Was ich hasse

      Ja, man darf das. Wir machen das auch. Aber man muss nicht nachts um eins zu jemandem, der 100m entfernt im Haus in der Küche steht, rüberbrüllen, dass er einem noch was mitbringt. Und Bobbycarfahren muss auch nicht. Sitzen, lachen, alles gut. Aber Brüllen muss doch echt nicht sein. Und dann halt am nächsten morgen um 8 die Kinder wieder zum Bobbycarfahren raus schicken. Weil man verkatert ausschlafen möchte... Hmpf.
      Don't speak unless you can improve the silence.
      Stimmt. Das muss nicht sein.

      Der Sommer ist sowieso so eine Zeit, wo das mit dem morgens länger schlafen bei mir nicht hinhaut. Bei geschlossenem Fenster kann ich gar nicht schlafen. Ab März randalieren die Vögel im Garten und weil die ja mit den ersten Sonnenstrahlen aufstehen müssen, sind die dann im Juni schon um fünf Uhr zugange. Und dann scheint mir die Sonne ins Gesicht und unterm Dach ist es schwül, da nützt auch der Ventilator gar nichts. Und dann irgendwann muss garantiert einer was sägen oder den Rasen mähen oder seine Hecken schneiden und nutzt dafür den frühen Morgen und wenn er das nicht darf, weil Sonntag ist, dann muss die Kirche zwei Straßen weiter um 9 Uhr die Glocken schwingen, weil wir ja alle keine Uhren haben und sonst keiner wüsste, dass eine halbe Stunde später der Gottesdienst beginnt.

      Ich mag den Sommer, aber manchmal bin ich auch froh und dankbar, wenn es September wird und ich wieder schlafen kann.
      Gruß von Donna
      Youth is wasted on the Young.

      Donna Quichote schrieb:

      Einmal im Jahr, finde ich, muss das drinliegen.


      Ja, sicher. Blöd ist nur, dass das jeder so denkt und es dann den ganzen Sommer über prima reihum geht, und die, die gerne früh schlafen, weil sie ebenfalls vom Rabatz des Morgens geweckt werden, gucken in die Röhre.
      Gestern abend haben unsere Vermieter unten auf der Terasse gesessen, ganz gesittet, aber Besuch ist halt Besuch, und wenn jemand sein Schlafzimmerfenster genau drüber hat, ist an Schlafen nicht zu denken, von der Rauchbelästigung mal ganz zu schweigen.
      Aber die hatten uns Bescheid gesagt und wir sind somit frühzeitig mit unseren Matratzen ins Wohnzimmer umgezogen.
      Blöd war nur, dass das zur Straße hin ist, wo sie dann mit lautem Hallo den Besuch verabschiedet haben :rofl

      Naja, und mit etwas Pech ist eben überall rundrum was los. Ich jedenfalls bin froh, wenn der Hochsommer vorbei ist, dann kann man wenigstens das Fenster zumachen, bis sich alle verkrümelt haben. Irgendwann nachts wache ich dann immer schweißgebadet auf, mache das Fenster auf, bis morgens um 5 Uhr, da stehe ich dann genervt auf, weil die Vögel zwitschern. Mache das Fenster wieder zu. Um 6 wache ich dann wieder schweißgebadet auf oder mein Mann schnarcht, weil er keine Luft kriegt.
      Gefühlt habe ich im Sommer immer Wagenräder unter den Augen.

      Die hasse ich übrigens. Um mal den Bogen wieder zu kriegen.
      Liebe Grüße,
      Schelmine

      Eigentlich bin ich sehr hübsch; das sieht man nur nicht so.
      :zopf
      Bei uns geht es eher nicht reihum. Hier wohnen sehr brave, oder wie der Schwabe sagt „rechtschaffene“ Leute, die abends um 10 die Lichter ausmachen. Immer. Was ich auch nichtbganz verstehen kann. Es gibt so wenige wirklich laue Sommernächte, die man draußen genießen kann und die verrammeln ihre Fenster, wenn es fast noch hell ist. Wir sind immer die einzigen, die noch auf der Terrasse sitzen und lesen.

      Und wir haben drei direkte Nachbarn. Zwei davon waren eingeladen und haben mit Lörm gemacht und der dritte ist ein alter italienischer Miesepeter, den ich auch nach seinen 40 Jahren in Deutschland noch nicht verstehen kann und der schlecht hört. Der grantelt zwar immer vor sich hin, wenn wir die Bierbänke aufbauen, aber er lässt uns machen.

