Liebe und Sex im virtual life

      Liebe und Sex im virtual life

      "BBC: Virtual Adultery and Cyberspace Love




      BBC hat vor kurzem in England einen 45 minütigen Bericht über Second Life ausgestrahlt. Dabei geht es konkret um das Thema Liebe/Sex in SL, und wie sich sowas auswirken bzw. ausarten kann. Beobachtet wurden 2 Paare, eins das sich in SL kennengelernt hat, und nun auch in RL zusammen ist ... und ein Paar, deren Beziehung durch SL ins wanken geriet und fast zur Scheidung geführt hat.

      Der Bericht ist jetzt in 4 Teilen auf YouTube verfügbar:
      Teil1: http://youtube.com/watch?v=PniWHuv9Xko
      Teil2: http://youtube.com/watch?v=0s5CTLRVUPY
      Teil3: http://youtube.com/watch?v=G91yGTVE3cg
      Teil4: http://youtube.com/watch?v=06J89zCJGac

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      Diesen Bericht gab es heute in einer deutschen Fassung. Sehr interessant.
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      The best is yet to come!

      Schon krass, ist im Bereich der Sucht anzusiedeln, das ist aber nicht das einzige Spiel das eine Abhängigkeit schaffen kann, World of Warcraft ist auch ganz oben auf der Liste.
      Ich habe selbst einen riesigen Teil meiner Freizeit in einem Onlinespiel verbracht, Wetter, Termine alles rückt in den Hintergrund, man baut sich sein Leben um das Spiel drumherum.
      Ist schon krass wenn man nicht merkt was mit einem passiert....

      Gruß, Udo


      Iba ako !
      Also das ist ja schon heftig, gelinde gesagt, und recht erschreckend, wie sehr da die Grenzen zwischen 2 Leben verschwimmen. Irgendwie so, als hätte das virtuelle Leben das reale Leben völlig verschluckt. Was muss denn eigentlich geschehen, dass man sein reales Leben in gewisser Weise schon verschwinden lässt? Lag da vorher schon Einiges im argen oder hatte erst SecondLife die richtige Vorlage geliefert?

      Ich glaube, ich hätte da nie den Schritt gewagt, diese Figur als Menschen zu treffen. Ist denn, wenn jeder derart viel in eine Figur hineinprojeziert, nicht die Enttäuschung vielfach vorprogrammiert. So vielen Idealen kann doch kaum jemand standhalten, oder doch? Das ist ja nicht mit Foren vergleichbar, wo man durchaus nicht nur die ideale Seite des Anderen wahrnimmt.

      Das, was diese beiden bei dem RL-Treffen erlebt hatte, stelle ich mir schon ziemlich beklemmend vor. Das finde ich überhaupt sehr beklemmend, den Gedanken. Man versteht sich im virtuellen Leben, fühlt sich vielleicht auch in gewisser Weise dem Anderen sehr nahe und verbunden..und wenn man den Menschen trifft, merkt man, dass gar nichts harmoniert, man sich in völlig anderen Lebenswelten befindet oder sich gar völlig unsympathisch ist. Was dann? Man kann nach dieser "realen" Erfahrung (wenn diese weniger schön ist) doch dann nicht wieder einfach an die virtuelle Nähe anknüpfen, oder?
      Ich weiß es aber nicht, das ist nur eine Vermutung. Ich bin da (leider) nicht so erfahren mit mit RL-Treffen..Schön fände ich es schon.

      LG, Catalina

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „catalina“ ()

      Ich finde den Beitrag aus Tübingen auch nicht schlecht, in ein paar Punkten erkenne ich mich sogar wieder, obwohl ich mich für alles, außer Foren bzw. Websüchtig halte.
      Auf der anderen Seite, wenn man sich eine gewissen Zeit in Foren etc aufhält, ist das automatisch eine Sucht? Ist es vielleicht nicht eine Erweiterung des sozialen Umfeldes? Solange das sogenannte RL nicht unter dem WL (Weblife) leidet kann doch beides friedlich und ohne Probleme koexistieren.
      Außerdem kann ich sogar verstehen das viele Leute ihre Probleme eher im Internet als im wahren Leben ausbreiten und ihre Sorgen teilen.
      Noch nie war Anteilnahme so einfach zu bekommen, genauso wie vielschichtige und differenzierte Meinungen zu einem Thema. Und es war noch nie so einfach eine soziale Verbindung zu kappen indem man einfach den Stecker zieht.

      Ich glaube das Thema ist ziemlich tief und vielschichtig und es bildetet sich in der Tat eine Parallelgesellschaft. Ob dieses unbedingt schlecht sein muss will ich nicht beurteilen. Was ich nur festgestellt habe ist das man im Netz schneller soziale Verknüpfungen findet als im RL. Und das finde ich nicht unbedingt negativ - bis zu einem gewissen Punkt.

      Grüßchen

      Degger schrieb:

      Ich finde den Beitrag aus Tübingen auch nicht schlecht, in ein paar Punkten erkenne ich mich sogar wieder, obwohl ich mich für alles, außer Foren bzw. Websüchtig halte.
      Auf der anderen Seite, wenn man sich eine gewissen Zeit in Foren etc aufhält, ist das automatisch eine Sucht? Ist es vielleicht nicht eine Erweiterung des sozialen Umfeldes? Solange das sogenannte RL nicht unter dem WL (Weblife) leidet kann doch beides friedlich und ohne Probleme koexistieren.
      Außerdem kann ich sogar verstehen das viele Leute ihre Probleme eher im Internet als im wahren Leben ausbreiten und ihre Sorgen teilen.
      Noch nie war Anteilnahme so einfach zu bekommen, genauso wie vielschichtige und differenzierte Meinungen zu einem Thema. Und es war noch nie so einfach eine soziale Verbindung zu kappen indem man einfach den Stecker zieht.

      Ich glaube das Thema ist ziemlich tief und vielschichtig und es bildetet sich in der Tat eine Parallelgesellschaft. Ob dieses unbedingt schlecht sein muss will ich nicht beurteilen. Was ich nur festgestellt habe ist das man im Netz schneller soziale Verknüpfungen findet als im RL. Und das finde ich nicht unbedingt negativ - bis zu einem gewissen Punkt.

      Grüßchen
      Ja, Du hast sicher recht. Es war noch nie so einfach, auf Probleme/Fragen des täglichen Lebens Antworten zu finden. Einfach den Begriff in die Suchmaschine eingeben - und schon bekommt man alles Mögliche - von Sinn bis Unsinn.
      Und es ist einfacher, Kontakte zu knüpfen, ich glaube, weil im weltweiten Netz einfach noch mehr Menschen sind als in meiner unmittelbaren Umgebung. Die in meiner Umgebung kann ich u. U. auch nicht einfach ignorieren. Im Netz logge ich mich aus, fertig.
      Der Mensch ist halt ein kommunikatives Wesen (naja, die meisten jedenfalls) und bekommt auf die Art mehr Feedback als es im RL immer möglich ist - positiv wie negativ.
      Ich kenne jedenfalls im RL genügend Paare, die über ein einseitiges Hobby des Partners auseinander gegangen sind. Da brauchte es kein Internet. Der Verein (egal welcher Coleur) reichte...
      :rose Carpe diem! :rose
      Oder:
      Das Leben ist zu kurz für schlechten Wein!