ Denn Jason ist in der Tat zurückgekehrt – doch nicht in sein eigenes Leben, sondern in eines, das es hätte sein können. Und in diesem Leben hat er seine Frau nie geheiratet, sein Sohn wurde nie geboren. Und Jason ist kein einfacher College-Professor, sondern ein gefeierter Wissenschaftler. Doch ist diese Welt real? Oder ist es die vergangene Welt? Wer ist sein geheimnisvoller Entführer? Und vor die Wahl gestellt – was will er wirklich vom Leben: Familie oder Karriere? Auf der Suche nach einer Antwort begibt Jason sich auf eine ebenso gefährliche wie atemberaubende Reise durch Zeit und Raum. Eine Reise, die ihn am Ende auch mit den dunklen Abgründen seiner eigenen Seele konfrontieren wird …

      Wenn man das Genre mag, sicherlich ein gutes Buch. Es ist wirklich spannend geschrieben, daran gibt es nichts auszusetzen. Ich tu mich generell immer schwer mit solchen Theorien, die für mich dann doch gedankliche Lücken (in meiner Realität) haben, einfach, weil man für eine nachvollziehbare Story dann halt doch Abstriche bei der Komplexität machen muss.
      Das Buch hat mich durchaus gefesselt, aber eben mit dieser Einschränkung, die m. E. aber in der Natur der Sache liegt.

      :wavy

      Hanni
      Don't speak unless you can improve the silence.
      Das klingt gut, ich mag sowas allerdings lieber als Film, auch wenn ich irgendwann dann immer grundverwirrt bin.

      Hanni schrieb:

      Ich habe "Children of Time" zu Ende gelesen, ein Science Fiction. Es hat mir gut gefallen. In der Mitte hatte es ein paar Längen, aber die Idee und die Umsetzung hat mir sehr zugesagt. Ich spare mir die Rezension und verlinke hier hin:
      buechertreff.de/thread/94586-a…ikovsky-children-of-time/

      Es gibt es mittlerweile auch auf deutsch. Die Kinder der Zeit.


      Herzlichen Dank übrigens nochmal für diesen Tipp, mein Mann war begeistert.
      Ich selbst habe es allerdings noch nicht gelesen, ich quäle mich gerade durch einen seichten Roman, der zu schlecht ist, um ihn wegzuschreddern und zu gut, um ihn wegzulegen.
      Liebe Grüße,
      Schelmine

      "In einer Beziehung hat immer eine Person recht und die andere Person ist männlich!"
      :gap
      Ja, ich denke, es wird auch verfilmt werden, und es bietet sich auch an!

      Children of Time fand ich tatsächlich sehr durchdacht und ich konnte in dieser interessanten Story keine offensichtlichen Logikfehler finden. Für mich ist das immer ein Plus. Der Ansatz war sowieso sehr cool und eben nachdenkenswert, unsere Evolution und unseren technischen Fortschritt mal aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten.
      Falls dieses Buch verfilmt wird... Na dann wünsche ich allen Arachnophobikern viel Spaß. :mua
      Don't speak unless you can improve the silence.