      Die schlimmste Lärmbelästigung in diesem Viertel kommt eigentlich immer aus der Stadt. Letzte Woche war da irgendwo Livemusik und gleichzeitig ein Feuerwerk und das trägt der Wind über Kilometer zu uns.
      Sehr, sehr laut. Aber da denke ich dann immer, wenn ich es totenstill haben wollte, müsste ich auf dem Land wohnen. Und da wollte ich jetzt nicht tot über dem Zaun hängen, da nehme ich lieber bisschen Krach in Kauf.
      Gruß von Donna
      Youth is wasted on the Young.
      Auf dem Land stört dann die tropfende Regenrinne und der Fasan.

      Bei uns ist es vom Grundsatz her schon sehr ruhig und das, obwohl wir binnen 10 Minuten in der Innenstadt sind.
      Mich stört tatsächlich nur dieses ausufernde der Teenager und wenn es wochentags ist. Das hatten wir hier auch schon.
      Den Rest nehmen wir zähneknirschend hin.
      Mögen werde ich es aber nie, vermutlich, weil wir selbst eben nicht mehr so lange klönen.
      Liebe Grüße,
      Schelmine

      Eigentlich bin ich sehr hübsch; das sieht man nur nicht so.
      :zopf
      Ich bedanke mich für die interessanten Einblicke in eure Denkweise. Jetzt verstehe ich so einiges besser.
      Liebe Grüße
      Pat

      Everything is going to be fine in the end. If it's not fine it's not the end

      Schelmine schrieb:

      Auf dem Land stört dann die tropfende Regenrinne und der Fasan.

      Bei uns ist es vom Grundsatz her schon sehr ruhig und das, obwohl wir binnen 10 Minuten in der Innenstadt sind.
      Mich stört tatsächlich nur dieses ausufernde der Teenager und wenn es wochentags ist. Das hatten wir hier auch schon.
      Den Rest nehmen wir zähneknirschend hin.
      Mögen werde ich es aber nie, vermutlich, weil wir selbst eben nicht mehr so lange klönen.

      Elstern! X( :P Ich mag meine Amseln sehr gerne, aber die Elstern sind soooo laut und es ist halt kein angenehmer Ton.

      Wir wohnen ja eigentlich auch ländlich (vor zwei Jahren hatte ein Nachbar einen Hahn, der im Sommer ab 4:30 im 3 min Takt gekräht hat, das war gar nicht lustig!). Deswegen fällt jedes Geräusch nachts auch viel mehr auf. Und wir haben natürlich auch die Nachbarn, die am Samstag um 8 Uhr die Heckenschere oder den Häcksler anwerfen. Das nervt, aber ist halt so, die Dinge mussen gemacht werden. Ich finde es bei Feiern z. B. sehr nett, wenn man Bescheid sagt, wie bei euch, Karin. Es gibt hier in der Gegend jedes Jahr zwei große Feiern, da werfen die Nachbarn einen Zettel in den Briefkasten. Alles paletti!

      Ich finde es halt nicht OK, wenn man im Garten sitzt und nach Mitternacht noch laut ruft. Das ist unnötig. Und die Bobbycars waren die Krönung. Das klingt so harmlos, aber habt ihr schon mal gehört, wie laut die sind? Das Geräusch hallt nachts auch ganz prima zwischen den Hauswänden. Ich finde das einfach rücksichtslos.
      Dieses *murmelmurmelmurmel* *lautes gelächter* *murmelmurmelmurmel* ist völlig OK, das ist am Sommer ja das Schöne. Aber Bobbycarfahren nach Mitternacht nicht.
      Ich hoffe jetzt einfach mal drauf, dass das eine Ausnahme und eine Jahrhundertfeier war, so klang es zumindest. Wenn sie in 5 Jahren erst wieder so stattfindet, kann ich damit leben. ;)
      Don't speak unless you can improve the silence.

      Pat schrieb:

      Ich bedanke mich für die interessanten Einblicke in eure Denkweise. Jetzt verstehe ich so einiges besser.


