Anonyma- Eine Frau in Berlin

      Anonyma- Eine Frau in Berlin

      Anonyma- Eine Frau in Berlin, diesen Film habe ich mir gestern im Kino angeschaut.

      Berlin im Mai 1945: Der Krieg ist vorbei, letzte Scharmützel in den
      Berliner Kiezen sind unbedeutend und gleichen einer Farce. Ängstlich
      wartet die Zivilbevölkerung in Luftschutzkellern auf das, was da kommen
      mag. Unter ihnen ist auch eine Fotografin und Journalistin, deren Name
      nie genannt wird (Nina Hoss als titelgebende Anonyma). Sie ist eine
      selbstbewusste, intelligente und schöne Frau, deren Ehemann irgendwo an
      der russischen Front war und jetzt entweder tot oder in
      Kriegsgefangenschaft ist. In ihren Kiez marschiert die Rote Armee ein
      und kaum sind die Soldaten angekommen, lassen sie ihren Trieben freien
      Lauf. Sie lachen, trinken und feiern. Und sie finden Gefallen an den
      Berliner Frauen. Diese sind wehrlos - sozusagen Aussätzige - und werden
      von den Soldaten auch so behandelt - denn Berlin gehört jetzt ihnen!
      Wer sich als Frau alleine auf die Straße wagt, läuft Gefahr, von einem
      oder auch gleich mehreren Russen vergewaltigt zu werden. Und genau das
      passiert – gleich mehrfach - auch Anonyma. Sie lässt die Tortur über
      sich ergehen und bleibt ob der schrecklichen Situation erstaunlich
      stark und selbstbewusst. Nach einigen Tagen trifft sie eine
      Entscheidung: Sie will sich einen Beschützer erobern, einen
      hochrangigen russischen Militär, der sie körperlich besitzen darf und
      ihr dafür seine Untergebenen vom Leib halten soll. In Andrej (Evgeny
      Sidikhin) findet sie einen nachdenklichen Offizier, der sie und ihre
      Angehörigen fortan schützt. Im Lauf der Zeit entstehen zwischen den
      beiden echte Gefühle und der eigentliche Plot des Films beginnt:
      Erzählt wird die Geschichte einer unmöglichen Liebe zwischen zwei
      Feinden, die fasziniert voneinander sind, aber aufgrund der Umstände
      nicht zueinander finden können.
      Quelle siehe oben.


      Bedrückend, nachdenklich stimmend fand ich diesen Film.
      Ein Thema, über das bestimmt nicht gern geredet oder nachgedacht wird, deswegen will die Autorin auch anonym bleiben.
      Veröffentlicht wurde das Tagebuch nämlich 1959 bereits, da es jedoch Empörung und Beschimpfungen hervorrief, verbot die Autorin, im Zusammenhang mit dem Buch ihren Namen zu nennen.

      Den Film fand ich zwar ein klein wenig oberflächlich und zu harmlos dargestellt (nun ja, aber 12 und mal ganz ehrlich: mehr sehen wollte ich auch nicht!), aber durchaus mal sehenswert.

      Mal sehen, ich habe auch das Buch hier liegen und werde es in nächster Zeit mal lesen.
      Liebe Grüße,
      Schelmine

      Eigentlich bin ich sehr hübsch; das sieht man nur nicht so.
      :zopf
      Irgendwie kommt mir das bekannt vor - aber ich weiß nicht genau, woher: Buch, Film? Aber sicherlich wurde dieses Thema öfters verwendet.

      Da es kein Hollywoodstreifen ist, nehme ich an, spielt ihr "wahrer" Ehemann keine weitere Rolle mehr??? Ich weiß nicht warum, aber darauf habe ich die ganze Zeit gewartet beim Zitat durchlesen. :nixweiss
      Liebe Grüße von der ollen Seekuh :zopf
      Ob ich den Film mir ansehen würde, wage ich zu bezweifeln (bin eh nicht so ein Kinogänger). Allerdings bin ich gespannt, wie das Buch ist. Dies würde mich dann schon viel mehr interessieren. Warte dann auf deinen Bericht.

      Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen. Wenn sie verschwunden sind wirst du weiter existieren, doch aufgehört haben zu leben. (Mark Twain)