      Was heißt das? Dass die Diskussion hier ein bisschen spießig ist? :D

      ich wohne ja neben einem Friedhof, das ist in dieser HInsicht ziemlich unproblematisch :D . Dafür gibt es andere Probleme, wenn man nämlich eine Putzhilfe aus Südeamerika hat, die total abergläubisch ist und das Haus schreiend verlässt, wenn es draußen stürmt und dann "die Geister vom Friedhof" bei Durchzug eine Tür laut zuschlagen ^^ .

      Nein ernsthaft, abgesehen vom benachbarten Friedhof wohne ich in einer Wohnanlage mit rund 80 Parteien rund um einen Innenhof (zu anderen SEite als der Friedhof), in dem alles schallt und widerhallt. Da muss man einfach Rücksicht nehmen. Ganz ehrlich, über eine Party am Wochenende würde ich mich nie beschweren, das ist dann eben einfach so, da müssen dann eben mal Oropax herhalten. Unter der Woche sollte man die Party dann ab einer gewissen Uhrzeit nach Drinnen verlegen. Natürlich gibt es Leute, die am Wochenende arbeiten müssen, Schichtdienst haben usw., für die ist das natürlich kein Spaß. Und ganz generell gebe ich Hanni recht, man muss schon ein bisschen aufpassen, ob jetzt jede Art von Lärm gerade nötig ist. Ich glaube, wenn man in einem Mehrfamilienhaus wohnt, wie ich, dann lernt man automatisch, etwas rücksichtsvoller zu sein. Ich merke das schon immer, wenn wir Besuch haben, der normalerweise im Einfamilienhäuschen lebt, da macht sich niemand Gedanken, wie dieses oder jenes in der Wohnung drunter oder drüber ankommen könnte. Wenn man mal Besuch erwartet und es etwas lauter wird, dann sagt man den engsten Nachbarn Bescheid, das gehört einfach dazu.

      Und jetzt werde ich Flüsterräder fürs Bobbycar erfinden und patentieren lassen :D
      rauchfrei seit 17.01.2008 / Umwege erhöhen die Ortskenntnis
      Wir leben, also erzeugen wir Geräusche. Ich kann mich jeden Tag auf die Lauer legen, dann höre ich garantiert Spaßgeräusche meiner Nachbarn. Da ich das aber nicht mache, empfinde ich es als normal, dass andere Menschen neben mir auch leben.

      Der Bobbycar ist wahrscheinlich von 8 bis 8 unterwegs. Das ist halt so. Kleine Kinder erzeugen nunmal Lärm. Wenn sie erstmal mit 16 auf stinkenden lärmenden Fahrzeugen durch die Gegend gondeln, weiß man erst, wie umweltfreundlich so ein Bobbycar war...

      Hier reden so viele über menschliche Lärmquellen. Aber kein Mensch hier beklagt sich über Verkehr. Ich empfinde hier bei uns die nahe Autobahn, tief fliegende Flugzeuge als extrem viel schlimmer als irgendwelche Feten in der Nachbarschaft. Wir hocken hier klimamäßig 8 bis 9 Monate am Abend in der Bude. Es ist für mich ganz klar, dass ich, sobald es wettertechnisch möglich ist, meinen Lebensmittelpunkt nach draußen verlege. Eine Glotze steht bei uns nur noch zur Deko....

      Ich erfreue mich an den Partygeräuschen meiner Umwelt. Im schlimmsten Fall mach ich das Fenster zu und gut is.

      Und ich habe null Verständnis für die ab 22 Uhr Polizeirufer, nur weil sie in dem Moment selbst keinen Spaß haben.

      Leben und leben lassen.... Der Winter kommt früh genug und damit die Möglichkeit sich einzuigeln. Schnee dämpft alle Geräusche.

      Brigitte
      Glück ist, wenn die Katastrophe zu Ende ist

      lagarto schrieb:

      Was heißt das? Dass die Diskussion hier ein bisschen spießig ist?


      Nein, das heißt einfach, dass ich als Tochter eines Musikers mit Arbeitszeiten, die keinesfalls von Montag bis Freitag zwischen 8 und 17 Uhr lagen, von klein auf zur Rücksichtnahme erzogen wurde. Ich wusste schon sehr früh, dass es ganz viele Menschen (Gesundheit, Gastronomie, Transport....) gibt, die nachts oder ganz allgemein zu "seltsamen" Zeiten arbeiten. Mir wäre als Kind nie eingefallen, laut brüllend durch den Hof zu rennen. Brüllen konnte ich auf dem Spielplatz oder im Schwimmbad oder auf Plätzen, auf denen das eben ok war. Aber nicht in der Wohnung, auf dem Hof oder unter dem Fenster von fremden Menschen, weil ich eben nie wissen konnte, ob da einer versucht zu schlafen weil er nachts arbeiten muss. Für mich war das immer selbstverständlich.

      Ich war auch gestern ziemlich angefressen, weil die Brüllnachbarn mir meinen freien Tag versaut haben. Habe ich im "guten Morgen" kurz umrissen. Das sind Leute, die jede Woche 2 Tage frei haben und dazu noch 30 Tage Urlaub im Jahr. Und wenn ich mir einen freien Tag im Monat nehmen will, dann machen sie mir das kaputt. Weil sie, und das meinte ich mit den Einblicken in die Denkweise, wohl finden, dass man einmal im Jahr (bei denen eher so ein Dutzend mal) feiern kann. Bis morgens um 4. Schräg gegenüber wohnt übrigens eine Arztin, die ist Samstagmorgen, nachdem auch sie bis 4 wach war, um 6 zum Frühdienst ins Krankenhaus getorkelt. Weil das ja ok ist, wenn man mal feiert. Ich möchte allerdings mal die Brüllnachbarn sehen, wenn ihr Kind als Notfall mit einem Blinddarmdurchbruch ins KH muss und die völlig fertige Ärztin dann die Not-OP machen muss. Da wollen die dann sicher, dass die fit ist und ihr Kind nicht stirbt. Den Zusammenhang zwischen Brüllen bis morgens um 4 und dem Überleben ihres Kindes oder das eines anderen, verstehen sie aber nicht. Ich dachte bis zu diesem Thread, die wollen das nicht verstehen, aber habe jetzt verstanden, dass sie tatsächlich nicht so weit denken. Sie denken "ich habe morgen frei und dann kann ich ja schreien". An der eigenen Nasenspitze ist schluss. Das wusste ich nicht, weil ich eben so völlig anders aufgewachsen bin.
      Liebe Grüße
      Pat

      Everything is going to be fine in the end. If it's not fine it's not the end

      ScheNiSu schrieb:


      Und ich habe null Verständnis für die ab 22 Uhr Polizeirufer, nur weil sie in dem Moment selbst keinen Spaß haben.
      Das würde ich auch nicht machen. Nichtsdestotrotz finde ich es nett, wenn man auch mal an die anderen denkt. Es gibt halt schon einen Unterschied zwischen einer fröhlichen Feier im Sommer und lautem Rumgebrülle.

      Ich habe selbst ein Kind und weiß, was Kinder für Geräusche machen. Es ist auch völlig OK, wenn Kinder tagsüber kreischen und juchzen, lachen, weinen, rufen und Bobbycar fahren. Es ist aber m. E. definitiv NICHT OK, wenn Kinder nach Mitternacht draußen Bobbycar fahren.

      Ich weiß auch nciht, es gibt "normale" Kinder und es gibt extrem laute und anstrengende Kinder. Die Kinder unserer Nachbarn gehören zu der Sorte, die wirklich sehr, sehr laut sind. Bevor sie eingezogen sind, gab es auch ausreichend Kinder in der Nachbarschaft, da war es nie so extrem. Ich würde nie etwas sagen, Kinder sind Kinder, und sie sollen gerne unbeschwert spielen können, aber es stört einfach trotzdem, wenn die Kinder auf dem Bobbycar fahrend die deutsche Nationalhymne (oder irgendwelche Kinderlieder) schrei-singen. Und zwar nicht einmal, zweimal oder dreimal, sondern eben auch mal länger am Stück. Die Kinder können nichts dafür, aber man kann dabei halt nicht entspannt im Garten sitzen, weil es in den Ohren echt wehtut. Isso. Ich fände es nett, wenn die Eltern da auch mal erzieherisch eingreifen würden.

      Ich würde übrigens meinem eigenen Kind nach spätestens 3x einem Lied sagen, dass es jetzt bitte nicht mehr singen möge. ;) Wenn mein Kind im Sommer im Garten mit Freunden Quatsch macht, dann sage ich auch nach einer bestimmten Zeit, dass sie jetzt mal wieder etwas leiser sein sollen.

      Es mag sein, dass das alles spießig ist, aber ich finde schon, dass man auch Kindern etwas Rücksicht beibringen sollte. Kinder leben heute so frei und unbeschwert, dass man da aufpassen muss, dass sie den anderen Teil auch noch lernen/erfahren.
      Don't speak unless you can improve the silence.

      Hanni schrieb:

      Es mag sein, dass das alles spießig ist, aber ich finde schon, dass man auch Kindern etwas Rücksicht beibringen sollte. Kinder leben heute so frei und unbeschwert, dass man da aufpassen muss, dass sie den anderen Teil auch noch lernen/erfahren.


      Meine Bemerkung zur Spießigkeit war augenzwinkernd gemeint, aber das wurde sicher auch so verstanden.

      Ich habe ja selbst keine Kinder, da bin ich immer etwas zurückhaltend mit Meinungen, wie sich Kinder zu verhalten haben. Ich stelle aber auch fest, dass es gut erzogene Kinder gibt, die auch zur Rücksicht erzogen werden, ohne dass man sie gleich im Kindsein einschränkt. Und es gibt einfach nicht so gut erzogene Kinder (und Jugendliche), die Rücksicht nie gelernt haben. Ich finde es auch ganz nett, wenn Eltern ihren Kindern auch mal sagen, wenn es jetzt auch mal reicht mit Terror.
      rauchfrei seit 17.01.2008 / Umwege erhöhen die Ortskenntnis
      Pst, ich fühle mich gerade angesprochen von dir, weil ich das ja gesagt hatte mit dem „ich finde, das muss drinliegen“. Und ich fühle mich so gar nicht nett angesprochen, was ich jetzt wiederum nicht böse meine, vielleicht kommt das ja auch nur geschrieben wieder anders rüber als es gemeint war.

      Und dazu habe habe ich auch noch mehr als 30 Tage pro Jahr frei....

      Aber ich sehe das halt wir ScheNiSu, dass ich den größten Teil des Jahres drin hocken muss und wenn ich dann einmal im Jahr ein Sommerfest veranstalte, soll ich mich dann vorher erkundigen, ob außenrum Selbständige mit wenig Freizeit wohnen oder Ärzte im Schichtdienst? Es tut mir leid, dass die dir deinen freien Tag verhagelt haben, aber vermutlich denken die nicht so weit, wahrscheinlich wissen sie nicht, wie du lebst und vielleicht könntest du auch mal mit Ihnen reden?

      Es es ist schon ein Unterschied, ob ich das ein Mal im Jahr mache oder dauernd, oder?

      Bei uns stand neulich um sechs Uhr abends die Polizei vor der Tür, weil mein Sohn mit drei Freunden im Garten ein Fußballspiel angeschaut hat. Ich war drinnen und fand die nicht übertrieben laut, aber irgendeinen wird es wohl so gestört haben, dass er zu solchen Maßnahmen greifen musste. Vielleicht auch jemand wie du, der da seinen einzigen freien Sonntag hatte. Schöner hätte ich es gefunden, wenn er kurz geklingelt und Bescheid gesagt hätte. So weiß ich ja nicht, wen wir gestört haben und warum.

      Und deine Nachbarn sind vielleicht bisschen doof oder nicht gut erzogen oder blenden andere aus, aber vielleicht müssten sie einfach wissen, was dich stört. In persönlicher Anrede.

      lagarto, die Flüsterräder sind leider schon erfunden. Wäre aber sicher ein Bombengeschäft geworden.
      Gruß von Donna
      Youth is wasted on the Young.

      Hanni schrieb:

      Ich finde es halt nicht OK, wenn man im Garten sitzt und nach Mitternacht noch laut ruft. Das ist unnötig. Und die Bobbycars waren die Krönung. Das klingt so harmlos, aber habt ihr schon mal gehört, wie laut die sind? Das Geräusch hallt nachts auch ganz prima zwischen den Hauswänden. Ich finde das einfach rücksichtslos.


      Im ersten Jahr, in dem wir hier wohnten, gab es bei den Nachbarn draußen mitten in der Woche eine Feier, und zwei Mädchen hüpften bis nachts um 1 Uhr kreischend auf einem quietschenden Trampolin, ich wäre bald wahnsinnig geworden. Und nachts, vor allem, wenn man weiß, wann man morgens aufstehen muss, finde ich das doppelt unangenehm.


      lagarto schrieb:

      ich wohne ja neben einem Friedhof, das ist in dieser HInsicht ziemlich unproblematisch


      :rofl


      Hanni schrieb:

      ScheNiSu schrieb:

      Und ich habe null Verständnis für die ab 22 Uhr Polizeirufer, nur weil sie in dem Moment selbst keinen Spaß haben.

      Das würde ich auch nicht machen. Nichtsdestotrotz finde ich es nett, wenn man auch mal an die anderen denkt. Es gibt halt schon einen Unterschied zwischen einer fröhlichen Feier im Sommer und lautem Rumgebrülle.


      Schenisu, es ist doch wohl ein himmelweiter Unterschied, ob man hier im Forum mal schreibt, dass man das hasst und die Polizei um 22 Uhr anzurufen. Ich bezweifle, dass das einer der hier Schreibenen vor hat. Da gibt es ja noch zig Varianten dazwischen.

      Deswegen muss man es doch trotzdem nicht mögen und darf es als unangenehm empfinden, oder?
      Und was das geschlossene Fenster angeht: ich schrieb ja bereits, dass bei den ausufernden Teenager-Partys im Haus nebenan nicht einmal das geschlossene Fenster etwas nutzt, es ist so laut, dass man dennoch nicht schlafen kann.
      Da nützt es nicht einmal etwas, wenn man mit Sack und Pack ins Wohnzimmer zieht, denn da johlten und kreischten die Teenager auf der Straße herum und schoben sich gegenseitig in Einkaufswagen durch die Gegend.
      Der Junge von nebenan sagt auch immer schön brav Bescheid, allerdings nicht uns, sondern dem Vermieter, der dann regelmäßig vergisst, uns das zu sagen, wir kriegen es dann erst mit, wenn wir uns schon seit einer Stunde ärgern, dass das wohl mit schlafen im Schlafzimmer nichts wird. Bis wir dann mit Sack und Pack umgezogen sind und uns wieder beruhigt haben, ist der geräderte Zustand für den nächsten Tag schon gewiss. Hach, zu gerne würde ich dann morgens um 6 Uhr mal nebenan klingeln
      :mua

      Langer Rede, kurzer Sinn: hier haben nur einige geäußert, dass sie es blöd finden und andere, dass es drin sein "muss" (was ich menschlich gesehen übrigens genauso sehe, vom Gesetz her stimmt das allerdings nicht, Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr gilt immer)

      Aber bei diesem "Leben und leben lassen" fehlt mir dann eben doch schon mal auch der Part auf der anderen Seite: wenn ich selbst für mich in Anspruch nehme, dass andere meine Sommerparty akzeptieren sollen, warum breche ich mir denn dann einen Zacken aus der Krone, wenigstens ein klein wenig Rücksicht auf andere zu nehmen, Bescheid zu sagen, die Nachbarn womöglich einzuladen oder ab einer gewissen Uhrzeit vielleicht auch einfach mal Musik und Stimmen etwas zu dämpfen?
      Und damit rede ich jetzt ausschließlich von dem, was hier um mich drumherum passiert, ich möchte das nicht als Angriff gegen irgendjemanden hier verstanden wissen, gelle? Ich weiß ja gar nicht, wie kultiviert oder unkultiviert ihr feiert. :bier
      Liebe Grüße,
      Schelmine

      Eigentlich bin ich sehr hübsch; das sieht man nur nicht so.
      :zopf

      Hanni schrieb:

      Karin, das hast du sehr schön zusammengefasst! :D

      Dem schließe ich mich an.

      Ich wohne neben Schule und Kita, was mich vor 8 grundsätzlich nervt, wenn ich Urlaub habe. Kinder können sooo laut sein....
      Andererseits nehme ich für mich in Anspruch, am Sonntag nachmittag mal kurz für 2 Minuten den Hochdruckreiniger laufen zu lassen. Während gleichzeitig am nahegelegenen Fußballplatz Lautsprecherdurchsagen laufen...
      Grundsätzlich wohne ich sehr ruhig in einem Ort mit 3500 Einwohnern und meistens genieße ich das auch.
      Sich selbst besiegen ist gar nicht so schwer, sofern man nur richtig Partei nimmt zwischen den beiden Seelen in seiner Brust!

      Donna Quichote schrieb:

      Pst, ich fühle mich gerade angesprochen von dir, weil ich das ja gesagt hatte mit dem „ich finde, das muss drinliegen“. Und ich fühle mich so gar nicht nett angesprochen, was ich jetzt wiederum nicht böse meine, vielleicht kommt das ja auch nur geschrieben wieder anders rüber als es gemeint war.


      Donna, ich denke Pst ist ein Tippfehler und Du meinst mich, richtig?

      Karin hat das Ganze sehr schön zusammengefasst und auf einen Nenner gebracht. Danke, Karin.

      Donna, ich habe zu keinem Zeitpunkt von Dir verlangt, dass Du irgendwelche Erkundigungen einziehen sollst, oder dass Du überhaupt etwas tun sollst. Oder kannst. In meinem Leben ist etwas passiert, darüber habe ich mich geärgert, ich habe diesem Ärger Ausdruck verliehen. Und das hat nichts mit Dir zu tun. Was solltest Du auch in über 200 km Entfernung dagegen machen? Und vor allem: warum solltest Du was dagegen machen (sollen)?
      Letzte Nacht ist übrigens fast das Gleiche passiert: ich habe nur 2 Stunden geschlafen. Weil es sehr heiß war und ich nicht schlafen konnte. Und ich fühle mich heute sehr müde und habe heute Abend noch eine Veranstaltung. Mein Tag wird verdammt lang. Ich meine damit aber ausdrücklich nicht, dass irgendjemand irgendwo etwa hätte den Ventilator anwerfen sollen oder so. In meinem Leben ist etwas passiert, darüber ärgere ich mich und möchte ein wenig jammern.
      Liebe Grüße
      Pat

      Everything is going to be fine in the end. If it's not fine it's not the end
      Rücksichtnahme und Toleranz sind hier die Schlüsselworte. Das sollte in einer guten Nachbarschaft Hand in Hand gehen. Wir haben zum Glück eune überdachte Terrasse, sodass durch das Dach so einiges an Lärm geschluckt wird. Wenn wir, auch mit Freunden, draußen sitzen, haben wir keine Musik an oder andere Lärmquellen. Abef es wird ab und an schon mal laut gelacht. Das hören die Nachbarn sicherlich.

      Dass man seine Kinder nicht früh am morgen draußen schreiend rumrennen lässt, halte ich für selbstverständlich. Wenn meine eigenen früher rumgekrischen haben, haben wir die ziemlich schnell gestoppt. Aber ich bin immer wieder unangenehm überrascht, wenn Leute gegen Kindergärten oder Spielplätze klagen. Oder hier bei uns im Ort irgendwelche Zugezogenen gegen Vereinsfeste, Kirchenglocken, Biergärten, die schon ewig bestehen, vorgehen.

      Da denk ich manchmal wirklich, dass das echte Spaßbremsen sind, die anderen einfach nichts gönnen.

      Es ist nicht so, dass mich der Lärm der Nachbarn nicht manchmal selber nerven würde. Aber ich denke dandran, dass irgendwann bei uns auch gefestet werden wird...

      Selbstverständlich nehme ich nicht an, dass die hier diskutierenden Foris gleich die Polizei rufen, aber hier bei uns im Ort gibt es so Spezialisten, die rufen die Polizei, wenn eine Fliege zu laut brummt. Die beschweren sich einfach wegen jedem Mist, und das ist so nervig.

      LG
      Glück ist, wenn die Katastrophe zu Ende ist
      Nein, war kein Tippfehler. Ich fühlte mich direkt angesprochen, weil du mein „muss mal drinliegen“ zumindest indirekt zitiert hattest.

      Aber wenn du das nicht so gemeint hast, dann ist gut für mich. Ich wünsche dir jedenfalls, dass du mal wieder eine ordentliche und nennenswerte Mütze Schlaf bekommst, um zum Einen dein Arbeitspensum bewältigen zu können (das ich mir wohl nicht im Ansatz vorstellen kann) und zum Anderen, weil das halt ein menschliches Grundbedürfnis ist und die Deppen von nebenan das anscheinend nicht respektieren können.

      Weswegen ich in deinem Fall, wenn das echt do oft vorkomme, tatsächlich doch mal unsere Freunde und Helfer einschalten würde.
      Gruß von Donna
      Youth is wasted on the Young.